November 2016 Spendengelder an die Bergschulen der Mangyans auf Mindoro

 

Bevor ich auf die Spenden und deren Verwendung im letzten November eingehe will ich noch von einem Projekt berichten,in dem ich vergangenen Januar euer Geld angelegt hatte. Bei jedem Einsatz für die German Doctors kontrolliere ich an meinen freien Tagen einzelne unterstützte Projekte. Von andern laß ich mir von den Krankenschwestern berichten,welche regelmäßig an den Plätzen vorbeikommen.

Das im Folgenden unterstützte Projekt interessierte mich besonders,da ich übers ganze Jahr keine Rückmeldung hatte. Unser Ambulanztag dort fand am 6.Januar 2016 statt und ihr könnt dort im vorigen Blog nachlesen.

Das Dorf heißt MANSARING. Es liegt  malerisch auf einem ewig windigen Hochplateau in traumhafter Umgebung,wieder ein wenig am Ende der philippinischen Welt.Der Fahrweg hört auf und stürzt in mehreren steilen Pfaden zum Fluß hinab,der den Bergrücken eng gefangen hält. Am Anblick der Umgebung könnte man sich besaufen! Und ich hab mir fest vorgenommen-wenn irgend möglich- mal ein paar Tage mit Zelt,Gleitschirm und ein paar Freunden hier zu verbringen.Ein Traum.

Aber wie fast jedes Paradies hat auch dieses ein paar faule Stellen: Erstens gibt es keine Quelle dort oben.Dh jeder Tropfen Wasser muß vom Fluß hochgeschleppt werden; aber mit ein paar Kästen Bier bei der Anfahrt mit dem Motorrad läßt sich dieser Schwachpunkt (jedenfalls für uns) leicht überbrücken. Natürlich ist es für die Bewohner ungemein mühselig.In meinem Hinterkopf ist der Bau einer Pumpe irgendwann in der Zkunft.Mal sehen.                                                                                                                                                         Zweitens aber  ist diese exponierte Lage auch daran schuld,daß bei jedem stärkeren Sturm das Dorf erheblich mitgenommen wird. So geschehen beim Taifun Ende 2016 .Man muß wissen,daß jährlich im Schnitt 20 Taifune über die philippinischen Inseln gehen.Nur über die flächenmäßig großen wird in unsrer Presse berichtet.Die kleinen,oft relativ lokalen Taifune,welche oft über verheerende Wirkung verfügen, werden ,selbst auf den Philippinen, kaum wargenommen. Solch ein kleiner war Ende Dezember 2015 über Mindoro,genau über mein Einsatzgebiet gezogen; eben auch über MANSARING.

Auf Grund der ausgedehnten Schäden in der Umgebung (siehe meine Berichte vom Januar),war in dem kleinen Dorf erfahrungsgemäß noch lange keine staatliche Hilfe in Sicht. Noch vor der Ambulanz nahmen mein Staff und ich mit dem Dorfvorsteher zusammen eine Bestandsaufnahme vor,ermittelten den Bedarf und vor unsrer Abfahrt war der Grasflechter für die Dächer schon da,anbezahlt und versprach,innerhalb einer Woche für alle Dächer zu liefern. Holz war meistens aus der Umgebung vorhanden aber die teuren ,sonstigen Materalien,wie verschiedene Nägel,welch teuer sind, besorgte mein Fahrer… das alles ging ruckzuck.Ehrlich gesagt,es hat auch Spaß gemacht! Nur wollt ich jetzt wissen,ob auch alles fertiggestellt war und das Geld richtig verwendet wurde : Es wurde!

Ich allein hätte das Nest sicher nicht gefunden,geschweige die „Anreise“ organisieren können. Aber dank Catherine hat wieder alles prima geklappt.Über die finale Motorradanfahrt will ich aber lieber nicht berichten…

Im Folgenden versuch ich ein paar Bilder dranzuheften. Zuerst die Bilder meiner Anfahrt dorthin und die der Zerstörung in dem Dorf. Danach die Bilder nach der Restaurierung. Zum Schluß ein paar von der Umgebung.

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auf der Hinfahrt

auf der Hinfahrt

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die ganze Stimmung im Dorf war runter…sogar der Köter war nicht gut drauf..

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von einer andren Ansicht

von einer andren Ansicht

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Die reparierten Hütten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und jetzt noch ein paar Bilder von der Umgebung

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November 2016 Spendengelder an die Bergschulen der Mangyans auf Mindoro

Die Anfahrt nach Arigay gestaltet sich langwierig: Jeepney,Van und Motorrad

Die Anfahrt nach Arigay gestaltet sich langwierig: Jeepney,Van und Motorrad

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ARIKOY

GPS:  N 13° 19.804       E 120°

Dieses Mangyandorf  besuchten wir als Ambulanzplatz der German Doctors nach vielen Jahren wieder erstmals am 20.Januar 2016 mit mir.Der Bedarf war groß und die Anfahrt damals schon äußerst beschwerlich ( siehe meinen Bericht im letzten Blog).

