Schulspeisung in Anuyan

Als wir die Unterstützung von Salay aufgegeben hatten,überlegten wir uns,welche Schule stattdessen in unser Programm aufnehmen sollten.Neben PAPALI (siehe letzten Bericht),war uns auch die Mangyanschule in Anuyan angetragen worden. An dieser Schule war allerdings der Anteil der Nichtmangyankinder,welche auch genug Essen von zu Hause mitbekamen, ziemlich hoch und die Schule liegt auch in Stadtnähe. Dennoch entschieden wir,auch dort ein Schulessen zu veranstalten,um uns ein eigenes Bild zu machen. Tatsächlich kam nach Gesprächen mit den LehrerInnen und durch den Ablauf des Essens als Wahl zur Unterstützung das Dorf PAPALI nur noch in Frage. Es war auch eine Gefühlssache. Das Essen war toll organisiert und verlief außerordentlich geordnet,aber… die Wahl fiel uns nicht schwer.

Trotzdem einige nette Bilder von dort. Wir gaben für das Essen übrigens 143 € aus.

Soweit also unsere Tätigkeit im August 2022

Der Vollständigkeit halber kann ich leider von keinem weiteren Kontakt zum Frauengefängnis in ILOILO berichten. Trotz einer weiteren Nachfrage hat sich die Gefängnisleitung dort nicht mehr gemeldet. Wir werden aber dranbleiben!

Ende November diesen Jahres werde ich wieder auf die Philippinen fliegen und die Schulen besuchen;dann aber versuchen, über Weihnacht zeitnah zu berichten.

Falls ihr spenden wollt,so könnt ihr entweder Geld in meiner früheren Praxis (jetzige Praxis Dr Thum) abgeben ,oder auf das Spendenkonto bei der Volksbank einzahlen. Die Kontonummer ist in der Überschrift zu Beginn des Blogs,oben rechts,aufgeführt.

Bis Ende des Jahres,ihr Lieben und Interessierten,euer Peter KH Nowotny

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PAPALI Ein Mangyangdorf hoch über dem Meer,aber mitten im Dschungel

Nachdem wir die Versorgung der Mangyanschule von Salay aufgegeben hatten,da diese Schule genügend Unterstützung anderer Hilfsorganisationen hatten und genügend zu essen hatten, waren wieder Valenzen frei,um ein anderes bedürftiges Dorf mit Schule zu versorgen. Durch den ehemaligen Schulleiter von Pandanan erfuhren wir von einem kleinen Dorf mit ca 40 Familien und 110 Kindern. Die Bewohner hatten Probleme mit dem Wasser und -eigentlich fast wie alle- zu wenig ausgewogenes Essen für ihre Kinder. Zudem lag das Dorf nicht allzuweit von unserem Häuschen ,sodaß die Anreise kurz und billig war.

Es gibt 2 Möglichkeiten,dieses Dorf zu erreichen: nach kurz ausgebautem Sträßchen von unserem Häuschen zT steil quer durch den Dschungel auf Fußpfad,rauf und runter ca 200 Höhenmeter zum Dorf. Die zweite Möglichkeit mit dem Boot anlanden (an einer steinigen Küste eine wahre Kunst) und dann in einem sehr steilen Anstieg mit ca 100 Höhenmeter zur Dorfmitte. Wir entschieden und ,den Hinweg zu marschieren und den Rückweg mit dem Boot zu fahren. Der Anstieg über ca eine Stunde in dämpfiger Luft durch den Dschungel war ganz schön heftig für mich,aber hat mir auch viel Selbstbestätigung gegeben (*grins*)!

schweßtreibend
runter zum Meer,durch weggebrochene Wege und wieder steil rauf
…leicht gezeichnet….
letzter Anstieg
ziemlich kaputt an der einzigen Wasserstelle des Dorfes

Dorfgemeinschaftspalaver und Wünsche ,Träume der Dorfbewohner

Um diese Wasserstelle geht es zunächst: Das Dorf liegt mit seinen Hütten weit verteilt an einem steilen Hang ( ca 80 bis 100 Höhenmeter). Die Quelle ist darüber in den Bergen und wird mit einem einzigen Wasserschlauch unten zum Dorfplatz,in Schulnähe. Geführt. Dort müssen sich alle Bewohner das Wasser holen,was zT sehr anstrengend ist. Man könnte das Problem lösen,indem man eine Zisterne oberhlb des Dorfes gräbt,ausmauert und des Wasser in einem großen Plastiktank abfüllt. Von dem gehen dann verschiedene Schlauchleitungen zu den Hütte,von denen sich naheaneinandergelegene auch eine Leitung teilen können. Eine wahnsinnig erleichternde Lösung,besonders für die älteren Bewohner.

