Spenden

Auf mehrmalige Nachfrage:

Wenn ihr mir Geld mitgeben wollen,könnt ihr es in der Praxis abgeben oder auf folgendes Spendenkonto überweisen:

DE91 5405 0220 0105 4007 25                                                                                                             BIC: MALADE51KLK

Da ich das alles als Privatperson durchführe,kann ich leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen, werd wohl aber dazu einen Verein gründen. Wer würde mitmachen?

Gruß,Peter

PS: mein nächster Trip in die Berge dort wird Anfang Juli stattfinden.

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März/April 2017 Mindoro…. Begnay

Zur Info vorab: falls ihr ein Bild vergrößern wollt: bitte doppelt anklicken!!!

Damit endlich mal Neuigkeiten rüberkommen,hab ich jetzt die erste richtig gute Internetverbindung genutzt um möglichst viel Bilder zuerst in den Blog zu stellen.

Mein dreiwöchiger Aufenthalt in Mindoro ist diesmal eine Kombination aus Urlaub und einer außergewöhnlichen Tour in ein völlig entlegenes Eingeborenendorf.                              Kitty,die Lehrerin und Verwaltungschefin eines Mangyan (Eingeborene auf Mindoro) internats und Betreuerin der Eingeborenen auf ganz Mindoro (siehe letzten Bericht),hatte mich gebeten,mit  ihr  dieses Dorf zu besuchen,Essen für die Bewohner zu organisieren und nachzuschaun,was sonst noch fehlt.                                                                                          Im Rahmen ihrer Aufgaben hatte sie schon alle ,auch die entlegensten,höchsten Gebirgsdörfer besucht,die meist nur zu Fuß erreichbar sind,auch bei langem Anmarsch,mit Übernachtung im Dschungel.Dieses Dorf fehlte noch in ihrer Sammlung.                              Nach dieser Tour hat sie sich geschworen, nie wieder diesen An- und Abmarsch zu wiederholen,so hart wars…. ihr werdet sehen!

Zum Anfang meines Aufenthalts hatte ich mir etwas Erholung nach der Praxis verornet:  Kitty hatte mich am Flughafen abgeholt und wir sind noch am späten Nachmittag mit Taxi,Bus,Fähre und Tricycle nach etwa 7 Stunden in der Nacht an einem meiner Traumorte angekommen.  Es ist ein völlig vergessener,schwer zu erreichbarer Ort,eine Hütte nahe Abra de Ilog,an der Nordspitze Mindoros.                                                              Die Hütte selbst ist total einfach: ein Raum mit großem,zusammengenageltem Bett mit Moskitonetz,einfache Holzablagen an der Wand;großer Balkon; kein Wasser,keine Toilette  -beides 50 m entfernt- Licht gelegentlich,aber alles einen Steinwurf vom Meer entfernt.Ein Traum.20170326_082637

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

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Kittys Hütte nach Ankunft in Tugdaan,dem Eingeboreneninternat in den Bergen

Kittys Hütte nach Ankunft in Tugdaan,dem Eingeboreneninternat in den Bergen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kittys Hütte bei Tag

Kittys Hütte bei Tag

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann die Vorbereiungen zum Aufstieg nach Begnay. Die Schüler packten Reis und Sardinenbüchsen für jede Familie dort ab (26 Familien).                                                                                                Die Mangyans aus dem Dorf waren am übernächsten Morgenzu uns abgestiegen;eine ganze Meute zum Hochtragen des Essens.Kitty hatte wohlweislich zwei Mann für uns abgestellt,die nur für unsre persönliche Sicherheit zuständig waren… ein weiser Entschluß,wie sich rausstellen sollte!

Kurz zur Tour: 800 Höhenmeter,meist reine Felsenkletterei. Links die Felswand rechts gings meist fast senkrecht abwärts zum Fluß.Abgemildert wurde der Blick dadurch,daß dieser Steilabbruch fast immer etwas dschungelig bewachsen war und man nicht direkt in den Abgrund sah. Schmale Passagen in einer Wand waren wirklich nur fußbreit(ein junger Priester,der sich hochgetraut hatte ,gestand Kitty,er hätte an einer Stelle geheult…).Das Ganze ist eigentlich nicht zu beschreiben,zudem es beim Aufstieg heiß war,der Dschungel gedampft hat und wir nach wenigen Metern schon im eigenen Sc20170330_194307hweiß baden konnten.

20170331_110455-1so gings los,harmlos

ein wenig Betelnuß zum Aufputschen

ein wenig Betelnuß zum Aufputschen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...nach einer halben Stunde schweußtreibenden Aufstiegs sieht man die 25 Jahre Unterschied noch deutlicher...

…nach einer halben Stunde schweußtreibenden Aufstiegs sieht man die 25 Jahre Unterschied noch deutlicher…

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...mal keine Felsen,dann rutschige Erde

…mal keine Felsen,dann rutschige Erde

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der Fluß darunte (nur Bambus und Lianen

der Fluß darunte (nur Bambus und Lianen) sieht so nah aus…

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das Entsetzen war nicht gespielt Gottseidank hat sie mich nie fotografiert... *s*

das Entsetzen war nicht gespielt
Gottseidank hat sie mich nie fotografiert… *s*

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diese Leiter ist in die Luft gebaut,über dem Abgrund... nur mit Lianen uns Bambus

diese Leiter ist in die Luft gebaut,über dem Abgrund… nur mit Lianen uns Bambus

 

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erster Blick aufs abendliche Dorf

erster Blick aufs abendliche Dorf

wir waren nur noch fertig,triefend durchnäßt, ...siehe die Hose über den Füßen... alles egal,hauptsache angekommen... nach 7 Stunden

wir waren nur noch fertig,triefend durchnäßt, …siehe die Hose über den Füßen… alles egal,Hauptsache angekommen… nach 7 Stunden

 

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wir hatten die Dorfhütte bezogen.Eine Zwischendecke war eingezogen; immer hatten wir das Gefühl,durchzukrachen,als wir unser Moskitozelt dort im tiefgebücktem (ich!) Zustand aufbauten…und ich hatte natürlich kein Auge zugmacht…

drchgenäßte Unterhose

drchgenäßte Unterhose…und imme Zuschauer… hochinteressiert…

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diese Leiter ist in die Luft gebaut,über dem Abgrund… nur mit Lianen uns Bambus

 

 

 

 

 

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…. die ganzen Strapazen wurden dann am nächsten Tag belohnt:

Diese herrliche Aussicht beim Aufstehen.

