17.12.2019

So langsam komm ich runter! Die letzten Wochen waren wirklich stressfull …

Nicht mal am Wochenende hatte ich es geschafft, mich mal für eine Stunde hinzulegen…

Hier arbeite ich ein wenig am Häuschen, leg mich auf den Balkon auf die gepolsterte Bank, sehe dabei das windgepeitschte Meer, lass mir den Westmonsun ins Gesicht blasen. („Amihan“, auf Tagalog) und denke vor mich hin oder penne selig,… ein bisher unbekannter Genuss!

Natürlich gibt’s auch hier Auseinandersetzungen…, aber es hält sich in Grenzen, weil ich das Glas ¾ voll und nur ¼ leer sehe und dies auch verbalisiere: „nicht wichtig“.

Die nächsten Tagen werden wohl wieder stressig, aber die Aussichten auf ein geruhsames Weihnachtsfest lassen alles etwas gelassener erscheinen.

Ciao!

Morgen geht`s auf die Insel Iloilo zum Frauengefängnis. Vier Tage hin und zurück! Das Geld wurde investiert für zusätzlich Kaffee und Kuchen für 62 Gefängnisinsassen.

Wenn ich wieder Elektrizität habe, schreibe ich ausführlich!

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15.12.2019

13.12.2019

Durch den Taifun ist in den meisten Orten der Strom ausgefallen, dazu ist WIFI immer wieder unterbrochen. Sonst geht´s gut. Noch Stress bis ca. Weihnachten, dann Holidays…..

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Bericht (endlich,Entschuldigung wegen der Verspätung…) über meinen Aufenthalt auf den Philippinen August 2019

… es war einfach zu viel los in meinem privaten und die Praxis betreffendem Umfeld . Eigentlich wollte ich nächstes Jahr mit meiner Praxisarbeit aufhören. Deshalb war eine – durchaus verständliche- „Absatzbewegung“ meines langjährigen Personals eingetreten,was mich vor erhebliche Schwierigkeiten stellte und einmal beinahe zwangen,von heut auf morgen,die Praxis zu schließen. Nach meinem Entschluß – in Ermangelung eines Nachfolgers… wir werden sehen,ich hoff es klappt noch-,noch weiterzumachen,solange meine Gesundheit und meine geistigen Fähigkeiten mitmachen, hab ich jetzt ein fast vollständig neues Praxisteam. Zwar hakts noch hier und dort,aber im Großen und Ganzen klappts schon sehr gut (ein wenig Nachsicht bitte) und eine neue Ernsthafigkeit,aber auch ein neues Lachen ist in die Praxis eingekehrt.

Fortsetzung folgt heut Nachmittag

Es macht mir einfach noch zu viel Spaß, nicht zuletzt auf Grund meiner großen Erfahrung .Und solange mir meine Patienten nachsehen,daß ich eben öfters Urlaub mache und in die „dritte Welt“ verschwinde,mach ich weiter. Soviel in eigener Sache!

Von der Eingeborenenschule in Salay (siehe frühere Berichte) war die Anfrage gekommen,ob wir nicht etwas Geld übrig hätten.Sie wollten dieses Jahr erstmals ein größeres Sportfest mit den Kindern veranstalten.Normalerweise hätte es eben wie jeden Schultag nur einen Teller Reis gegeben (zusätzlich noch die tägliche Gemüseportion,die ihr durch eure Spenden ermöglicht hattet…siehe frühere Berichte). Abrechnung später: aber wir hatten etwas übrig von dem,was ihr mir diesesmal mitgegeben hattet. Also sagten wir zu, kauften auf der Hinfahrt Fleisch ein für ADOBO ,ein Gulasch mit Knochen, zusätzlichen Reis und Süßigkeiten für Sieger und Nichtsieger für etwas mehr als 360 Kinder! Von den Kindern hatte vorher sicher noch keines ein Stück Fleisch gegessen………… (eine Wurst gibts erst wieder zur Weihnachtsfeier im Dezember -siehe frühere Berichte) Es war einfach ein wunderbar gelungenes Fest für alle!Dank euch allen!………….. Bilder dazu,weiter unten

Eigentlich hatten wir vor,von Saly aus mit einem Teil der Lehrer über Nacht wieder in ein tiefer im Dschungel gelegenes Dorf zu laufen,aus dem einige Kinder kommen. Wir haben es dann sein gelassen,da die Lehrer uns abrieten. Es waren in letzter Zeit öfters Rebellen aufgetaucht und sie konnten nicht für meine Sicherheit garantieren… die „lieben “ Ausländer….