Bei einer Dorfversammlung konnten wir alles besprechen und einen Kostenvoranschlag ungefähr ausarbeiten Vorfreude und Erleichterung waren groß – zudem wir zusagen konnten ,zunächst für ca 1 Jahr einen Essenszuschlag von monatlich 150 € ab Beginn der Aufnahme des Unterrichts im November zu leisten. Natürlich hatten wir auch mit Süßigkeiten andie Kinder gedacht und ein Weihnachtsessen in Aussicht gestellt.

eines der beiden Schulzimmer
Abstieg zum Meer auf dem Heimweg

spielende Kinder am Meer

auf dem Heimweg
unser Häuschen vom Meer aus
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Besuch der Mangyanschule in Arigoy; Eigentlich meine „Lieblingsschule“

Und ich hätte euch wunderschöne Bilder zeigen können… aberleider sind gerade diese Bilder auf dem verlorenen Smartphone. Auf der Rückfahrt von dort war es dann verschwunden. Ich hab also nur einige,welche die Lehrerinnen von dort aufgenommen haben… Wie ich schon in früheren Berichten beschrieben habe liegt die Schule und das dazugehörige Dorf inmitten einer wilden Gebirgs- und Urwaldlandschaft. Sie ist nur über extreme Wege erreichbar,mit Motorrad und ist eine unendliche Viecherei. Ich hab die Schule und die Umgebung in früheren Berichten beschrieben und in vielen Bildern .gezeigt: in der rechten Leiste den gesuchten Bericht anklicken

Juli 2019 Ende April2019 Hilferuf Aigoy auf „Weiterlesen “ klicken Januar 2019 Nachtrag zu den Bildern auf „Weiterlesen“ klicken Januar 2018 Nachtrag zum Weihnachtsfest 2018 auf „Weiterlesen“ klicken

Auch hier veranstalteten wir für 100 Schüler und ihre Eltern ein „Essen satt“,dazu Süßigkeiten,wie gehabt. Es war sehr schön und die neue Schulleitung außerordentlich kooperativ. Während des 2 jährigeh Pandemieschulausfalls sollten die Lehrer in den Dörfern die Kinder mit Schulmaterial versorgen. Wir hatten dazu ein Kopiergerät gestiftet und das entsprechende Material dazu. Wie schwer,gar unmöglich,solche Vorgaben der Schulbehörde waren,kann man aus dem einen Bericht sehen,in dem wir damals eine abgelegene Gemeinde mit Einzimmerschule besuchten,welche zur Hauptschule gehört und von dort aus versorgt wird.

Kosten: 150€ für das große Essen (zu Weihnachten wiederholen wir es ,wenn das Geld reicht (es wird!) und die Familien bekommen Reis und Sardinen mit nach Haus.) Für die restlichen Schulmonate des Jahres Essenszuschuß von 150€ /Monat. Für ein Jahr konnten wir 1500 € fest zusagen.Das Geld wird Kitty alle 2 bis 3 Monate übergeben und alle 2 bis 3 Monate kontrollieren.

Einen Eindruck von Arigoy könnt ihr in den oben angegebenen Berichten finden. Ich häng jetzt noch die wenigen Bilder vom diesjährigen Schulfest durch uns:

Die Lehrer der Schule

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Eigentlicher Beginn der Berichte vom August 2022

Ich hatte bis zum Ende meines Aufenthaltes noch gehofft,mein Smartphone mit den Bildern wiederzubekommen: nix wars!

Die erste Zeit zu Hause war wieder soviel Trubel,sodaß ich – mit schlechtem Gewissen – erst jetzt dazu komme,zu berichten. Zu meiner Entschuldigung: ich arbeite immer noch einmal die Woche in meiner alten Praxis mit und ich hab ,besonders Anfang September, Wochenende und Mittwoche Dienste in den umgebenden Notdienstzentralen gemacht,um das Geld für meine Aktivitäten und eventuell später für eine kleine Stiftung zusammen zu bekommen. Es war zT schon fast etwas zuviel; muß ein wenig haushalten. Nebenbei gesagt,ich bin jetzt auch schon 78 Jahre alt und hab natürlich auch meine gesundheitlichen Macken,die mich limitieren. Aber keine Angst: bin noch fit genug,um das alles mit Einsatz und vor allem mit großer Freude zu machen! Ich bekomme schließlich von den Menschen,für die ich mich einsetze mehr zurück,als ich ihnen je geben könnte!