Diese,zunächst zurückhaltende,dann offene Freude dieser Menschen über unser Kommen. Kitty war bekannt,da sie sich immer vom Tal aus um sie gekümmert hatte.Mit Reis in schlechten Zeiten und vor allem sorgte Sie  für den Absatz der Flechtarbeiten (s. später). Aber,daß ein Weißer hochkam,um sich um ihre Sorgen zu kümmern und dazu noch ein Arzt,das hatten sie noch nicht erlebt.                                                                                                  Ich hatte ursprünglich nicht die Absicht,hier in ärztlicher Mission aufzutreten,zu der ich ja offiziell gar nicht authorisiert war. Hatte aber Stethoskop,Blutdruckgerät und Ohrspiegel dabei;außerdem ein paar Medikamente. Eigentlich nur für den Fall,falls ein Akutfall grad aufgetreten war und ich als Arzt völlig blöd dastehe,falls ich nichts dabei hab.                        Die Mangyans sahen das allerdings anders und setzten einfach eine Sprechstunde an,in der ich dann ca 40 Patienten durchuntersuchte und behandelte.Fehlende Medikamente besorgten wir dann später im Tal und gaben sie den Mangyans mit,zum „Lehrer“ welcher dann nach meinen Maßgaben verteilte.

Kitty hatte mit dem Dorfcaptain einige Verwaltungsprbleme zu besprechen (die gibts also auch am entferntesten A… der Welt) und ein Dorfpalaver wurde angesetzt,um zu auszudiskutieren wie ich eure Spenden am besten anbringen konnte. Ich hatte noch die Idee,den,doch etwas einseitigen, Speiseplan aufzufrischen und ihnen ein Schwein anzubieten….. Ob ihrs glaubt oder nicht, nachmittags gingen die zwei stärksten Männer runter  -in ca zwei Sunden -,kauften im Tal ein Schwein ein  und brachten es lebendig bei Dunkelheit  im Sack (ca 35kg schwer) in drei Stunden ins Dorf; unglaublich. Kittys Kommentar: die haben Magnete an ihren Fußsohlen… den ganzen Steig laufen,klettern sie barfuß!

Das Dorf selbst liegt in ca 1000 m Höhe am Ende eines Talschlusses in traumhafter Umgebung mit Blick in die ferne Ebene. Der Blick ist allerdings allzuoft durch Regen  Unwetterwolken verstellt. Häufig regnet es,trotzdem gehen die Mangyangs den gefährlichen Weg und Unglücke sind bei ihnen äußerst selten!                                                Die Hütten sind noch nach uralter Mangyanart erstellt und haben einen seltsamen Charme (für uns…).Es gibt keine Elektrizität und nur eine Wasserstelle außerhalb des Dorfs.Dort wird Wäsche gewaschen,die Menschen waschen sich selbst und alles Wasser muß ins Dorf geschleppt werden.                                                                                                   Eine offizielle Schule und einen Lehrer gibts nicht. Das Dorf hat eine Hütte als Schule hergerichtet und ein „Hilfslehrer“ unterrichtet jeden Tag ,an dem es nicht regnet,weil das Dach undicht ist… und es regnet,wie gesagt,oft.                                                                            Gegessen wird das Gemüse aus dem Dschungel und Reis wird teuer dazugekauft durch Verkauf von Flechtwaren Körbe,wunderschöne Truhen und tolle Hängematten. Diese werden von einem Zwischenhändler spottbillig aufgekauft ( für eine größere Hängematte bekommen sie umgerechnet knappe 3 Euro); außerdem stellen sie noch Holzkohle her. Ein paar magere Hühner laufen auch rum und ein trächtiges Dorfschwein existiert auch noch.

morgens nach dem Aufstehen...

morgens nach dem Aufstehen…

Kitty auf dem Hausklo

Kitty auf dem Hausklo

das Dorf von unsrer Hütte aus

das Dorf von unsrer Hütte aus

Abstieg von der Schlafebene auf die "Wohnebene"

Abstieg von der Schlafebene auf die „Wohnebene“

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"Schulhaus"

„Schulhaus“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben beide wohl gestunken wie die Bieber nach dem Aufstieg. Auf die Dusche nach Mangyanart an der Waschstelle haben wir uns seeehr gefreut. Allerdings wird hier in Klamotten der ganze Körper gewaschen. Und sehr interessierte Zuschauer  sind immer dabei. Das restlich Dorf beobachtete uns vom ca 50 m entfernten Dorfhügel aus! Der Authentizät geschuldet stell ich auch die sehr unvorteilhaften Bilder von mir ins Netz *smile*

Waschplatz im Gelände

Waschplatz im Gelände

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Frühstück mit den Fingern,wie hier so üblich

Frühstück mit den Fingern,wie hier so üblich

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...überall auf der Welt beliebt....

…überall auf der Welt beliebt….

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Ambulanz….

"Patientenaufnahme"

„Patientenaufnahme“

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Gang durchs Dorf

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Dorfbewohnerin beim Spleißem von Rattan zum Flechten. In traditioneller Bekleidung

Dorfbewohnerin beim Spleißem von Rattan zum Flechten.
In traditioneller Bekleidung

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normaler Hauseingang

normaler Hauseingang

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unser Abenessen wird bei uns zubereitet

unser Abenessen wird bei uns zubereitet

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und die Kinder essen mit

und die Kinder essen mit

das Schwein wird noch am Abend gebracht,darf aber noch nicht geschlachtet werden. Erst am nächsten Morgen,nach Mangyanritus

das Schwein wird noch am Abend gebracht,darf aber noch nicht geschlachtet werden. Erst am nächsten Morgen,nach Mangyanritus

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Im hintergrund der Dorfcaptain. Wir beide mußten die Hände aufs Beil legen und er sprach nach Mangyanritus ein Gebet und beste Wünsche für uns. Dann wurde erst geschlachtet

Im hintergrund der Dorfcaptain.
Wir beide mußten die Hände aufs Beil legen und er sprach nach Mangyanritus ein Gebet und beste Wünsche für uns.
Dann wurde erst geschlachtet

In der Zwischenzeit verteilten wir einen Teil des mitgebrachte Reises mit Sardinen an die einzelnen Familien

In der Zwischenzeit verteilten wir einen Teil des mitgebrachte Reises mit Sardinen an die einzelnen Familien

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Kitty in typischer Vortragspose

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Kitty in typischer Vortragspose

Kitty in typischer Vortragspose

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Natürlich hab ich durch Kitty erklären lassen,daß dies alles und auch die späteren Zusagen nicht nur von meinem Geld,sondern auch dem meiner Patienten ermöglicht wurde!!!