Tief  zwischen hohen Bergen,an einem breiten Fluß liegt dieses kleine Nest.In den Bergen rundum gibt es viele kleine Mangyansiedlungen.Es gibt seit über einem Jahr eine neue Dorfschule,schön, aber viel zu tief gelegen,was dazu führte,daß sie beim Taifun im Dezember 2015 über einen Meter hoch unter Wasser stand.                                                       Auch wurden Mangyans aus den Bergen in kleine,feste Steinhäuser ,nahe der Schule, untergebracht. Auch dies eine Fehlkonstruktion: zu tief und zu nah am Fluß. Die Häuser sind dunkel,licht- und luftundurchlässig, die Menschen dort nicht sehr glücklich;wie uns die Schulleiterin auf Nachfrage mitteilte.

Ihr seht es auf den Bildern selbst…

 

Jetzt zur Abrechnung:   135 Schüler,4 Lehrer

Ein Sack Reis enthält 50kg

Für dieses Jahr: 5 Monate Reis und Gemüse    :  10 000 Pesos = 200 €                entspricht dem zusätzlichen monatlichen Reis (2 Sack)

Für 2017  10 Monate   (12 Monate – 2 Monate Ferien), monatlich 2 Säcke Reis, dh               20 Säcke a 2000 Pesos                          sind 40 000 Pesos                                                              dazu : für 10 Monate Gemüse   a 2000 Pesos pro Monat ,sind 20 000Pesos                           sind gesamt 60 000 Pesos  =  1200 €

Kitty schaut nicht grad glücklich drein;vorher hatte es noch ganz schön geschüttet ... und kurz danach auch wieder

Catherine schaut nicht grad glücklich drein;vorher hatte es noch ganz schön geschüttet … und kurz danach auch wieder

 

Da die Berge total verhangen waren,wollte ich den Tag eigentlich canceln. Kitty bestand drauf,es durchzuziehen. Ich hatte mich allerdings durchgesetzt,noch Regenumhänge zu kaufen... gottseidank

Da die Berge total verhangen waren,wollte ich den Tag eigentlich canceln. C. bestand drauf,es durchzuziehen. Ich hatte mich allerdings durchgesetzt,noch Regenumhänge zu kaufen… gottseidank

Die Fahrt nach Arigay gestaltete sich als äußerst beschwerlich: bergauf,bergab,immer wieder mit Regenschauern. Steigungen und Gefälle auf dem -meist-geschotterten Weg bis zu knapp 40° (!!!). Wenn der Himmel aufriß auch atemberaubende Ausblicke,welche ich aber nicht so recht genießen konnte,da ich mich krampfhaft festhalten mußte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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dort hinten,am Fluß, liegt die Schule

Kitty im Gespräch mit der Schulleiterin, und dann fängts wieder an ,zu regnen

Catherine im Gespräch mit der Schulleiterin, und dann fängts wieder an ,zu regnen

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Die kleinen,gelben Häuschen sind die neuerbauten Mangyanhütten,nahe der Schule

Die kleinen,gelben Häuschen sind die neuerbauten Mangyanhütten,nahe der Schule

und wir wurden aufs Herzlichste bewirtet

und wir wurden aufs Herzlichste bewirtet

eine der jungen Lehrerinnen,in einem Häuschen über dem Fluß,auf dem Schulhof

eine der jungen Lehrerinnen,in einem Häuschen über dem Fluß,auf dem Schulhof

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Vorbereitung des Mittagessens für die Schüler

Vorbereitung des Mittagessens für die Schüler

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landesübliche Begrüßung

landesübliche Begrüßung

In diesen,äußerlich,wunderschönen Hütten,fühlen die Mangyans sich nicht wirklich wohl

In diesen,äußerlich,wunderschönen Hütten,fühlen die Mangyans sich nicht wirklich wohl

so siehts hinter den Häuschen aus. In einem landesüblichen Dorf wäre soetwas unmöglich!

so siehts hinter den Häuschen aus.
In einem landesüblichen Dorf wäre soetwas unmöglich!

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11.November 2016

Spendenaufkommen für diese Reise:

500 €  Einzelspende,welche zweckgebunden für das Eingeboreneninternat Tugdaan in Paytan gegeben wurde.Dort ist CatherineVerwaltungschefin.                                                           750 € größere Einzelspenden                                                                                                            400 € Spendenkonto Hütschenhausen                                                                                           1100 € Einzelspenden durch PatientInnen in der Praxis

gesamt: 2750 €

Erst mal eine Aufstellung,wie sich die Spenden aufteilen und wohin sie gingen; dank C. konnte ich diesmal erstmals alles genau aufschlüsseln:

Alle Kinder bekommen jeden Tag eine warme Reismahlzeit in der Schule.Die Eltern sind gehalten,für diesen Reis aufzukommen.Für die ärmsten Kinder kommt der Staat für diese Reismahlzeit auf.    Man muß aber wissen,daß alle Kinder weder morgens noch abends von zu Hause eine Mahlzeit bekommen.                                                                                                                            Wir hielten uns daran,was die Regierung den allerbedürftigsten Schulkindern pro Tag an Reis zugestanden:

Gemüse und Reis pro Tag und Kind:    4Pesos   dh umgerechnet : 8 Cent                                  (Wechselkurs,im Schnitt: 50 Pesos entsprechen 1 €                                                                        die 4 Pesos reichen für einen Teller Reis mittlerer,bis guter Qualtät,von dem 1kg -auch wechselnd- um die 40 Pesos kostet)

Ich/wir geben für zusätzliches Gemüse/Reis 5Pesos  (10Cent) pro Kind pro Tag.