Der Aufenthalt im August war sowieso mehr als Urlaub geplant und so konnten wir früher als angedacht an einen ziemlich gottverlassenen, einsamen Küstenstreifen im Norden von Mindoro fahren. Diesen hatte ich schon früher auf meinen Touren entdeckt (in der Nähe von Abra de Ilo,siehe ältere Berichte) und es war schon immer mein Traum,dort ein kleines Häuschen im typischen Stil zu errichten,als zeitweiligen Alterssitz.; großteils aus Bambushölzern und Grasdach,direkt am Meer.Und ein kleines Grundstück hatte ich Anfang des Jahres gefunden und mit Kittys Hilfe in 3 Monaten hochziehen lassen. Im Übrigen kann ich als Ausländer kein Eigentum auf den Philippinen erwerben; alles läuft über sie. Der Innenausbau stand noch aus,die Einzäunung und das kleine Grundstück.Und nachdem unsre Tour wegen den Rebellen ins Wasser fiel, glaubten wir eine ungestörte Zeit mit dem Besorgen der Einrichtung verbringen zu können… sehr umständlich,weil Einkaufsmöglichkeiten ziemlich entfernt lagen;egal!

Von wegen: Der Staat hatte vor Kurzem begonnen,eine kleine,befestigte Straße, nicht weit vom Grundstück, ins Hinterland zu bauen,Stück um Stück,wie grad Geld vorhanden ist. Aber wie auch in der Gegend von Salay im Süden der Insel,so sind auch hier im Norden seit Kurzem die Rebellen aktiv!!! Wenige Tage vor unserem Eintreffen hatten sie etwa 100m von uns Baumaschinen angezündet! Daraufhin wurden 6 Mann Militär direkt in unsre Nachbarschaft verlegt. Sie hausten auf dem Grundstück direkt neben uns…(siehe Bilder). ….Ich enthalte mich jeden Kommentars…… Inzwischen wird der Bau der Straße einige km von uns weitergeführt.Die Soldaten sind weg und es wird abzuwarten sein,wie sich die Situation weiter entwickelt.

So,jetzt zur Abrechnung vom August:

Mitgenommen hatte ich Spenden und mein eigenes Geld: 2000 € ; ausgegeben:

Salay,Schule (ungefähr 360 Kinder). Es fehlten noch 600 € für die tägliche Gemüsemahlzeit im Jahr 2020. Hiermit ist dort das Essen für das ganze Jahr 2020 gesichert!

Arigoy,Schule (jetzt ungefähr 180 Schüler). Das Essen ist durch vorherige Spenden für das gesamte Jahr 2020 durch vorherige Spenden gesichert

Tugdaan,Eingeboreneninternatsschule/Paytan,alte verarmte Einwohner: Reis/Fischdosen für die Feiertage und Essen an Weihnacht 2019, 500€ zurückgelegt.

Salay,Schule: 300 € für Sportfest (s.o.) ausgegeben zurückgelegt für Weihnacht 2019 für Schulfest und Eltern der Schüler über die Feiertage (Reis/Sardinen): 600€ zurückgelegt

Wir brauchen jetzt für Weihnacht 2019 noch: 350 € fürs Frauengefängnis auf Iloilo ; 300 bis 600 € in Arigoy und ungefähr 300 € für Salay.

Ich denk,das bekommen wir dieses Jahr noch zusammen. Ich halte noch einen Vortrag in Dittelsheim Heßloch,und einige Patienten haben mir schon Geld zugesagt. Außerdem hab ich schon bis heute 300 € bekommen! Es wird!

Meine vorgesehenen Aktivitäten Dezember/Januar 2019/20

… Am Tag meiner Ankunft in Manila,am 8.Dezember, fliegen wir gleich weiter auf die Insel Iloilo. Dort warten schon die Insassen des Frauengefägnisses (siehe früheren Bericht) auf die Weihnachtsfeier mit uns,auf die kleinen Geschenke (Tüte mit Hygieneartikel) und auf ein von uns gesponsertes Stück Hühnchen zu, Abendessen… übrigens das einzige Stück Fleisch im Jahr. Eigentlich ist es ein Wahnsinn wegen einer oder zwei Stunden Aufenthalt solch einen Aufwand zu treiben.Aber die mitbetreuenden Nonnen hatten signalisiert,daß die Insassen uns sehnsüchtig erwarte. Was solls,uns allen gehts so gut und wir können uns nicht im Entfertesten vorstellen,wie es dort -oft lebenslänglich-zugeht.