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das Schwein ist zelegt,das Fleisch an alle Familien verteilt und der Rest wird gemeinsam gekocht und an alle in unsrer Hütte verteilt...

das Schwein ist zelegt,das Fleisch an alle Familien verteilt und der Rest wird gemeinsam gekocht und an alle in unsrer Hütte verteilt…

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und gleichzeitig das Dorfpalaver darüber ,was am Norwendigsten ist.

und gleichzeitig das Dorfpalaver darüber ,was am Norwendigsten ist.

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wir kamen überein,daß das Schulhaus ein Blechdach bekommt.Sieht zwar nicht so toll aus,aber den Mangyans ist es wichtig,daß es total dicht ist und jeden Tag Unterricht stattfindet.

Und daß eine Wasseleitung zum Dorfmittelpunkt gelegt wird,mit einigen Verteilern und auch eine zementierte Waschstelle gebaut wird.

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Abschiedsbild und Beginn unsres Abstiegs.  Um allen Spekulationen vorzubeugen: Dies sind nicht meine ,heimlich in den Philippinen gezeugten,Kinder!                                          Ich sah diesen Platz beim Einstieg in den Abstieg,zeigte einem Mangyan,wie meinFotoapparat zu bedienen ist und der schoß zwei tolle Bilder!

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Um es vorwegzunehmen: Es war das Kriminellste,was ich in meiner -nicht unerheblichen- Bergsteigerlaufbahn mitgemacht hatte!

Ursache: nach der ersten Stunde des Abstiegs begann es zu regnen,zum Teil mit Sturm. Alles war auf einmal glitschik: Felsen,Pflanzen,der Lehm dazwischen,die Bambussteige und „Brücken“. Ohne unsre Helfer,manchmal hielten sie uns vorn einer einer hinten an der Hand,rutschten uns am Hosenboden die senkrechten Stellen runter; unheimlich kompetent,stark und selbstlos. Ich hätte gern mehr fotografiert,aber ich hab den Foto gar nicht mehr aus der Hosentasche rausbekommen,so verklebt klatschnaß war ich! Daß mir mein Hut auf einer Brücke weggeweht wurde…nur so nebenbei. Schlimm dagegen waren die Blutegel. Während ich beim Aufstieg etwa 10 Blutegel irgendwie in der Hose zerquetschte und Kitty etwa 20,gings beim Abstieg in die unzählbaren; trotzdem unsre Helfer bei jedem noch so kurzem Stopp sofort alle neuen von den Socken und Füßen abklaubten oder zerquetschten!

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endlich fast unten... nur noch eine Stunde... eine Lusttour *s*

endlich fast unten… nur noch eine Stunde… eine Lusttour *s*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach fast sechsstündigem Abstieg wieder zu Haus.

Ein irres Erlebnis in jeder Beziehung.

Kittys Abschlußkommentar: „Nie wieder“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen;oder doch???                                                                 Als ich das schöne Bild vom Hügel meinem alten Fliegerfreund Christoph  geschickt hatte,war sein einziger Kommentar :   „schöner Starthügel“!          Und da hat er ja eigentlich recht: Und unser Paraglidingequipment würden die Mangyans gegen gutes Entgelt gern hochtragen… und runter könnten wir ja fliegen… ich darf gar nicht dran denken……….

Sag niemals nie! Bis dann eventuell!

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2016 2. Weihnachtsfeiertag

…den es hier als freien Arbeitstag nicht gibt…

18.35 Uhr Ortszeit:  Heute Nacht ist ein veritabler Taifun hier durchgezogen; an Schlaf war so gut wie nicht zu denken.Überall hats gekracht,umherfliegende Kleinteile sind gegen die Hüttenwand geknallt.Da Kittys Hütte beim Übergang zum Dach offen ist,hats ganz schön reingezogen und mitten in der Nacht hat der Wind schließlich auch den Weihnachtsbaum getillt!Da der Lärm rundum völlig undefinierbar war ,haben wir das dann auch erst heut Morgen festgestellt… „aha,das wars also….“                                                                                       Deshalb hock ich jetzt bei Kerzenlicht da und schreibe,denn die Nacht fällt hier Woche wirds dauern“…Deshalb hock ich jetzt auch bei Kerzenlicht hier,da die Nacht in schöner Regelmäßigkeit gegen 17.30 Uhr hereinbricht.                                                                                        Als wir von dem Sturm erfuhren haben wir natürlich alle Smartphons,meinen Laptop und die Powerbanks aufgeladen.Internet geht,dank Kittys mobilem Router. Bis morgen Mittag müßte der Energievorrat reichen.Bis dahin hoffe ich aber,in Richtung eines völlig abgeschiedenen Resorts unterwegs zu sein. Falls aber der Weg durch die Wassermassen aus dem Gebirge abgeschnitten ist,heißt es,noch einen Tag zu warten und die mediale Steinzeit fängt an: vollständige Kontaktsperre…auch gut!!“!

 