Zu den einzelnen Schulen:

Eingeborenenschule in SALAY  -200 bedürftige Schüler-                                                                                                           Jessica,die Stuffchefin auf der Südtour der „German Doctors“ (siehe dort) ist schon die letzten Jahre meine Vertrauensperson für die Schulen im Süden. Sie erhält das notwendige Geld,kauft günstig ein und sorgt dafür,daß die Säcke mit Reis und Gemüse umsonst vom Lieferanten an die Schulen gebracht werden.                                                                                                                  Sie hat von mir sofort erhalten: 17 ooo Pesos  das sind 340 € ,um Gemüse einzukaufen,für fünf Monate.                                                                                                                                              Für das restliche Jahr 2017  (für 10 Monate   -12 Monate minus 2 Monate Ferien- ) erhält sie nochmals über Kitty von uns 550 € für Gemüse (von mir schon bezahlt) plus 450€,welche ich noch überweisen werde,da ich nicht so viel Bargeld dabei haben wollte und da die Gebühren am Bankautomat sehr hoch sind.

An dieser Schule hatte ich mit Spendengeldern schon vor fast 3 Jahren eine Handpumpanlage vom Fluß zu den Wasch- und Toilettenhäuschen bauen lassen. Jetzt gibt es Tanks dazu; und um diese zu befüllen wird eine kleine elektrische Pumpe benötigt. Dieses Geld hab ich gleich der Schulleiterin gegeben: 100€. Die Pumpe wird von den Dorfbewohnern selbst installiert; allerdings ist in dem Betrag auch das Geld für tägliches Essen der Arbeiter eingeschlossen. Das ist hier so üblich.

Gesamt für diese Schule: 1440 €

 

 

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Sonntag, 30.Oktober 2016

Eigentlich… eigentlich wollte ich bis heute mit meiner Arbeit fertig sein. Dh,eine Woche durch die Lande ziehen,relaxen und ein wenig Tauchen.

Eigentlich wollte ich in den Bergschulen das zusätzliche Essen besprochen und die Gelder  verteilt haben; außerdem hatte ich vor,ein fast zerstörtes Dorf aufzusuchen. Dort hatte ich im Januar für den Aufbau Gelder,Nägel,Gras für Dächer und Holz zum besorgt.

Aber es kam ganz,ganz anders:

Zur Zeit sitze ich auf dem Balkon eines wunderschönen Bambushauses,am Hang über dem Eingeboreneninternat Tugdaan  ( GPS  N 13°15.955′    E 121°05.044′ ),nahe der Ortschaft Paitan.   Um mich herum wucherndes Grün aus Mangobäumen,niederen Bananenstauden,rotblühenden Hibiskussträuchern,troptisch gefärbte Schmetterlinge überall … und gelegentlich rennen noch kleine Schweine aus dem nahe gelegenen Dorf durch den Garten… keiner regt sich auf…    Eingebettet in die der kontrollierten Wildnis sind die Wohnhütten der Schüler.     Aber: das Internat ist fast leer. Die kommende Woche sind Ferien und alle Kinder und Jugendliche sind heimgefahren; nicht alle : drei Kinder sind dageblieben,weil sie zu weit wegwohnen und kein Geld für die Heimfahrt haben,darunter ein 14 -und 15 jähriges Geschwisterpäarchen (sehen aus wie 10 Jahre…),welches ers seit Juni hier zur Schule geht und spezielle Feldarbeiten lernt. Sie waren seither nicht zu Haus,einem Bergdorf im Süden Mindoros…viel Heimweh…

Ich denk,ein Teil eures Geldes war gut angelegt,als ich es ihnen ermöglichte,zu ihren Eltern zu fahren. Ihr hättet die strahlenden Gesichter sehen sollen!!! Ab morgen Früh werden sie etwa 8 Stunden per Tricycle,Vanbus,Motorrad und zu Fuß nach Hause unterwegs sein.

Karten für Hin- und Rückfahrt,sowie etwas Essen unterwegs: 2800 Pesos für alle .

Bilder kommen noch (und wenns von zu Hause ist),das Internet ist zu schwach. Am miserablen Internet lags auch,daß ich mich erst jetzt melde. Seit vergangenem Montag war ich praktisch abgeschnitten.Wenn ich im Blogschreiben war,wars plötzlich weg und der Text auch… macht irgendwann keinen Spaß mehr!                                                                         Dies ist aber auch insofern bedeutungslos,da die ganzen Tage ziemlich ereignislos waren!    Hängt damit zusammen,daß in den restlichen Philippinen letzte Woche,bis übermorgen Ferien waren. Nur hatte ich das nicht gecheckt…blöd halt;konnte so die Schulen nicht besuchen und mußte mein Relaxprogramm vorziehe. Ab morgen gehts langsam los!

Seit Gesternabend bin ich bei Catherine eingeladen,die mich in der Schule untergebracht hat und deren tollen Balkon ich hier benutze!

Zu Catherine:  Sie ist Mathematiklehrerin und Verwaltungschefin dieses Internats.                     Im zugehörigen Dorf Paitan,haben wir „German Doctors“ einen Ambulanzplatz,den wir alle 4 Wochen anfahren. Durch Zufall erfuhr ich vor etwa 3 Jahren von dieser Einrichtung,lernte  Kitty und ihre Kollegen kennen und unterstütze sie seither regelmäßig mit Spendengeldern.                                                                                                                              Ein Großspender hatte in dieser Zeit schon mehrere tausend Euro zweckgebunden dem Internat zukommen lassen und Kitty hatte über Dankesschreiben lose Verbindung mit ihm.                        Und jetzt kommt die nette Geschichte dazu:                                                    Ich hatte…..