Noch etwas zum Technischen: Ich habe inzwischen ein neues Smartphone und natürlich auch eine neue SIM Karte,aber wieder DIE ALTE TELEFONNUMMER: +49 172 667 11 44 !!! Ich hoff,inzwischen alle alten Telefonnummern rekonstruiert zu haben. Im Zweifelsfall einfach eine Whats App schicken,dann hab ich sie.

Nun zu unserem ersten Besuch des Dorfes und der Schule in PANDANAN:

Wie beim ersten Mal gings wieder mit der landesüblichen Nußschale mit Holzauslegern zu dem Dorf;eca eine 3/4 Stunde. Das Meer war diesmal ganz ruhig,kaum hohe Wellen,Sonnenschein:also eine Genußfahrt! und,wie üblich wurden wir -nach 2 Jahren Pandemiepause- sehnsüchtig erwartet, bzw ,die Lollies und sonstigen Süßigkeiten,die sie nichtmal an Weihnachten haben (außer von uns). Das Dorf und die Schule haben sich die letzten 2 1/2 Jahre kaum verändert: es regnet immer noch durchs kaputte Dach in ein Klassenzimmer… einige Lehrer haben gewechselt,und alles verlief sehr harmonisch. Ich werde noch einige Bilder vom jetzigen Besuch dranhängen. Wen aber interessiert,wie es dort genau aussieht,wie sich die Menschen dort etwas Geld verdienen,hart!, der klicke doch in der rechten Leiste die Zeile an: Januar 2020, und dort : 18.Januar, um an die Bilder und den ausführkichen Bericht zu kommen,klickt im Kurzbeicht den Pfeil an: weiterlesen!

Auch dieses Mal stand das Essen im Mittelpunkt: Nudeln (gibts sonst nie,zu teuer), Hühnchenadobo (eine Art Gulasch mit Knochen) Gemüse und und… Wir (die Lehrer und Eltern) bekochten dort 87 SchülerInnen und Eltern, wirklich satt!

ZU den Kosten: Das Essen kostete 200Euro Wir vereibarten einen monatlichen Essenszuschuß von 150 Euro; dh im Jahr 1500 €; (in den 2 Ferienmonaten wird nicht gezahlt). Kitty gibt alle 2 bis 3 Monate das Geld im voraus und kontrolliert gelegentlich unangemeldet die Essensausgabe. Wie in einem vorherigen Artikel beschrieben,einigten wir und darauf,daß nicht das Geld wie vorher üblich an die Familien ausgegeben wird,sondern die Lehrer für das Geld die Nahrungsmittel einkaufen und die Mütter gemeinsam die Mittagsmahlzeiten in der Schule kochen und an die Kinder ausgeben!

Hafen und Schulplatz von Pandanan
Erklärung unten; da die Sonne so stach hatte ich mir ein T Shirt übergezogen
auf der Heimfahrt
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17.8.2022 Supergau!!!

Nein,nicht wirklich (es gibt viel Schlimmeres) : vor einer knappen Woche hab ich mein Smartphone verloren,oder es ist mir aus der Tasche geklaut worden! Was an und für sich nicht allzu schlimm wäre. ABER: Die Bilder der ersten 2 Schulbesuche im Urwald (und es waren so nette dabei) sind so unwiderruflich verloren.Nur wenige hatte ich an Einzelne von einem Ersatzsmartphone weitergeschickt. Diese werd ich dann auch veröffentlichen. Dazu kommt aber,daß auch alle meine Adressen weg sind und natürlich die dazugehörigen Tel.nummern!!! Grrrrrr! Falls also jemand Interesse hat,mit mir auch weiterhin Kontakt zu halten,der möge mich anrufen oder über WhatsApp kontaktieren unter:

+49 177 7611 748 ich würde mich freuen!