FORTSETZUNG ZUM FOLGENDEN ARTIKEL: TÄTIGKEITEN VERGANGENE WOCHE

Weihnachtsfeier an der Bergschule in Arigoy

Schon im Vorfeld hatte Kitty mit der Schulleitung ausgemacht,daß wir von eurem Geld  eine Schulfeier mit richtigem Essen und Trinken veranstalten wollten und daß endlich auch mal die Eltern dazu eingeladen wurden!                                                                                 Normalerweise müssen zur Weihnachtsfeier die Kinder ihr Essen mitbringen oder dafür bezahlen (was kein Mangyan kann und deshalb die Kinder ohne alles dastehen;sie müssen aber  erscheinen,da normaler Schultag ist!).  Geschenke gibts sowieso keine!                   Dieses Mal war es ganz anders ,dank euren Spenden: Haribopäckchen für jedes Kind hatte ich aus Deutschland mitgebracht,blinkende Weihnachtsserne und einen kleinen Schokoladeweihnachtsmann für jeden der 4 Lehrer (die leisten wirklich Außerordentliches in diesem gottverlassenen Nest! Und wie diese die Weihnachsparty gestaltet haben: absolute Hochachtung!), die Wunderkerzen hatte mir der Zoll aus dem Koffer geholt (s.u.)……… und richtiges Essen: rote Würstchen mit einem Marshmallow an der Spitze (brrrr.. aber hier der Renner-siehe Bild),richtiger Bauchspeck in Sauce,Reis im Überfluß (!)  und Spagetti, das höchste der Gefühle,da sehr teuer! Dazu veranstalteten die Lehrer  Spiele wie: Apfelbeißen, Geschenktütchen an einem Mehrfachgalgen abreißen  (das ich natürlich total versaute,da die Kinder – ungefähr 20- alles beim ersten mal runterrissen und sich drum balgten,nur weil ich den Galgen zu weit runtergelassen hatte) und und und …siehe Bilder. Es war einfach zum Heulen schön; und ich hatte immer wieder einen Klos im Hals . Insbesonders  wenn immer wieder eine Mangyanmutter zu mir kam,mit übervollem Teller und mir  mit strahlenden Augen sagte: „thank you for the food“ oder eben in ihrem Dialekt… mannomann…                                                                                              Unschwer könnt ihr auch erkennen,daß ich mich der Festbekleidung unterworfen hatte. Also für diese tolle Veranstaltung hab ich mich gern zum Affen machen lassen!20161221_105922 20161221_105859 20161221_105414 20161221_105313

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teresita,eine Mangyanlehrerin,welche uns begleitet hatte ,und Kitty

Teresita,eine Mangyanlehrerin,welche uns begleitet hatte ,und Kitty

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Kitty mit ihren Schützlingen

Kitty mit ihren Schützlingen

Schulleiterin verteilt Haribopäckchen

Schulleiterin verteilt Haribopäckchen

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2016 Rückblick Woche vom 18.12. bis 23.12.

Angefangen hat es mal wieder wie üblich um diese Jahreszeit mit einer Überschwemmung.img_3939img_3936

Bei der Anreise zu meinem vorläufigen Aufenthaltsort,dem Mangyaninternat Tugdaan,am Ausläufer des Zentralgebirges ,hatte es mich erwischt: die einzige Zufahrtsstraße war überschwemmt und der normalerweise kleine Bach,war zum breiten Strom geworden,der zur Mitte hin ganz schön Zug hatte. Aber hier gehört das zum Alltag: vor dem Fluß wird ausgeladen und ausbezahlt…am andern Ufer wartet schon das andere Tricycle und fährt einen weiter.Naß wird man dabei immer,meistens von oben und unten…

 

 

 

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Schon im vergangenen November hatte ich mit eurem Geld dafür gesorgt,daß an Mangyanschulen in den Bergen bis zunächst Ende 2017 eine zweite Mahlzeit rausgegeben wurden (siehe einen der letzten Artikel).Diese Schulen hatten Kitty und mich eingeladen,an ihren Weihnachtsfeiern teilzunehmen. Nur eine konnten wir annehmen,die in Arigoy. Arigoy ist ein gottverlassenes Nest tief im Gebirge,schwer zugänglich,ohne Telefonempfang, Fernseher oder gar Internet..liegt dafür irre schön!                                                                                                                                                  Die neugebaute Straße war schon wieder aufgeweicht und immer wieder mußten wir durch den Matsch quälen und nach fast einstündigem Motorradfahren,ging dann auch mit dem Rücken fast nichts mehr… aber es hat sich gelohnt!img_3985 img_3986 img_3987

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2016 1.Weihnachtsfeiertag

Ein Taifun klopft an die Hütte!                                                                                                     Heute Nacht gegen 2 Uhr soll er voll zuschlagen. Ein Mangyandorf wurde schon vorsichtshalber evakuiert und die Menschen in einem festen Gebäude hier auf dem Gelände untergebracht. Kitty hat mal wieder das Essen für sie organisiert…                      Alle Handys und Laptops weden aufgeladen,weil keiner weiß,ob das Stromnetz hält und auch ich setz mich schnell noch an den Blog,um wenigstens noch ein Bilder hochzuladen. Eigentlich wollt ich ja morgen weg,aber beide rausführenden Straßen werden sicher hoch überschwemmtsein und bei erwarteten Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h in Böen dürfte es ziemlich ungemütlich werden. Wollt ich aber schon immer mal von Beginn an erleben…

Nochmals: geruhsame Feiertage!img_4072

Bei uns wars richtig schön stimmungsvoll. Nach dem Essen Bescherung und angenehme Stimmung;so schön,wie seit vielen Jahren nichtmehr.                                                                   Aber von vorn: WEihnachtsbaum geschlagen… es wurde ein Calamansibaum (Zitrusfrucht), geschmückt; die echten Kerzen haben wir dann doch nicht 20161223_15230620161223_15192120161223_152120drangemacht,um die Bude nicht abzufackeln.

ABendessen gekocht:Kartoffelbrei!!!,Spagetti mit Sauce (gehört zu jedem Festessen dazu,da wesentlich teurer als Reis,ist hier das höchsteder Essensgefühle) ,gekochte Schweishaxe mit toller Sauce und mein Obstsalat. Das gemeinsame Kochen war einfach prima;Bescherung und gemütliches Gequatsche…halt eine typisch deutsche Weihnacht *s*.20161223_180505 20161223_181454 20161223_184646 20161223_184720 20161223_185904

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…und der Weihnachtsbaum war auch gelungen,gell?

Meine Gastgeber und ich

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Heiligabend 2016

Eigentlich sollte ich es kennen,das Gefühl,Heiligabend im Ausland zu verbringen.Normalerweise fahr ich um diese Zeit *Rolling Clinic* bei den German Doctors und sitz während der paar freien Tage in einem Resort am Meer rum oder auf einer Insel,mehr oder weniger allein (na ja…) und laß es mir gut gehen.                                               Diesmal hab ich nur 2 Wochen Ferien und bin eingeladen,bis morgen in Kitty’s wunderschönem kleinen,gemütlichen Bambushaus auf dem Gelände des Eingeboreneninternats Tugdaan,in den Bergen,die Zeit zu verbringen (Kitty: siehe letzten Bericht!),am Hang gelegen,praktisch mitten im Urwald.