…und da flackerte das Licht und ich drückte ganz schnell auf „Senden“ und danach war alles,was ich weitergeschrieben hatte: weg!!!

Hier ists jetzt kurz vor 23.30 Uhr, bei euch 7 Sunden früher. Ihr werdet auf die nette Geschichte bis übermorgen warten müssen. Morgen beginnt unsre kleine Rundreise und dort wo wir übernachten gibts sicher kein Internet!

Aber ein Anfang ist gemacht: Gute Nacht

Mittwoch, 9.November:

….von wegen übermorgen… Internet war Fehlanzeige!  Bin schon seit einigen Tagen zu Haus und auf einem Kurzurlaub auf den Azoren. Werd die letzten 3 Tage hier versuchen,weiterzumachen und den Rest,mit Bildern von zu Hause aus; neben der Praxis her.

… Ich hatte vergangenes Jahr den Spender dazu überredet,mal Urlaub auf den Philippinen zu machen, um sein unterstütztes Projekt mal zu besichtigen:

(das könnt ihr alle auch machen,natürlich. Falls jemand – auch der Kleinspender- interessiert ist,gerne!!!)

Ich organisierte also den Kurzurlaub am Meer mit Besichtigung der Schule und ein Treffen mit der Lehrerschaft.                                                                                                                               Und Catherine hatte daraus ein Großevent gemacht: Alle Schüler wurden mobilisiert,ein Mordstagesprogramm mit Essen und viel Trinken,Spielen…und das alles in traumhafter Dschungel- Gebirgs- und Flußlandschaft.                                                                                           M. und seine Begleiter waren von ihr so begeistert, sodaß der Spender ihr spontan einen Flug nach Deutschland anbot und wir alle sie dann hier mehrere Tage abwechselnd betreuen. Das Visum hat sie vor 14 Tagen bekommen und sie ist jetzt total „aus dem Häuschen“!!! Alle aus ihrer Umgebung beglückwünschen sie,sogar der Bischof,mit dem sie gelegentlich zusammenarbeitet! Nie im Leben hätte sie sich diesen Traum leisten können und wir alle werden natürlich das Möglichste für sie tun! Sie wird wohl schon Mitte Januar 2017 kommen und wir freuen uns auf sie.

C. ist keine Eingeborene,lebt aber für diese! Sie legt sich mit den Großgrundbesitzern an, ist schon mehrmals mit dem Tod bedroht worden,gibt aber nie auf! Sie geht in ihrer Arbeit total auf. Sie ist eine imponierende Persönlichkeit,dazu sehr hübsch ,aber auch mit christlicher Prinzipientreue (was manche Männer schade finden *smile*)!

Ich hatte sie gebeten,mich zu unterstützen. Auf Grund ihrer Tätigkeit kennt sie sich ,was Mangyanschulen betrifft,bestens aus;weiß was die Mangyans brauchen,kennt alle Preise für Nahrungsmittel und ich kann mir so sicher sein,daß alles mit rechten Dingen zugeht. Sie fur mit mir in die Berge zu den Eingeborenen -am „Ende der Welt“,mit Trysicle und Motorradhuckepack,auch bei Regen,bereitete die Treffen mit den Schulleitern vor und führte die Verhandlungen.                                                                                                                  Im Nachhinein muß ich eingestehen,daß ich meine Ziele ohne sie sicher nicht erreicht hätte….ich war sehr erleichtert!

Jetzt werd ich erstmal versuchen,das alles ins Internet zu geben und morgen weitermachen. CiaoCiao!!!

 

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Ostersonntag 2016

Es sind nun fast zwei Monate vergangen,seit meiner Heimkehr. Aber es war ununterbrochen was los: in der Praxis die Aufarbeitung von meiner fast siebenwöchigen Abwesenheit und auch in meinem privaten Umfeld hatte es einige Umbrüche gegeben…

Wie dem auch sei,heut fang ich damit an,die Abrechnung über das von Ihnen mir anvertraute Geld,ins Netz zu stellen.                                                                                               Einiges hatte ich in Euro mit,den Großteil hab ich in den Philippinen in Pesos abgehoben und dann in Euro umgerechnet. Die Differenz und die Gebühren hab ich von meinem Geld beglichen,ebenso hatte ich noch einiges dazugegeben.

Zusammengekommen waren durch Patienten und Freunde insgesamt sage und schreibe  2550 Euro.

 

  •   500 Euro                                           An die Nonnen des Ordens der „unbefleckten Empfängnis“ in Manila. Sie arbeiten dort sehr aufopferungsvoll und effektiv in den schlimmsten Slums; Hilfe zur Selbsthilfe steht im Vordergrund. In meinem ersten Bericht über meinen Mindoroeinsatz hab sie ausführlich beschrieben,mit Bildern.
  •   200 Euro                                            Im Dorf Mansaring (Bericht vom 6.1.16) hatte der Taifun gewütet und viele Dächer der Bambushütten abgedeckt oder gar die Hütten zerstört.Schon während der Ambulanz stellte ich mit dem Dorfvorsteher und Rolando,unserem Fahrer, die Schäden fest.Sie berechneten die benötigten,speziell hergestellten,Grasdächer (nicht Bambusblätter,wie ich Bericht fälschlicherweise geschrieben hatte) und Nägel.Holz für den Hüttenbau und die Reparatur der Hütten bewerkstelligen die Bewohner selbst.