Ich hatte mit weiteren Berichten gewartet und gehofft,daß das Smartphone wieder auftaucht. Nada! Spätestens ab morgen werd ich weiterschreiben. Ganz liebe Grüße an alle,euer Peter

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Mindoro im Zeichen von Corona; August 2022

Nach 10 Tagen Aufenthalt komm ich endlich dazu,den eigentlichen Blog zu beginnen.Es ist ja bisher auch nichts Aufregendes passiert.Den ersten Besuch einer Schule weden wir morgen am Urwaldrand,an der Küste machen,in PANDANAN;den nächsten gleich übermorgen mitten im sehr hohen Urwaldbergland,in ARIGOY.Arigoy ist eine unserer ersten Schulen,die wie seither betreuen,in Pandanan waren wir erst einmal,kurz vor der Pandemie. In beiden Schulen werden wir ein kleines Fest machen,bei dem sich die Kinder dann sattesssen können mit Speisen,die sie sonst nie bekommen (zB Fleisch oder Würstchen) und es gibt auch mal Softdrinks wie Cola (normalerweise nie) und Süßigkeiten! Dabei werden wir auch mit den Lehrern und der Schulverwalterin die Abgabe der Gelder für die zusätzliche Nahrung (Gemüse,Obst) besprechen und die Modaltäten der Gelderübermittlung. Kitty meine Parnerin hier, wird dies dann hier (auch ehrenamtlich) übernehmen und wir haben uns schon überlegt,wie wir das auch kontrollieren werden.

Zur allgemeinen Situation an der“Schul-und Essensfront“: Die Schulen hier waren jetzt 2 Jahre lang geschlossen! Schulbeginn wieder am 15. August. Die einzelnen Schulen können selbst bestimmen,ob sie gleich mit dem Frontal- bzw Anwesenheitsunterricht beginnen oder zunächst noch per Arbeitsblätter arbeiten wollen (eigentlich eine unmögliche Situation für Eingeborenenkinder,welche verstreut im Bergland in Bambushütten leben mit bis zu 10 oder mehr Personen in einem Raum!?). Die LehrerInnen hatten dies häufig schon während der letzten Zeit gemacht,hatten aber gar kein Material dazu. Wir/ihr haben dann für die Schulen von den vorhandenen Geldern Kopiergeräte,Unterrichtsmaterial und Papier gekauft! Da das Lehrpersonal aber schon seit einiger Zeit vor Ort sein muß,um alles vorzubereiten,war es auch möglich ,unsere Termine VOR den Schulbeginn zu legen (sonst wäre mir vor meinem Rückflug gar keine Zeit mehr geblieben).

Zum Essen selbst: Der Staat gibt für jedes bedürftige Eingeborenenkind 20Pesos (ca 40 Cent) pro Schultag an die Schulen. Diese kaufen dann wochenweise ein; und jetzt wirds zT eigenartig: In Arigoy kommen abwechseld die Eltern und kochen in der Schule von dem Gekauften täglich das Essen für diese Kinder und es wird in der Schule ausgeteilt. In Pandanan wird dieses eingekaufte Essen wochenweise an die Eltern ausgeteilt,die es dann zu Hause für die Kinder kochen! In diesem Fall ist es doch unausweichlich,daß die Restfamilie daran teilhat (obwohl eigentlich kaum etwas zu verteilen ist! Ich hab ausgemacht (mit der Verwaltungschefin),daß wir nur Geld zu Essen dazugeben,wenn auch sichergestellt ist,daß dieses 1:1 bei den bedürftigen Eingeborenenkindern ankommt! Heißt,wenn sie Geld haben wollen,muß Pandanan auf das gerechtere „System Arigoy“ umstellen… (was sie wohl machen werden). Zum besseren Verständnis: 1kg des allerbilligsten Reises kostet zZt rund 40Pesos. Dh ,es stehen für die tägliche Ernährung des Kindes 500g Reis zur Verfügung! … verteilt auf drei Mahlzeiten… ihr könnt euch selbst ausrechnen,was da übrigbleiben soll für Gemüse,Obst oder gar Fleisch . Soviel zum Verständnis der derzeitigen Umstände und der Lage hier. Zum Frauengefägnis auf Ilo Ilo,welches wir ja mitbetreuen soviel: Die Nonnen dort,welche sich um die Gefangenen kümmern haben und mitgeteilt,daß nichtmal sie dorthin dürfen. Wir sollen es einmal direkt bei der Leitung dort versuchen. Wir taten dies und warten noch auf Antwirt!… aber wir haben noch ein wenig Zeit…..

Morgen also nach Pandanan in einem kleinen Boot;übermorgen nach Argoy! Von den Besuchen dort werd ich wieder berichten.