Wieder bin ich von euch mit genügend Geld ausgestattet worden,um über Weihnachten den Mangyans ein wenig zusätzliches Essen und manchmal auch ihren Kindern ein paar Süßigkeiten zukommen zu lassen!                                                                                                     Da ich hier mitten drin,in ihrem Gebiet wohne,ergibt sich hierfür die Gelegenheit fast täglich. Außerdem ist Kitty hier sowas wie die Mutter Theresa der Mangyans ,weit und breit. Seit 18 Jahren arbeitet sie mit ihnen und für sie,kümmert sich vor allem ums Essen,sieht aber auch nach Ausbildung usw. Wenn sie ein Anliegen haben,tauchen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit hier an der Hütte auf,weil sie wissen,es wird ihnen geholfen; und entsprechend ist sie natürliech geliebt von allen.                                                                  So auch heute Morgen: gegen 6 Uhr war da ein lautes Gegrummel um die Hütte und ich krieg mit,wie Kitty aufsteht und verhandelt. Später erfahr ich,daß die Abordnung eines Mangyandorfes hoch aus dem Gebirge gekommen war,um Reis abzuholen und getrocknete Sardinen;Essen für 3 Tage über Weihnachten, für etwa 350 Menschen.        Das Gebirge ist hier über 2500m hoch,bis über die Gipfel mit Dschungel bewachsen,meist in den Wolken,oft sehr kalt. Das Mangyandorf (und 3 weitere) liegt nach Kittys Angaben auf einer Höhe von etwa 2300m! Sie war als eine der ganz Wenigen schon dort hochgewandert,mit den Eingeborenen. Nur mit deren Erlaubnis ist dies möglich… und seehr anstrengend. 2 Tage dauert die Tour dort hoch,mit Übernachtung im Dschungel; ihr Komentar über die Landschaft: „Gottes Erschaffung der Welt ist wirklich wundervoll,hier ist sie noch in Vollendung“,es muß einfach traumhaft sein:Dichter Dschungel,immer wieder wilde Wasserfälle,Flüsse, kuriose Steinformationen und eine Fülle von Tieren,vor allem Affen.                                                                                                                                               17 Stunden waren die Mangyans hierher unterwegs;wir trafen sie hier unten im Dorf.Man könnte neidisch werden,welche scheue Zuwendung sie Kitty entgegenbrachten!                    Das zusätzliche Essen war also das Weihnachtsgeschenk der Verwaltung an den Stamm. Mit eurem Geld hab ich dann noch für eine Überraschung für die Kinder gesorgt : 2 Plasiksäcke voll kleinverpackter Süßigkeiten für die Kinder und für die Erwachsenen etliche Stangen Tabak. Beides für die Menschen dort oben völlig unerschwinglicher Luxus.Ihr könnt euch kaum vorstellen,was für eine Freude ihr allen dort oben gemacht habt,mit eurem Geld!                                                                                                                           Ich bin natürlich auch ganz verrückt darauf,mal dort hochzukommen. Kitty hat mich als ihren Freund vorgestellt und die Weihnachtsüberraschung hat noch das Übrige dazugetan,sodaß ich eine spontane Zusage von ihnen bekommen hab!Unfaßbar! Danke auch von mir an euch *s*!

Ich hatte Kitty vorgeschlagen,mal „deutsche Weihnacht“ zu feiern.; mit Tannenbaum,Süßigkeiten dran,Christbaumkugeln und Lametta. Alles hatte ich mitgebracht,auch Kerzenhalter und echte,rote Kerzen; dazu noch Weihnachtsgebäck von meinen Patienten und von Inge,meiner „Supergebäckpraxisassistentin“….

Übrigens war mein Koffer,vom deutschen Zoll geöffnet (und nicht mehr verschlossen!) worden… mit deutscher Gründlichkeit wurde ein Öffnungsprotokoll reingelegt und mir mitgeteilt,daß 5 Päckchen Wunderkerzen (!!!!!) beschlagnahmt wurden… die haben sie doch nicht mehr alle,tut mir leid;übrigens hatten sie noch ein Päckchen übersehen *g*; oder einer der Beamten hatte ein Einsehen bezüglich solch eines Schwachsinns. Wahrscheinlich aber hatten sie den Koffer geöffnet,weil ich jede Menge Tampons für verschiedene Krankenschwestern dabeihatte (gibt es hier nirgendwo zu kaufen!),die wohl aussehen wie gepreßtes Rauschgift… das wär ja in Ordnung und seh ich ein!                          So gern hätt ich den Kindern  der Mangyanschule tief in den Bergen,zur Weihnachtsfeier jedem eine Wunderkerze in die Hand gedrückt…  aber zu dieser Feier später….!

Also: gestern hatten wir, Kitty,ihre 15jährige Tochter Tintin und ich ,mit der Machete den einzigen weihnachtsbaumähnlichen Grünbestand mit der Machete abgehauen – übrigens einen Calamansibaum (sehr kleine Zitrusfrucht)- ,im Wohnzimmer aufgestellt und geschmückt. Sieht richtig geil aus!!! Auf die Kerzen haben wir allerdings verzichtet,weil die Äste sich nicht für die Kerzenhalter eignen und man Angst haben muß,daß die ganze Bude abfackelt.                                                                                                                                                   Im Augenblick schmückt Tintin also mit einer elektrischen Kerzengirlande,welche ich auch mitgebracht hab.                                                                                                                            Nachdem Kitty noch eine Stunde im Büro gearbeitet hat fangen wir mit dem Abendessen an: Pfannikartoffelbrei (liiibe ich und gelingt immer-kann mich doch nicht blamieren-),dazu Spagetti, Patatin ( gekochte Schweishaxe , Kommentar Kitty: „wenn du das ißt,vergißt du den Namen deiner Mutter“… mal sehen,bin ja höflich *s*) und Gurkensalat.; danach meinen weitberühmten Obstsalat!

So,jetzt muß ich hier  weitermachen; noch ein paar Geschenke verpacken und dann mitkochen;ihr versteht das sicher.Bilder kommen,wie immer später,bestimmt. Morgen gehts weiter,hoffentlich.

Wünsch euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest.Mir gehts sehr gut!

 

 

 

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November 2016 Spendengelder an die Bergschulen der Mangyans auf Mindoro

 

Bevor ich auf die Spenden und deren Verwendung im letzten November eingehe will ich noch von einem Projekt berichten,in dem ich vergangenen Januar euer Geld angelegt hatte. Bei jedem Einsatz für die German Doctors kontrolliere ich an meinen freien Tagen einzelne unterstützte Projekte. Von andern laß ich mir von den Krankenschwestern berichten,welche regelmäßig an den Plätzen vorbeikommen.