Unsere Ambulanzplätze liegen-wie schon früher beschrieben- meist in Mangyandörfern,von denen keine befahrbaren Wege mehr weiterführen. Dorthin kommen unsre Patienten bis zu 6 Stunden-ein Weg!- weit angewandert .Zu den abgelegenen Berdörfern  kommen auch die Schulkinder bis zu zwei Stunden angewandert und laufen gegen 16 Uhr wieder zurück. Oft ohne Frühstück und daheim auch oft ohne Abendessen. Die einzige Mahlzeit ist die staatlich bezahlte Schulspeisung für die ärmsten Kinder: ein Teller Reis!An die bedürftigsten Schulen/Kinder bringe ich die vergangenen zwei Jahre immer wieder Geld,für eine zweite Reis- oder Gemüsemahlzeit am Tag. Auch wenn dies nur für einige Wochen reicht,ist es doch eine große Hilfe,versichern mir die Lehrer.                                                                                                                                                      Nach Ablauf meines Einsatzes zeigte ich Dr Hamm,der sich bereit erklärt hatte,mit Freunden finanziell einzelne Projekte zu unterstützen vier Plätze.Ich werd über gemeinsame Pläne später noch berichten.                                                                                 Schon während meines Einsatzes vor Ort hatte ich Geld dort gelassen und,nachdem  ich sah,wieviel Geld übrig war,nochmals Reis und Geld über Jessica (eine Krankenschwester) und Leocelyn (ehemalige Mitarbeiterin der GD) an Schulen weitergeleitet:

 

  • 300 Euro                                           Direkt an die Mangyanschule in Salay,für Reis
  • 300  Euro                                          An Schule in Safa ; später nochmals 480 Euro für Reis (+20Euro für Jessica)
  •  480 Euro                                           (+20 Euro an Leocelyn) An die Schule in Aigoy für Reis
  • 300  Euro                                           An die Mangyaninternatschule in Paitan für zersörte Gebäude und PC

In jedem Ambulanzort gibt es mehrere Frauen,welche den Ambulanztag vorbereiten und auf meine Anweisung hin Patiente,zB mit eiternden Wunden,nach Abszeßeröffnung usw, weiterbehandel. Sie machen dies ehrenamtlich und werden häufig deshalb von ihren Ehemännern angefeindet,weil sie bei der Feldarbeit fehlen!Von den German Doctors ( GD) werden sie jährlich einmal mit einem T Shirt und einem Essen abgespeist. Schon lange sind Bestrebungen im Gang,sie über Fortbildungen und Bezahlung aufzuwerten.Leider wird dies bisher ,warum auch immer, nicht gemacht.                              Ich hab das versucht,mit eurem Geld wieder etwas gutzumachen und hab jeder Helferin 200 Pesos ( 4 Euro) gegeben.Unvorstellbare Freude- weniger des Geldes wegen- sondern wegen des Ausdruck meines Dankes:

225 Euro insgesamt

Dazu kamen noch kleinere Ausgaben.ZB  für die Fahrt ins Krankenhaus eines 11jährigen Mädchens wegen dringenden Appendizitisverdachtes, zusammen mit den Eltern und deren Übernachtung in Calapan. 55 Euro für eine Mangyanschülerin,welche die Ausbildung zur Hebamme machte und Geld für Bus und Schulbücher brauchte.Oder Geld für die Stiefeltern eines gelähmten Mädchens (später noch ausführlicher über diesen Fall), usw; insgesamt etwa

150 Euro.

In der nächsten Zeit werde ich nochmals die einzelnen Projekte vorstellen und Bilder der Lehrerinnen von den Speisungen dazu zeigen.

Bis dann!

 

 

 

 

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Mittwoch,27.Januar 2016

 

LANYAN zum  Zweiten. Diese Amblanzplatz besuchen wir ,als einzigen, alle zwei Wochen.Es ist einfach zu viel hier zu tun.

GPS  N 13° 18.446′    E 121° 03 .970′

-jetzt hör ich mal auf.Es ist knapp Mitternacht und die Tastaur spinnt wieder h0chgradig.M0rgen hab ich mir einen Rhetag gegönnt und mach dann einen neuen Anlauf. Gute Nacht!

F0rtsetzung am letzen Abend vor der Heimfahrt. es macht echt keinen Spaß,zu schreiben und werd den ganzen Rest von zu Haus mit einer neuen Tastatur nachtragen.Also in zwei Wochen nachlesen,wens interessiert.

Ganzkurzfassung: Lantuyan nix Besonderes.                                                              danach war die zweite Tour zu Ende. Mit Dr Hamm zusammen 2 Projekte im Süden und 2 im Norden besucht und eruiert,was und in welchem Umfang unterstützt wird. Dann ein paar Tage  Urlaub      in einer Robinsonhütte an einem gottverlassenen Strand… wunderschön und spannend…später!