Dazwischen werd ich auch immer wieder von meinen Freizeit aktivitäten berichten und auch von meinem Häuschen direkt am Strand in der Nähe von Abra de Ilo,genau: N 13° 28,6692 ; E 120° 43,425′

Nach ca 42 Stunden unterwegs mit Auto,Flieger,Taxi,Bus Schiff und Tricycle kamen wir um 5Uhr morgens im Häuschen an: ein wildes Paradies… ich war sofort wieder zu Hause!… wir beschlossen,bei einer großen Tasse Kaffee den Sonnenaufgang mitzunehmen,um dann in den Schlaf abzutauchen:

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Endlich – nach 2 1/2 Jahren ist es mir wieder möglich,meine Projekte auf den Philippinen zu besuchen und weiter zu betreuen!

geplant: 29.7.22 bis 25.8.22

Endlich kanns wieder losgehen!

Die Schulen öffnen jetzt wieder nach den Ferien im August. Ich hab Kitty,meine Mitarbeiterin ,angewiesen mit den Schulleiterinnen Kontakt aufzunehmen und einen Besuchstermin auszumachen. Bei der Gelegenheit werden wir mit ihnen besprechen,wieviel sie für die Zusatznahrung Geld brauchen; außerdem veranstalten wir an dem Tag ein kleines Fest,bei dem es dann Essen und Trinken satt gibt (alles Dinge,auf welche die Kinder immer verichten müssen (zB Fleisch,Gemüse, Süßigkeiten und Limonade)

Ich werde dieses Mal auch auf die Insel Ramblon fahren,um Leocelyn mit ihrem Kinderheim zu besuchen. Ramblon ist ca 4 Stunden Schiffahrt von der Südspitze Mindoros, „meiner“ Insel ,entfernt. Und Leocelyn hab ich bei meiner Arbeit mit den „German Doctors“ kennengelernt. Sie war damals eine einfache,junge Frau,welche im Dschungel aufgewachsen ist (abenteuerliche Geschichten),kaum Schulbildung hatte und sich bei den German Doctors zu einem unverzichtbaren „Mädchen für alles“ hochgearbeitet hatte.Allerdings wurde sie dort von der einheimische Chefin total ausgenutzt und quasi als Sklavin gehalten! Ich hab ihr damals Mut gemacht,den Job hinzuschmeißen. Wir fanden für sie einen neuen,weniger stressigen in einem Kinderheim. Ich zahlte ihr dann (von meinem Geld) eine einjährige Ausbildung als Krankenbetreuerin,welche sie trotz geringster Vorbildung schaffte! Intelligent und fleißig! Im Kinderheim wurden die leitenden Angestellten einer neuseeländischen Hilfsorganisation auf sie aufmerksam und boten ihr die Stelle der Leiterin eines kleinen Kinderheims an.Sogar den Führerschein konnte sic dort machen und ist wohl sehr zufrieden! Muß ich mir ansehen und vielleicht tut sich dort auch ein Türchen für mich auf, nebenher für die Organisation zu arbeiten.Mal sehen,ich werd berichten!

Leocelyne
Sowas gibts nur nach Spenden (meine eigene)
Kinder des Heims
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Weihnacht 2020

Frauengefängnis IloIlo

Wie ich schon im letzten Jahr berichtete,betreuen wir neben den Dörfern im Dschungel auch ein Frauengefängnis Auf der Insel IloIlo. Wir waren auf das Gefängnis aufmerksam geworden durch Nonnen (Freunde von Kitty),welche ihr Kloster direkt neben dem Gefängnis haben und die dort einsitzenden, im Schnitt etwa 200 Gefangenen,persönlich betreuen.Sie helfen ihnen nicht nur in seelsorgerischer Hinsicht,sondern auch ganz praktisch,wenn sie zB etwas brauchen,oder beim Verkauf von kleinen Handarbeiten,welche die Frauen herstellen. Sie haben fast ungehinderten Zutritt und das Vertrauen ders Wachpersonals und der Verwaltung.

Da die Verhältnisse in diesem Gefängnis außerordentlich einfach und beengt sind (ganz sicher in keinem Vergleich zu deutschen Anstalten) und die Insassen sogut wie keine Freuden haben,baten uns die Nonnen wenigstens zu Weihnachten den Frauen ein kleines Geschenk zu machen,welche -zum Teil über Jahre- keinen Kontakt mehr zu ihren Familien haben und deshalb auch nicht zu Weihnacht eine kleine Zuwendung bekamen.Es handelte sich 2018 zu Weihnacht um ca 70 Frauen.