Bei dieser Gelegenheit sag ich Ihnen nochmals,daß alle Reisekosten (Flugzeug,Schiff,Taxi,Busse und Jeepneys) sowie die Übernachtungen gehen auf meine Kosten.Die Spenden gehen ALLE direkt an die Bedürftigen!

… danach gehts dann Schlag auf Scglag zu den Schulen in Abra de Ilo (im Norden), Salay (im Süden) und Arigoy (wieder Norden); Tugdaan,hab ich noch keine Ahnung,eventuell im Januar.

Ich muß dieses Jahr so früh fahren,weil die Weihnachtsferien an den Schulen dieses Jahr so früh sind!

So, vor dem Schlußwort wart ich noch auf Norbert,meinen „PC Engel“ der mir die vorbereiteten Bilder in diesen Blog stellen hilft; ich hoff ,heut oder morgen! Bis dann

20 kg Fleisch beim Straßenmetzger  gekauft,für Essen Salay
20 kg Fleisch beim Straßenmetzger gekauft,für Essen in Salay
auf der Fahrt nach Salay
über Sock und Stein und durch kleine Flüsse,die jetzt etwas ausgetrocknet sind

Begrüßung durch die Schulleiterin,mit der wir inzwischen ein herzliches Verhältnis haben
…und dann erst beginnt das Sportfest
zum 50m Lauf an der Hauptstraße zum Dorf
Staffellauf
Das Essen für 360 Kinder wird in mehreren Schichten vorbereitet
und endlich gehts mit dem Essen los
…und Abschied
zum Schluß noch ein Spaziergang durch das zugehörige Dorf; hier der Dorfladen
„Schwimmbad“
Jeepneyhaltestelle
vom Dorfladen den Berg hoch, irgendwo eine Stunde lang zu ihrer Hütte (wir hatten sie gefragt)
zurück zum Hafen (1/2 Stunde mit Tricycle,dann ca 4 Stunden mit Jeepneys zum Hafen)
dann mit dem Auslegerboot zum Bauplatz des Häuschens.. Es gibt keine Straße hin…ca 2 Stunden mit dem Seelenverkäufer. Bei schlechtem Wetter kommt man sich vor wie im Mini-uboot; bei gutem Wetter eine Lustfahrt. Bei beiden ist man durchnaß *smile*
alles naß beim Ausstieg
dann wieder eine Sunde mit dem Tricycle
auf unsrem Balkon angekommen,…endlich
Die Soldaten beim Nachbarn
unsere was erwartet uns? Militär! (siehe Text); wirklich nette Kerle, aber…
spektakulär schöne Sonnenuntergänge
und Vollmond über dem Meer
traumhafte Ausblicke
täglich landet ein Fischer bei mir an und bietet einen andren Fisch an!
beim kleinen Einweihungsfest haben wir die Mangyan und Nichtmangyankinder der Umgebung zum Essen eingeladen
…und wieder ein neuer Sonnenaufgang
der unendliche,einsam Strand vor dem Häuschen
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Ende April 2019; Hilferuf der Schulleitung in Arigoy

Vor einigen Monaten erreichte uns ein verhaltener Hilferuf der Schulleitung in Arigoy. Arigoy ist eines der Dörfer,welche ich seit einigen Jahren mit Hilfe meiner und eurer Gelder regelmäßig unterstütze. Neben der einmaligen täglichen Reismalzeit bekommen die Kinder von uns noch zusätzliches Essen,wie Gemüse,jeden Schultag. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr eine Weihnachtsfeier, anläßlich der die Kinder,zusammen mit ihren Eltern, Essen satt bekommen und nicgt nur Reis,sondern auch Nudeln (sonst unerschwinglich),und die Kinder jedes eine Wurst am Stecken mit Marshmellows an der Spitze (brrrrrrr!),dazu Reis und Sardinen für die Feiertage.Alles,was sie vor unserem Engagement überhaupt nicht kannten.Dazu kommen d ie Familien über Stunden aus dem gebirgigenDschungel. Seht euch einfach mal frühere Berichte an…