Morgen früh Abfahrt mit der Fähre,Bus,Taxi zm Flughafen und Samstag wieder irgendwann zu Haus ……und Montag pünktlich um 8 wieder Praxis! Bis dann.Ich werd versuchen,noch ein paar Bilder reinzubringen.

letzteSprechstunde

letzteSprechstunde

 

 

 

 

 

 

Abschied v0n euch allen! Die Mangyans kennen kein Abschiedswinken und beim Nachmachen kommt bei fast allen dieser Indianergruß raus,nett, gell…IMG_2869

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IMG_2868Also dann,bis zum nächsten Mal!!!

Wenns

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Dienstag,26.1.2016

CENTRAL

GPS   N 13° 09.177′     E 121° 11.055′

Vergeßt es einfach! Das trostloseste Nest meiner ganzen Touren!                              Zur Rettung der Mangyanehre: das Dorf wird hauptsächlich von sog. Lowländern bewohnt-die häufig auf die Mangyans runtersehen-.Central liegt direkt an der gut ausgebauten Durchgangsstraße zu den Bergen.Als Ambulanzplatz ist es deshalb interessant,weil zum einen ein paar Mangyansmischehefamilien dort ihre Häuser haben,aber vor allem,weil dort etliche Wege aus den Bergen,aus den

das Schönste an dem Nest waren noch die wunderschönen Blumen

das Schönste an dem Nest waren noch die wunderschönen Blumen

Mangyangebieten, zusammenlaufen.IMG_2817

Leider hats mal wieder geschüttet und die Eingeboenen kamen nicht über die,überall das Bergland durchschneidenden, Flüsse nicht hinweg.er riskiert schon,mit ein paar Kindern am Arm ein paar Stunden Marsch,um dann an einem reißenden Wasserlauf hängenzubleiben. Mit anderen Worten: wenig zu tun!      Unser Ambulanzplatz war ein kleines Kirchlein. Und es tröpfelte nur an Patienten… also zuerst mal etwas frustriert Kaffeetrinken -auf dem Altar. Ronaldo machte sich doch prima als Priester mit seinen drei Ministrantinnen…IMG_2820IMG_2824

 

Was s0lls: schließlich warens schließlich doch knapp 40 Patienten.   Nix Spannendes und ich dache mir: gut,s0 läuft er  eben so langsam aus,mein kleiner Abenteuerhilfsausflug. War aber nicht so,heute (ich schreib den Bericht heut,am 27.1. nach) hat mich der Tag etwas versöhnt.

Trotzdem noch ein paar Bilder:

ihr Wohlwollen hab ich mir durch den Luftballon erkauft

ihr Wohlwollen hab ich mir durch den Luftballon erkauft

mein Charme scheint seine Grenzen zu haben

mein Charme scheint seine Grenzen zu haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lassen is dami bewenden… der Chronist hat seine Pflicht getan.

auch die zwei hab ich mit Bonbons bestochen.Ihr merkt,daß meine Stimmung an dem Tag nicht grad euphorisch war *s*IMG_2810

 

 

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Montag, 25.Januar 2016

Regen,Regen,Regen….        Es hat abgekühlt, erheblich…. auf 25°C !…. da geht doch unsereiner das Herz auf!  Und hier frieren sie alle … „very cold!“…  ohne Jacke läuft hier niemand rum!

Aber es hat schon gehörig geregnet,wolkenbruchartig ,in der Nacht schon.Das Gebirge,auf welches wir wieder zufuhren,war bis in die Ebene mit schweren Wolken verhangen und die Reisfelder neben den Straßen waren zunehmend vollgelaufen. Und dann kommen einem diese hinreißenden Typen mit ihren Karabaos entgegen:

Diesem Lächeln kann doch keine Frau widerstehen!

Diesem Lächeln kann doch keine Frau widerstehen!

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IMG_2760...mir hatte es eher dieses tolle Vieh angetan...

…mir hatte es eher dieses tolle Vieh angetan…

 

 

 

Und  immer malerische Bildfetzen rauschten an uns vorüber…ich mußte einfach paarmal anhalten lassen:

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Mir schwante schon Übles. Rolando,unser Fahrer,maulte schon eine Ganze Weile rum … “ ob das was wird… und wie sollen wir zurückkommen“…:

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Und tatsächlich war auch kurz später Ende! Ein nur ca 5 m breiter Sturzbach ließ kein Weiterkommen mehr möglich: Abbruch! (hab leider nur ein Video davon und das kann ich hier nicht reinsetzen;werd Norbert mal konsultieren *s*)

Da am 21. Februar in Roxas (im Süden der Insel) ein deutsches Chirurgenteam 2 Wochen durchoperiert,was wir das letzte halbe Jahr an operierbarem „angesammelt“ haben (zB Schilddrüsen,Leisten- und andere Brüche,alle Sorten von Tumoren usw) und die Patienten,welche in den regionalen Gesundheitszentren angestaut waren, mußten davon noch etliche verwaltungstechnisch aufgenommen werden. Also haben wir das durchgezogen und machten Hausbesuche der besonderen Art: entlegene Hütten und Häuser suchen und anfahren,auf aufgeweichten Wegen…                                                           Routine,aber so kam ich zu ein paar netten Aufnahmen,so nebenbei:

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"Kaufland" mit Metzgereiabteilung

„Kaufland“ mit Metzgereiabteilung

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg war auch hier wieder oft das Ziel… und das gestaltete sich oft etwas glitschig!