Das im Folgenden unterstützte Projekt interessierte mich besonders,da ich übers ganze Jahr keine Rückmeldung hatte. Unser Ambulanztag dort fand am 6.Januar 2016 statt und ihr könnt dort im vorigen Blog nachlesen.

Das Dorf heißt MANSARING. Es liegt  malerisch auf einem ewig windigen Hochplateau in traumhafter Umgebung,wieder ein wenig am Ende der philippinischen Welt.Der Fahrweg hört auf und stürzt in mehreren steilen Pfaden zum Fluß hinab,der den Bergrücken eng gefangen hält. Am Anblick der Umgebung könnte man sich besaufen! Und ich hab mir fest vorgenommen-wenn irgend möglich- mal ein paar Tage mit Zelt,Gleitschirm und ein paar Freunden hier zu verbringen.Ein Traum.

Aber wie fast jedes Paradies hat auch dieses ein paar faule Stellen: Erstens gibt es keine Quelle dort oben.Dh jeder Tropfen Wasser muß vom Fluß hochgeschleppt werden; aber mit ein paar Kästen Bier bei der Anfahrt mit dem Motorrad läßt sich dieser Schwachpunkt (jedenfalls für uns) leicht überbrücken. Natürlich ist es für die Bewohner ungemein mühselig.In meinem Hinterkopf ist der Bau einer Pumpe irgendwann in der Zkunft.Mal sehen.                                                                                                                                                         Zweitens aber  ist diese exponierte Lage auch daran schuld,daß bei jedem stärkeren Sturm das Dorf erheblich mitgenommen wird. So geschehen beim Taifun Ende 2016 .Man muß wissen,daß jährlich im Schnitt 20 Taifune über die philippinischen Inseln gehen.Nur über die flächenmäßig großen wird in unsrer Presse berichtet.Die kleinen,oft relativ lokalen Taifune,welche oft über verheerende Wirkung verfügen, werden ,selbst auf den Philippinen, kaum wargenommen. Solch ein kleiner war Ende Dezember 2015 über Mindoro,genau über mein Einsatzgebiet gezogen; eben auch über MANSARING.

Auf Grund der ausgedehnten Schäden in der Umgebung (siehe meine Berichte vom Januar),war in dem kleinen Dorf erfahrungsgemäß noch lange keine staatliche Hilfe in Sicht. Noch vor der Ambulanz nahmen mein Staff und ich mit dem Dorfvorsteher zusammen eine Bestandsaufnahme vor,ermittelten den Bedarf und vor unsrer Abfahrt war der Grasflechter für die Dächer schon da,anbezahlt und versprach,innerhalb einer Woche für alle Dächer zu liefern. Holz war meistens aus der Umgebung vorhanden aber die teuren ,sonstigen Materalien,wie verschiedene Nägel,welch teuer sind, besorgte mein Fahrer… das alles ging ruckzuck.Ehrlich gesagt,es hat auch Spaß gemacht! Nur wollt ich jetzt wissen,ob auch alles fertiggestellt war und das Geld richtig verwendet wurde : Es wurde!

Ich allein hätte das Nest sicher nicht gefunden,geschweige die „Anreise“ organisieren können. Aber dank Catherine hat wieder alles prima geklappt.Über die finale Motorradanfahrt will ich aber lieber nicht berichten…

Im Folgenden versuch ich ein paar Bilder dranzuheften. Zuerst die Bilder meiner Anfahrt dorthin und die der Zerstörung in dem Dorf. Danach die Bilder nach der Restaurierung. Zum Schluß ein paar von der Umgebung.

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auf der Hinfahrt

auf der Hinfahrt

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die ganze Stimmung im Dorf war runter…sogar der Köter war nicht gut drauf..

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von einer andren Ansicht

von einer andren Ansicht

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Die reparierten Hütten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und jetzt noch ein paar Bilder von der Umgebung

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November 2016 Spendengelder an die Bergschulen der Mangyans auf Mindoro

Die Anfahrt nach Arigay gestaltet sich langwierig: Jeepney,Van und Motorrad

Die Anfahrt nach Arigay gestaltet sich langwierig: Jeepney,Van und Motorrad

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ARIKOY

GPS:  N 13° 19.804       E 120°

Dieses Mangyandorf  besuchten wir als Ambulanzplatz der German Doctors nach vielen Jahren wieder erstmals am 20.Januar 2016 mit mir.Der Bedarf war groß und die Anfahrt damals schon äußerst beschwerlich ( siehe meinen Bericht im letzten Blog).

Tief  zwischen hohen Bergen,an einem breiten Fluß liegt dieses kleine Nest.In den Bergen rundum gibt es viele kleine Mangyansiedlungen.Es gibt seit über einem Jahr eine neue Dorfschule,schön, aber viel zu tief gelegen,was dazu führte,daß sie beim Taifun im Dezember 2015 über einen Meter hoch unter Wasser stand.                                                       Auch wurden Mangyans aus den Bergen in kleine,feste Steinhäuser ,nahe der Schule, untergebracht. Auch dies eine Fehlkonstruktion: zu tief und zu nah am Fluß. Die Häuser sind dunkel,licht- und luftundurchlässig, die Menschen dort nicht sehr glücklich;wie uns die Schulleiterin auf Nachfrage mitteilte.

Ihr seht es auf den Bildern selbst…

 

Jetzt zur Abrechnung:   135 Schüler,4 Lehrer

Ein Sack Reis enthält 50kg

Für dieses Jahr: 5 Monate Reis und Gemüse    :  10 000 Pesos = 200 €                entspricht dem zusätzlichen monatlichen Reis (2 Sack)

Für 2017  10 Monate   (12 Monate – 2 Monate Ferien), monatlich 2 Säcke Reis, dh               20 Säcke a 2000 Pesos                          sind 40 000 Pesos                                                              dazu : für 10 Monate Gemüse   a 2000 Pesos pro Monat ,sind 20 000Pesos                           sind gesamt 60 000 Pesos  =  1200 €

Kitty schaut nicht grad glücklich drein;vorher hatte es noch ganz schön geschüttet ... und kurz danach auch wieder

Catherine schaut nicht grad glücklich drein;vorher hatte es noch ganz schön geschüttet … und kurz danach auch wieder

 

Da die Berge total verhangen waren,wollte ich den Tag eigentlich canceln. Kitty bestand drauf,es durchzuziehen. Ich hatte mich allerdings durchgesetzt,noch Regenumhänge zu kaufen... gottseidank