Zum Hilferuf: Zu dem Dorf Arigoy gehort noch ein kleines Dorf,hoch im dschungligen Gebirge,mit ca 90 Bewohnern,ohne Strom und nur zeitweiser Wasserversorgung. Die Schule in Arigoy ist verpflichtet,die Schulbildung zu sichern. Dazu muß eine der Lehrerinnen eine Woche in dem Nest verbringen und in der „Schule“ unterrichte. Sie lebt in einer Extrahütte,abseits vom Dorf,unter primitivsten Umständen (siehe Bilder),ohne Strom.Wasser oben im Dorf,ohne Strom oder Internet,natürlich, und allein,immer etwas Angst…. Muß bei jedem Wetter Sonntagnachmittags hoch und kann Freitagabend wieder runter. Und wenns schüttet,was bei den winterliche Taifunen häufig vorkommt ,sind die Wege Sturzbäche…ich habs schon selbst erlebt….;da marschiert die Angst mit…!

Das soll geändert werden: Die Kinder sollen während der Woche nach Arigoy zur Schule runterkommen und zum Wochenende wieder hochgebracht werden. …….. Nur die Eltern weigern sich bisher!Und gegen den Willen der Eingeborenen läuft gar nichts,auch keine staatlichen Anordnungen!

Da ich und meine Arbeit inzwischen auch in Alukmay (so heißt das Dorf) bekannt sind erhofft sich die Schulleiterin durch meine Anwesenheit und dur die M“Mitbringsel“ eine Umstimmung der Dorfbewohner.

Der Versuch wars wert und im Folgenden seht ihr die Bilder dazu. Ich muß sagen,daß ich Arigoy liebe.Es liegt ,nach einer extremen BergundTalfahrt mit dem Motorrad (vor 2 Jahren zeitweise noch eine extreme Schlammschlacht)malerisch zwischen hohen Bergen an einem Fluß,der nach Regen riesig und reißend das Dorf abschneidet und ein Überqueren unmöglich macht. Und die Menschen dort mag ich sowieso…

Schon die Anfahrt mit Van,Tricycle und schließlich Motorrad (manchmal muß man absteigen,so steil ist der Weg und das Motorrad schaffts nicht) ist neben beklemmenden Gefühlen einfach genial,so schön ists.

An der Schule ankommen ist wie Heimkommen! Mit uns waren noch zwei mit Kitty befreundete Lehrer. Wir übernachteten alle in einem Schulraum und am nächsten Morgen gings denn über dem Fluß auf die ca 400 Höhenmeterwanderung;zum Teil extrem steil,dabei sehr heiß und sehr feucht durch den Urwald… eine Schur! Aber die zeitweisen Ausblicke belohnten immer wieder die Tortouren…

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Im Bergdorf ALUKMAY,am 29.April 2019

In Alukmay angekommen und einer kurzen Rast wurden alle erwachsenen Dorfbewohner zusammengetrommelt und die Schulleiterin erklärte lang und breit den Vorschlag. Alle Kinder im schulpflichtigen Alter sollten Sonntagnachmittag zur Schule gebracht werden.

Sie würden in der Schule untergebracht,bekamen ganz normalen Unterricht und bei entsprechende Fähigkeit war auch eine weiterführende Schule mit Studium möglich.Sie bekamen regelmäßig zu Essen (durch eure Spenden erhalten die Kinder neben dem obligatorischen einen Teller Reis am Tag noch genügend Gemüse…dies schon seit 2 Jahren;das nächste Jahr ist durch eure Spenden auch schon gesichert und in den Philippinen auf der Bank. Für die Schule in Salay,die wesentlich größer ist,fehlt für nächstes Jahr noch etwas Geld;werden wir aber bis Weihnacht zusammenkriegen… Das nur so nebenbei). Außerdem war die ärztliche Grundversorgung gesichert. Wir „German Doctors“ halten in Arigoy alle 4 Wochen einen Ambulanztag ab.

Es kostete wohl ziemliche Überzeugungsarbeit,denn das Palaver ging lange! Danach bekam jede Familie (von euren Spenden!) einen Vorrat an Reis,Sardinenbüchsen,Kekse und Süßigkeiten, und für jeder Dorfbewohner ein paar Sandalen. Und schließlich hielt ich noch eine Sprechstunde für alle Erkrankten.Die nötigen Medikamente (auch von euren Spanden!) besorgte wir von zuHause und über die Lehrer waren alle 2 Tage später oben im Dorf.