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Mittelschichthäuser,nicht nur Mangyans,hier die meisten Lowländer.

zwei, wirklich komfortable, oben offene Außentoiletten

zwei, wirklich komfortable, oben offene Außentoiletten

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durchaus landesübliche Außenküche

durchaus landesübliche Außenküche

sooo hoch stand das Wasser beim Taifun

sooo hoch stand das Wasser beim Taifun

Waschküche

Waschküche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die „gute Stube“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und schließlich eine Außensicht: Tankstelle -in Flaschen abgefüllte Zweitaktermischung- mit Supermarkt:

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Es war wirklich auch schön! Übrigens hatten mittags die Schulkinder frei wegen einer Taifunwarnung. Es war dann doch nur ein heftiger Wind mit starken Regenschauern.

Ich hab den Nachmittag ein wenig verpennt und meine „Hausaufgaben“ gemacht,in deren Genuß ihr jetzt kommt!

Bis morgen dann.

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Sonntag,24.Januar 2016

 

BAYAWAN

GPS   N 13° 20.479′      E 121°  02.729′

Unser eigentlicher Ambulanzplatz liegt eigentlich ca 1 km nordwestlicher. In GoogelEarth müßte eigentlich ein richtiges kleines Städtchen,ein größeres Dorf zu sehen sein.Es war eines der schönsten Orte,welche wir immer angefahren sind.

Es war einmal!

Am 15.Dezember hatte dieser Ort aufgehört zu existieren und wird auch nicht mehr neu erbaut. Am 15. Dezember hatte der Taifun diese malerische Oase, im wahrsten Sinn des Wortes, im Griff:

wo Cecile steht,war unsre Ambulanzhütte

wo Cecile steht,war unsre Ambulanzhütte

Auf dieser Stelle standen schöne Bambuswohnhütten…nichts,aber auch garnichts mehr zu sehenIMG_2734

 

 

 

 

die grünen Gitter waren vor den Fenstern des Erdgeschosses

 

 

 

 

die stabielsten Häuser um den Ortskern "stehen" noch,halb voll mit Schutt

die stabielsten Häuser um den Ortskern „stehen“ noch,halb voll mit Schutt

Mit einem Zangenangriff überrollten unvorstellbare Wassermassen mit Riesengeröll zwei sonst kleine Flüsse die am steilen Bergabhang angesiedelten Häuser,Kirche,Grund

Grundschule,halb begraben

Grundschule,halb begraben

Grundschule,dem Flußlauf abgewandte Seite

Grundschule,dem Flußlauf abgewandte Seite

 

– und Oberschule.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den „Neubauteil „des Ortes,der eigentlich etwas höher lag hatte es vom andern Flußlauf her erwischt.

Rohbau mit hier teurem Zaun,den der Besitzer versucht hat,inzwischen wieder zu "retten",dh,auszugraben

Rohbau mit hier teurem Zaun,den der Besitzer versucht hat,inzwischen wieder zu „retten“,dh,auszugraben

Da es alles stabile Steinhäuser waren,hattes diese (oft nur im Rohbau) „nur teilweise mit Schlamm „aufgefüllt“:

Zeichen eiliger Flucht

Zeichen eiliger Flucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und irgendwo symbolisch: hier wird keiner mehr einen Fuß reinsetzen! Die Bezirksverwaltung hat beschlossen,diesen Ort ganz aufzugeben,Auch die neuen Häuser dürfen nicht weiter bewohnt werden.Es besteht die Gefahr,daß beim nächsten Starkregen weitere Bergabbrüche in die gleichen Täler stürzen und noch mehr zerstören.IMG_2735

 

 

 

 

 

 

Also haben wir im völlig unzerstörten Dorf unterhalb unsre neue Ambulanzstelle eröffnet! Bis an die Dorfgrenze hatten es riesige Felsbrocken in einem neu geschaffenen Flußbett geschafft!20160124_085337

dem ca 12jährigen wird ein Sack Bananen,der ihm runtergerutscht war,wieder draufgepackt

dem ca 12jährigen wird ein Sack Bananen,der ihm runtergerutscht war,wieder draufgepackt

...und den schleppt er jetzt ins Dorf,an den Brocken vorbei

…und den schleppt er jetzt ins Dorf,an den Brocken vorbei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach ja, gearbeitet haben wir natürlich auch noch! Es waren vor allem viel junge Männer da,mit Rückenschmerzen,vom Aufräumen. Ansonsten wieder das Übliche. An den andren Überschwemmungsgebieten hatte man es nicht gemerkt: diesmal aber war die Stimmung deutlich gedrückter… Nach einiger Zeit setzte dann noch ziemlicher Regen ein; auch das noch! Es hat einfach alles gepaßt,diesmal im Negativen. Knapp 70 Patienten. War nicht so prickelnd heute,aber das gehört eben auch dazu.

Unser neuer Ambulanzplatz kurz nach der Anfahrt. Die weiß umhüllte ist meine Sprechstundenhütte; rechts,das Grüne Haus die Aufnahme und Medikamentenausgabe

Unser neuer Ambulanzplatz kurz nach der Anfahrt. Die weiß umhüllte ist meine Sprechstundenhütte; rechts,das Grüne Haus die Aufnahme und Medikamentenausgabe

 

 

 

 

 

 

 

 

irgendwie reißen es die Kinderbilder auch nicht raus IMG_2753*s*

 

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Zum Schluß noch eine gute Nachricht: Der unterernährte Säugling hats gepackt und ist nach dem Klinikaufenthalt in einem „Aufpäppelheim“ in Calapan gelandet!