Da die Berge total verhangen waren,wollte ich den Tag eigentlich canceln. C. bestand drauf,es durchzuziehen. Ich hatte mich allerdings durchgesetzt,noch Regenumhänge zu kaufen… gottseidank

Die Fahrt nach Arigay gestaltete sich als äußerst beschwerlich: bergauf,bergab,immer wieder mit Regenschauern. Steigungen und Gefälle auf dem -meist-geschotterten Weg bis zu knapp 40° (!!!). Wenn der Himmel aufriß auch atemberaubende Ausblicke,welche ich aber nicht so recht genießen konnte,da ich mich krampfhaft festhalten mußte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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dort hinten,am Fluß, liegt die Schule

Kitty im Gespräch mit der Schulleiterin, und dann fängts wieder an ,zu regnen

Catherine im Gespräch mit der Schulleiterin, und dann fängts wieder an ,zu regnen

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Die kleinen,gelben Häuschen sind die neuerbauten Mangyanhütten,nahe der Schule

Die kleinen,gelben Häuschen sind die neuerbauten Mangyanhütten,nahe der Schule

und wir wurden aufs Herzlichste bewirtet

und wir wurden aufs Herzlichste bewirtet

eine der jungen Lehrerinnen,in einem Häuschen über dem Fluß,auf dem Schulhof

eine der jungen Lehrerinnen,in einem Häuschen über dem Fluß,auf dem Schulhof

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Vorbereitung des Mittagessens für die Schüler

Vorbereitung des Mittagessens für die Schüler

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landesübliche Begrüßung

landesübliche Begrüßung

In diesen,äußerlich,wunderschönen Hütten,fühlen die Mangyans sich nicht wirklich wohl

In diesen,äußerlich,wunderschönen Hütten,fühlen die Mangyans sich nicht wirklich wohl

so siehts hinter den Häuschen aus. In einem landesüblichen Dorf wäre soetwas unmöglich!

so siehts hinter den Häuschen aus.
In einem landesüblichen Dorf wäre soetwas unmöglich!

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11.November 2016

Spendenaufkommen für diese Reise:

500 €  Einzelspende,welche zweckgebunden für das Eingeboreneninternat Tugdaan in Paytan gegeben wurde.Dort ist CatherineVerwaltungschefin.                                                           750 € größere Einzelspenden                                                                                                            400 € Spendenkonto Hütschenhausen                                                                                           1100 € Einzelspenden durch PatientInnen in der Praxis

gesamt: 2750 €

Erst mal eine Aufstellung,wie sich die Spenden aufteilen und wohin sie gingen; dank C. konnte ich diesmal erstmals alles genau aufschlüsseln:

Alle Kinder bekommen jeden Tag eine warme Reismahlzeit in der Schule.Die Eltern sind gehalten,für diesen Reis aufzukommen.Für die ärmsten Kinder kommt der Staat für diese Reismahlzeit auf.    Man muß aber wissen,daß alle Kinder weder morgens noch abends von zu Hause eine Mahlzeit bekommen.                                                                                                                            Wir hielten uns daran,was die Regierung den allerbedürftigsten Schulkindern pro Tag an Reis zugestanden:

Gemüse und Reis pro Tag und Kind:    4Pesos   dh umgerechnet : 8 Cent                                  (Wechselkurs,im Schnitt: 50 Pesos entsprechen 1 €                                                                        die 4 Pesos reichen für einen Teller Reis mittlerer,bis guter Qualtät,von dem 1kg -auch wechselnd- um die 40 Pesos kostet)

Ich/wir geben für zusätzliches Gemüse/Reis 5Pesos  (10Cent) pro Kind pro Tag.

Zu den einzelnen Schulen:

Eingeborenenschule in SALAY  -200 bedürftige Schüler-                                                                                                           Jessica,die Stuffchefin auf der Südtour der „German Doctors“ (siehe dort) ist schon die letzten Jahre meine Vertrauensperson für die Schulen im Süden. Sie erhält das notwendige Geld,kauft günstig ein und sorgt dafür,daß die Säcke mit Reis und Gemüse umsonst vom Lieferanten an die Schulen gebracht werden.                                                                                                                  Sie hat von mir sofort erhalten: 17 ooo Pesos  das sind 340 € ,um Gemüse einzukaufen,für fünf Monate.                                                                                                                                              Für das restliche Jahr 2017  (für 10 Monate   -12 Monate minus 2 Monate Ferien- ) erhält sie nochmals über Kitty von uns 550 € für Gemüse (von mir schon bezahlt) plus 450€,welche ich noch überweisen werde,da ich nicht so viel Bargeld dabei haben wollte und da die Gebühren am Bankautomat sehr hoch sind.

An dieser Schule hatte ich mit Spendengeldern schon vor fast 3 Jahren eine Handpumpanlage vom Fluß zu den Wasch- und Toilettenhäuschen bauen lassen. Jetzt gibt es Tanks dazu; und um diese zu befüllen wird eine kleine elektrische Pumpe benötigt. Dieses Geld hab ich gleich der Schulleiterin gegeben: 100€. Die Pumpe wird von den Dorfbewohnern selbst installiert; allerdings ist in dem Betrag auch das Geld für tägliches Essen der Arbeiter eingeschlossen. Das ist hier so üblich.

Gesamt für diese Schule: 1440 €

 

 

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Sonntag, 30.Oktober 2016

Eigentlich… eigentlich wollte ich bis heute mit meiner Arbeit fertig sein. Dh,eine Woche durch die Lande ziehen,relaxen und ein wenig Tauchen.

Eigentlich wollte ich in den Bergschulen das zusätzliche Essen besprochen und die Gelder  verteilt haben; außerdem hatte ich vor,ein fast zerstörtes Dorf aufzusuchen. Dort hatte ich im Januar für den Aufbau Gelder,Nägel,Gras für Dächer und Holz zum besorgt.