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Ende einer überlangen Tour

Der Abstieg dieser Horrortour (die Ansstrengung war für alle tierisch) gestaltete sich doch härter als gedacht. Der Aufstieg hatte doch bei dieser Hitze und Luftfeuchtigkeit viel Kraft gekostet. An den extrem steilen Stellen hats einige von uns doch hingehauen; schlimmere Verletzungen blieben gottseidank aus. Kurzvor der Heimkehr in die Schule mußten wir wieder den Fluß überqueren und keinen hielts von einem Bad zurück.Kitty und ich aßen mitten drin auf einer fast Sandbank das eigentlich mitgenommene Mittagessen…ein Genuß!

Und doch ziemlich angeschlagen und vollgepumt mit Flüssigkeit, wie ein Kamel nach einer Wüstenwanderungen, fielen wir anschließend halbtot in unser Moskitzelt zum Schlafen…

Vorher waren wir alle noch gemütlich zusammengesessen. Unsre liebenswürdige Schulleiterin hatte uns allen nochmals gedankt.Der „Ausflug“ sei ein voller Erfolg gewesen. Die Eltern hätten zugestimmt,ihre Kinder während der Woche zur Schule zu schichen.Sie bekamen dort ein sog. Internatszimmer,regelmäßiges Essen und ärzliche Versorgung durch die German Doctors. Wir kommen dort alle 4 Wochen zu einem Ambulanztag vorbei.Die Grundversorgung war also gesichert. und meien Tätigkeit dort oben hatte die letzten Zweifel ausgeräumt! Und die Lehrer waren richtig froh,daß keiner von ihnen in dieser minimalistischen „Lehrerwohnung“ wochenlang hausen mußte.

Nochmals herzlichen Dank euch allen,die ihr diese Aktion möglich gemacht habt!!!

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Endlich die Abrechnung vom April2019

Entschuldigt bitte die außergewöhnliche Verspätung.Es war einfach zu viel los (und ich dachte,mit zunehmenden Alter wirds weniger;von wegen… )

Der Bericht über die Zeit und die Bilder kommen aber sicher seeeehr zeitnah, auch wenn mich die permanente „Verbesserung“ des Blogs vor immer neue probleme stellt,seis drum! Aber jetzt endlich zur Abrechnung:

Spenden,direkt an mich,bar: 1350 €

Spenden vom Spendenkonto (welches im Titelbild des Blogs eingetragen ist) 450€

Ausgaben:

Für meine Bergtour mit den Lehrern und der Schulleiterin in ein hoch gelegenes,abgelegenes Bergdorf namens ALUKMAY (ich werd mit den Bildern die Umstände besprechen); für Reis,Sardinen,Medikamente und Süßigkeiten für die Kinder: insgesamt 233,30 €

Wegen Zunahme der Schüler und der unverhältnismäßig starken Erhöhung der Reiskosten (!) in letzter Zeit an die Schule in Arigoy zusätzlich 200€

Arigoy Zusatzessen für das gesamte Jahr 2020 (!!!) und dadurch gesichert! 800€

Rücklage für das Zusatzessen für die Schulkinder in der Eingeborenenschule on SALAY für das Jahr 2020 530 €

Für das Jahr 2020 fehlen für das Essen in Salay noch 670 € dazu kommen noch die Weihnachtsfeiern (Essen satt für alle Kinder und deren Eltern,sowie zusätzlich Reis und Sardinen für die Feiertage) für beide Schulen ca 1500 € und für die Schule in Tugdaan ca 300€.

Aber ich denk,wir bekommen das Geld über das Jahr herein.

Bin heilfroh,diesen ersten Schritt jetzt durchgezogen zu haben.Rest kommt wirklich bald. Mit viel Dank und herzlichen Grüßen!!!

PS: nächster Trip auf die Philippinen ist 9.August für die Dauer der Praxisferien.

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Auf mehrfachen Wunsch hab ich zum offenbar interessanten Bericht Bagney März/April 2017 die Bilder wieder eingefügt;besser gesagt an den Schluß des Berichts angehängt. Dazu hier auf der rechten Seite des Berichtes herunterziehen und : „April 2017“ anklicken; und in diesem Bericht: „Weiterlesen“ anklicken! V

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

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Bilder zur Weihnachtsfeier an der Schule in Salay,Mitte Dezember 2018

Die Weihnachtsfeier in Salay wird von Jahr zu Jahr größer! Als wir vor 3 Jahren das Projekt mit der täglichen Zuwendung fürs Essen begannen war alles noch einfach und bescheiden. Die erste Weihnachtsfeier zusammen mit den Eltern der Schüler war nur ein großes Essen satt.