Und mit diesem positiven Betthupferle verabschied ich mich für heute!

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Freitag,22.Januar 2016 und Samstag,23.Januar

 

BArAS       zwischen den 2 A k0mmt noch ein großes „r“; es ist gad wieder schwierig mit der Maschine…

GPS   N 13°  22.549′    E 121° 00.523′

 

Eigebnlich ie immer: diesmal bei undeschönem Wetter eine irre 2 Stundenfahrt.Es bleibt nicht erspart: so wie hier hat der Taifun bisher nirgendwo gewütet: Das ganze Dorf am jenseitigen Ufer war weggerissen worden. Die schon beschriebene, gleiche Brückenkonstruktion hats diesmal ganz zerstört.Die Wasser- und Geröllflut hat den Fluß wieder aufgefüllt und einen richtig feinen Sandstrand hinterlassen,der geradezu eingeladen hat, Blödsinn zu machen. Tut mir leid,aber wir sind genausowenig in Trauer versunken wie die Bewohner. Die waren schon wieder am Aufbau. Während der ganzen Ambulanz war kein bißchen Bedrücktheit zu spüren…IMG_2639

am jenseitigen Ufer gabs mal ein Dorf,bis zu dem sich eine weite Hängebrücke spannte

am jenseitigen Ufer gabs mal ein Dorf,bis zu dem sich eine weite Hängebrücke spannte

 

 

 

 

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Die Amblanz hatte es in sich! Wir mußten an eine sehr steilen Straße,die zum Fluß führte, eine notdürftig überdachte Hüttenkonstruktion aufbauen und dachten,daß eigentlich niemand kommt…es tröpfelte so die erste Stunde… Aber dann: vor allem durch den Fluß vom andern Ufer und aus den dortigen Bergen kamen dann über 100 Patienten,von denen ich genau 90 behandelte;der Rest waren Entwurmungen und zur Familienplanng.

Es ging plötzlich zu wie in einem Bienenschwarm: Kinder,Kinder,Kinder und als Dreingabe immer noch die Mütter…es hörte gar nicht mehr auf. Und Querbeet alles,was das Herz begehrt: Hautgeschichten,Lungenentzündungen, Schwindel und Kopfschmerzen (einfach kaputte Mütter),Gelenk- und Rückenschmerzen (einfach kaputte Väter UND Mütter),“frische“ Tuberkulosen,zwischendurch noch „schnell“ ein versautes ,ausgedehntes Fingerabszeß aufgeschnitten; ich kann mich gar nicht an alles erinnern.                                  Aber bev0r die S0nne unterging wars dann d0ch rum,0bwohl ich sch0n nach der Stirnlampe geschaut hatte. Und tr0tzdem hats Spaß gemacht,meistens jedenfalls *s*.

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der Junge mi t dem Fingerabszeß

der Junge mi t dem Fingerabszeß

 

 

 

 

 

 

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SAMSTAG,  den 23.Januar 2016

MAMALAW

GPS   N  13°  21.396′       E 121° 02.044′

Nach dem gestrigen Tag, an dem wir alle doch ziemlich kaputt waren, heut das verdiente K0ntrastpr0gramm:

„Der Weg ist das Ziel “                                                                                                                              Blauer Himmel,angenehm warm, das Gebirge,welches wir anfahren immer vor Augen und bis zu den leicht umwölkten Gipfeln einsehbar. Stimmung prima!IMG_2692IMG_2694 IMG_2698Zwischenhalt beim Dorfbäcker…    Auf einem wilden,schmalen Weg kommt uns ein Tricycle mit zwei  verrückt aussehenden,  interessant gekleideten Frauen auf dem Soziussitz entgegen.IMG_2701 Wir quetschen uns aneinander vorbei und ich ruf Rolando zu,er soll anhalten und mich rauslassen! Die stehen inzwischen auch und als ich auftauche ist da ein Gejohle,Lachen und Betatsche … umwefend schön und völlig natürlich,die reine Freude: zwei mittelalterliche Lehrerinnen aus ihrer Mangyanschule am Ende der Welt auf dem Weg ins Wochenende und zurück in die „Zivilisation“

Es war wieder so eine Situation,nach der man sich kneifen möchte!Aber das funktionniert auch so nur auf den Philippinen.Solch ein spontan freudiges Volk hab ich noch nie erlebt!

Das Dorf ,noch in der Ebene,mitten in völlig UNzerstörten Kokospalmen und Bananenstauden gelegen,ist richtig schön. Weitläufig, die Menschen -eigentlich wie immer-sehr freundlich (besonders wenn man sie in ihrer Sprache begrüßt und so ein paar Brocken noch dazu sagen kann),lassen sich gern fotografiern… gut!IMG_2726IMG_2710IMG_2715IMG_2727IMG_2728

und zum Abschied noch ein paar Kokosnüsse

und zum Abschied noch ein paar Kokosnüsse

Und die Ambulanz: richtig „gemütliches“ Plätzchen unter KokospalmenIMG_2723,rumtobende Kinder,keinerlei Problemfälle, 36Patienten(!) , ein rundum gelungener Tag!

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Und jetzt noch das Geplauder mit euch: Herz was willst du mehr! (na ja,es gäb schon noch das Eine oder Andre…*s*).

Gute Nacht!

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