Aber es kam ganz,ganz anders:

Zur Zeit sitze ich auf dem Balkon eines wunderschönen Bambushauses,am Hang über dem Eingeboreneninternat Tugdaan  ( GPS  N 13°15.955′    E 121°05.044′ ),nahe der Ortschaft Paitan.   Um mich herum wucherndes Grün aus Mangobäumen,niederen Bananenstauden,rotblühenden Hibiskussträuchern,troptisch gefärbte Schmetterlinge überall … und gelegentlich rennen noch kleine Schweine aus dem nahe gelegenen Dorf durch den Garten… keiner regt sich auf…    Eingebettet in die der kontrollierten Wildnis sind die Wohnhütten der Schüler.     Aber: das Internat ist fast leer. Die kommende Woche sind Ferien und alle Kinder und Jugendliche sind heimgefahren; nicht alle : drei Kinder sind dageblieben,weil sie zu weit wegwohnen und kein Geld für die Heimfahrt haben,darunter ein 14 -und 15 jähriges Geschwisterpäarchen (sehen aus wie 10 Jahre…),welches ers seit Juni hier zur Schule geht und spezielle Feldarbeiten lernt. Sie waren seither nicht zu Haus,einem Bergdorf im Süden Mindoros…viel Heimweh…

Ich denk,ein Teil eures Geldes war gut angelegt,als ich es ihnen ermöglichte,zu ihren Eltern zu fahren. Ihr hättet die strahlenden Gesichter sehen sollen!!! Ab morgen Früh werden sie etwa 8 Stunden per Tricycle,Vanbus,Motorrad und zu Fuß nach Hause unterwegs sein.

Karten für Hin- und Rückfahrt,sowie etwas Essen unterwegs: 2800 Pesos für alle .

Bilder kommen noch (und wenns von zu Hause ist),das Internet ist zu schwach. Am miserablen Internet lags auch,daß ich mich erst jetzt melde. Seit vergangenem Montag war ich praktisch abgeschnitten.Wenn ich im Blogschreiben war,wars plötzlich weg und der Text auch… macht irgendwann keinen Spaß mehr!                                                                         Dies ist aber auch insofern bedeutungslos,da die ganzen Tage ziemlich ereignislos waren!    Hängt damit zusammen,daß in den restlichen Philippinen letzte Woche,bis übermorgen Ferien waren. Nur hatte ich das nicht gecheckt…blöd halt;konnte so die Schulen nicht besuchen und mußte mein Relaxprogramm vorziehe. Ab morgen gehts langsam los!

Seit Gesternabend bin ich bei Catherine eingeladen,die mich in der Schule untergebracht hat und deren tollen Balkon ich hier benutze!

Zu Catherine:  Sie ist Mathematiklehrerin und Verwaltungschefin dieses Internats.                     Im zugehörigen Dorf Paitan,haben wir „German Doctors“ einen Ambulanzplatz,den wir alle 4 Wochen anfahren. Durch Zufall erfuhr ich vor etwa 3 Jahren von dieser Einrichtung,lernte  Kitty und ihre Kollegen kennen und unterstütze sie seither regelmäßig mit Spendengeldern.                                                                                                                              Ein Großspender hatte in dieser Zeit schon mehrere tausend Euro zweckgebunden dem Internat zukommen lassen und Kitty hatte über Dankesschreiben lose Verbindung mit ihm.                        Und jetzt kommt die nette Geschichte dazu:                                                    Ich hatte…..

…und da flackerte das Licht und ich drückte ganz schnell auf „Senden“ und danach war alles,was ich weitergeschrieben hatte: weg!!!

Hier ists jetzt kurz vor 23.30 Uhr, bei euch 7 Sunden früher. Ihr werdet auf die nette Geschichte bis übermorgen warten müssen. Morgen beginnt unsre kleine Rundreise und dort wo wir übernachten gibts sicher kein Internet!

Aber ein Anfang ist gemacht: Gute Nacht

Mittwoch, 9.November:

….von wegen übermorgen… Internet war Fehlanzeige!  Bin schon seit einigen Tagen zu Haus und auf einem Kurzurlaub auf den Azoren. Werd die letzten 3 Tage hier versuchen,weiterzumachen und den Rest,mit Bildern von zu Hause aus; neben der Praxis her.

… Ich hatte vergangenes Jahr den Spender dazu überredet,mal Urlaub auf den Philippinen zu machen, um sein unterstütztes Projekt mal zu besichtigen:

(das könnt ihr alle auch machen,natürlich. Falls jemand – auch der Kleinspender- interessiert ist,gerne!!!)

Ich organisierte also den Kurzurlaub am Meer mit Besichtigung der Schule und ein Treffen mit der Lehrerschaft.                                                                                                                               Und Catherine hatte daraus ein Großevent gemacht: Alle Schüler wurden mobilisiert,ein Mordstagesprogramm mit Essen und viel Trinken,Spielen…und das alles in traumhafter Dschungel- Gebirgs- und Flußlandschaft.                                                                                           M. und seine Begleiter waren von ihr so begeistert, sodaß der Spender ihr spontan einen Flug nach Deutschland anbot und wir alle sie dann hier mehrere Tage abwechselnd betreuen. Das Visum hat sie vor 14 Tagen bekommen und sie ist jetzt total „aus dem Häuschen“!!! Alle aus ihrer Umgebung beglückwünschen sie,sogar der Bischof,mit dem sie gelegentlich zusammenarbeitet! Nie im Leben hätte sie sich diesen Traum leisten können und wir alle werden natürlich das Möglichste für sie tun! Sie wird wohl schon Mitte Januar 2017 kommen und wir freuen uns auf sie.

C. ist keine Eingeborene,lebt aber für diese! Sie legt sich mit den Großgrundbesitzern an, ist schon mehrmals mit dem Tod bedroht worden,gibt aber nie auf! Sie geht in ihrer Arbeit total auf. Sie ist eine imponierende Persönlichkeit,dazu sehr hübsch ,aber auch mit christlicher Prinzipientreue (was manche Männer schade finden *smile*)!

Ich hatte sie gebeten,mich zu unterstützen. Auf Grund ihrer Tätigkeit kennt sie sich ,was Mangyanschulen betrifft,bestens aus;weiß was die Mangyans brauchen,kennt alle Preise für Nahrungsmittel und ich kann mir so sicher sein,daß alles mit rechten Dingen zugeht. Sie fur mit mir in die Berge zu den Eingeborenen -am „Ende der Welt“,mit Trysicle und Motorradhuckepack,auch bei Regen,bereitete die Treffen mit den Schulleitern vor und führte die Verhandlungen.                                                                                                                  Im Nachhinein muß ich eingestehen,daß ich meine Ziele ohne sie sicher nicht erreicht hätte….ich war sehr erleichtert!

Jetzt werd ich erstmal versuchen,das alles ins Internet zu geben und morgen weitermachen. CiaoCiao!!!

 

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