Die ungemein rührige Schulleiterin hat mit dem Chief des zur Schule gehörigen Dorfs ein richtiges kleines Volksfest daraus gemacht. Aber nicht nur das : Durch Vorführungen der Mangyans (der dort ansässige Eingeborenenstamm) mit ihren Instrumenten,Gesängen und Tänzen geben sie diesem kleinen Volk erstmals eine Stimme,erstmals die Gelegenheit,ihre Kultur darzustellen. Die Schulkinder werden selbstbewußt gemacht auf das,was ihr Volk alles zu bieten hat und die alten Bräuche werden wieder ans Tageslicht gebracht. So viel ich weiß,ist dies erstmals eine Darstellung dieser Art und ich bin ganz stolz,daß wir (ihr mit euren Spenden) geholfen haben, dafür überhaupt erst mal die Basis zum Selbstverständnis dieser Eingeborenen geschaffen zu haben.

Man muß wissen,daß die Mangyans für alle anderen Philippinos irgendwie als Menschen zweiter Klasse angesehen werden.Sie sind mittellos,schmutzig und „primitiv“. Den meisten sind sie nur als heruntergekommene Bettler in den größeren Städten bekannt.

Paradox ist,daß die Philippinos keine eigene Kultur besitzen. Sie haben keine landestypische Musik,keine eigene Kunst,und nur einen einzigen Schriftsteller von Rang. Die Sprache ist ein Gemisch aus amerikanisch,spanisch und einem Eingeborenendialekt,ursprünglich aus der Gegend von Manila.

Die einzigen,welche eine wirkliche „philippinische“ Kultur haben sind die Mangyans,welch von ihnen so herablassend behandelt werden! DieMangyans haben eine eigeneSprache (alle 8 Stämme auf Mindoro eine eigene),einzelne Stämme haben eine eigene Schrift (und Gedichte auf Holzgefäßen eingeritzt),alle haben eigene Gesänge und eigene Bräuche!

Und dies wird seit letztem Jahr immer zur Weihnachtsfeier zusammen mit uns wiederentdeckt und damit weitergegeben!

Das Fest beginnt immer erst dann,wenn wir mit dem Motorrad angekommen sind. Seit letztem Jahr werden wir von einer Musik- und Tanzgruppe empfangen (ein wenig amerikanisch,aber in Stammestracht). Die Instrumente haben japanische Entwicklungshelfer gespendet. -Nebenbei: die Japaner hatten im 2.Weltkrieg übel unter der Bevölkerung gewütet,sind aber jetzt überall in den Bergen mit Hilfsprojekten tätig!-

Dann ca 2 Stunden Vorführungen der Kinder. Erstmals haben dieses Jahr auch Eltern alte,vergessene Tänze aufgeführt und „vergessene“ Instrumente mitgebracht und gespielt. Es war einfach nur toll! Den Abschluß bildet die Bescherung: Jede Familie bekam auch hier (wie in Arigoy) 3kg Reis,Fischkonseven und Nudeln,um etwas Besonderes und mehr über die Feiertage auf dem Tisch zu haben. Natürlichhalte ich auch eine kleine Rede und grüße alle von den Spendern in Hütschenhausen und Umgebung …usw..

Irgendwie gehören wir inzwischen zur Schule und den Menschen der näheren Umgebung und das tut schon gut!

…Noch ein wenig Smalltalk mit den Kindern oder Eltern,aber mehr mit den Lehrern,die sich alle unwahrscheinlich viel Mühe geben,schlagen wir uns wieder mit Motorrad,Tricycle Jeepney und Van nach Hause durch. Für den ganzen Trip (Salay liegt ganz im Süden) brauchen wir etwa zwei Tage. Ziemlich kaputt freuen wir uns dann auch wieder auf „unsre“ Hütte,von der wir dann wieder zu neuen Unternehmungen starten;siehe unten…

Bis zur Abrechnung zunächst ,auf Wiedersehen!



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Nachträge; jetzt zu Iloilo -Frauengefängnis und Ulway,dem spastische Kind

Seit einer Woche wieder zu Haus.Die Praxis hat mich ein wenig aufgefressen und jetzt am Wochende zu meiner Familie nach Nußbach und zu meinen Enkeln. Heute Verwaltungskram,zB ärgerliche Arzneimittelregresse von der Kassenärzlichen Vereinigung,die mich noch kurz vor meinem Abflug erreicht hatten… eben ärgerlich und unnötig und andrer Ärger,der das Leben eines Landarztes so unnötig zusätzlich belatet.

So,Kropf geleert.Nochmals zu den letzten Tagen auf Iloilo.

Nach Anlegen der Fähre 5 Stunden Schlaf,dann wie schon besprochen und bebildert unser Besuch des Frauengefängnisses,welche menschlich von den Nonnen des benachbarten Klosters betreut werden. Diese hatten uns vor über einem Jahr auf dieses aufmerksam gemacht. Von den Nonnen wußten wir,daß wir wirklich sehnsüchtig erwartet wurden und es war ergreifend wie immer. Von einigen Jahren bis lebenslänglich sind hier die Gefangenen untergebracht.Unter ,für unsere Verhältnisse, außerordentlich beschwerlichen Umständen. Dieses Mal waren die Türen zu den Zellentrakten geöffnet,weil die Frauen,welche nichts erhalten würden,da sie über Weihnachten Besuch gehabt hatten, auch Anteil an der Feier haben wollten. Dadurch konnte man einen Blick ins „Innere“ erahnen.Auf zwei Bildern hatten wir dies zufällig mit aufgenommen: Man sieht grob zusammengezimmerte,schmale Holzstockbetten und einen schmalen Gang.Von den Nonnen wußten wir,daß die Situation äußerst beengt,da überbelegt,war. Ich will mich nicht weiter auslassen über die Verhältnisse,da mir dazu die eigene Anschauung fehlt.Außerdem wollen wir nächstes Jahr wiederkommen und es den Frauen überhaupt nichts nützt,wenn wir uns negativ äußern und uns ein Zutritt dann verweigert wird. Das Gefängnispersonal war zu uns sehr freundlich und hatte die Feier wirklich gut vorbereitet.Danke! In einer kurzen Ansprache erzählte ich ihnen ein wenig über uns hier und überbrachte auch die guten Zukunftswünsche von euch allen,den Spendern. Die Toilettenartikel waren auch diesmal sehr gut angekommen (eine Insassin,die uns vom letzten Jahr noch kannte,hatte ihre Entlassung selbst verschoben,um in den Genuß eurer Gabe zu kommen…).

Danach besuchten wir den Onkel von Ulway,einen jungen Priester,der vor einem halben Jahr erst die Priesterweihe erhalten hatte.Er brachte uns nach einer 1 1/2 stündigen Autofahrt zu der Großfamilie,in der Ulway wohnt. Wir waren vergangenes Jahr auf den Jungen aufmerksam geworden (siehe den Artikel Weihnacht2017),weil ,bis auf die Finger, total spastisch gelähmt ist und völlig unbeweglich war.Wir hatten ihm dann mit eurer Hilfe einen Rollstuhl verschaffft,der sich inzwischen über die Maße bewährt hat. Letztes Jahr stellte sich heraus,daß es auf der ganzen Insel keine Möglichkeit der Krankengymnastik gab und die Familie selbst ihn auch damit unterstützen konnte.Es war abzusehen,wann er auch die Finger nicht mehr bewegen konnte. So kam ich auf die Idee mit dem Keyboard. Eine Tante ist Lehrerin und gibt Klavierunterricht und erklärte sich berei,ihm regelmäßig Stunden zu geben. Die Fahrtkosten hierfür haben wir auch übernommen und für ein halbes Jahr im voraus bezahlt. Ulway ist übrigens geistig klar,kann aber nur verwaschen sprechen. Jedenfalls hat er sich wahnsinnig gefreut und die Tonleiter gespielt. Die bisherige Rückmeldung ist: er übt jeden Tag.Werde weiter berichten.

Am selben Nachmittag sind wir dann noch ein paar Stunden in den Norden gefahren und haben dort unsre ersten 3 Tage echten Urlaub genossen (Bilder sind im Netzt).Von dort gings dann wieder per Fähre nach Mindoro und „nach Haus“ …wieder eine Nacht und ein Tag und wieder hats geschüttet…

So,jetzt fehlen nur noch die Bilder und ein Bericht von der Schule in Salay.Dort waren wir eigentlich zu aller erst.Und es fehlt die Abrechnung. Beides,versprochen,bald!

Guts Nächtle!

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