Da wir etwas Geld übrig hatten (und wir uns das alles erstmal anschauen wollten) waren wir vor 2 Jahren erstmals hingefahren… eine leichte Tortour: per Fähre und verschiedenen Bussen,mit zwischenzeitlichen Übernachtungen,waren wir dann 4 Tage unterwegs,um an einer Feier von ca 2 Stunden teilzuhaben. Es hat sich gelohnt! Siehe den Bericht 2018. Seitdem sind wir irgendwie Bestendteil dieses Gefängnisses und auch des Klosters. Wir wurden vor einem Jahr sehnsüchtig erwartet und es war einfach rührend. Dazu muß ich auch erwähnen,daß das Wachpersonal außerordentlich freundlich und koperativ war und zusammen mit den Nonnen die Feiern immer ,den Umstäden entsprechend, sehr nett gestalteten.

Diese Weihnacht war auf Grund von Corona auch hier alles anders: Die Gefangenen hatten überhaupt keinen Kontakt mehr nach auße und bekamen alle keine Geschenke zu Weihnachten. Also besorgten wir- die Nonnen organisierten dies für uns- für jede der ca 170 Insassen eine Weihnachtstüte mit Pflege und Kosmetikartikel und sorgeten zu Weihnachten und diesmal auch zu NeuJahr für ein zusätzliches Essen für alle : Hühnchen mit Spagettisauce. Ein Essen,welches es in dieser Form nur einmal,durch uns,im Jahr gab.Eigentlich eine unerschwingliche Köstlichkeit!

Die nächsten Tage gehts dann mit Bildern weiter.Mein Laptop läd nicht ordentlich und ich hab Angst,alles stürzt ungespeichert ab!

Das Nonnenkloster in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses
DIE Gefängnisinsassinnen basteln aus Perlen Figuren,welche die Nonnen dann für sie verkaufen.
Eingang zum Polzei- und Gefängniskomplex
Im Hintergrund links der Gefängniskomplex
Ein Sielplatz für die Kinder,wenn die Familien der Gefangenen zu Besuch kommen
Weihnachts- und Silvesteressen;Nudeln sind etwas Besonderes
Die Geschenkpäckchen werden von den Nonnen gepackt
Inhalt jedes Päckchens
Team der Nonnen
… und Gebet…
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Nach diesem verkorksten Jahr,in dem alles anders war,nun die Fortsetzung der Berichte und hoffentlich zuversichtliche Aussichten,die Projekte betreffend!

Ich wünsch euch allen geruhsame,entspannte Feiertage; ein feines,nachsichtiges Lächeln in den Augenwinkeln gegenüber den Unbillen der letzten Monate und mutvolle,optimistische Stimmung im Herzen,betreffend das neue Jahr!

Euer Peter

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Ambulanztag in PANDANAN

Die Vorgeschichte zu diesem Ambulanztag hatte ich schon im Dezemberbericht geschildert. Da ich es von meiner Arbeit bei den „German Doctors“ immer wieder erlebte,sind die Behörden sehr zurückhaltend mit der Erlaubnis,ärztlich tätig zu werden! Es hängt auch sicher damit zusammen, daß sie ihre eigenen Ärzte – auch bezüglich des Verdienstes- schützen wollen.Die Ärzte auf den Philippinen zählen zu den Großverdienern und sind (übrigens unterscheiden sie sich darin nicht von etlichen Kollegen hier in Deutschland!) darauf bedacht,sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Allerdings ist bei den Eingeborenen absolut nichts zu holen,wie ihr später noch sehen werdet..Und der zeitliche Aufwand,und das muß man auch ehrlicher weise sagen,ist ungewöhnlich groß! Der „Barangaycaptain“ so etwas wie Verbandsbürgermeister hatte völlig unkonventionell mir schriftlich eine dankbare Erlaubnis dazu erteilt…weil er genau die mießliche Lage der Eingeborenen dort kannte. Bei der Behörde,welche auch die Reisepässe bearbeite,hatte ich mich Tage später in Calepan nochmals abgesichert und auch dort das „ok“ bekommen,sodaß ich auch in der Folgezeit dort und in den Nachbardörfern arbeiten kann!

Zum Tag selbst: wie gesagt,gibts keine Straße dorthin,und so kam die Schulleiterin mit einem etwas chaotischen aber sehr versiertem Bootsfahrer mit einem kleinen Auslegerboot uns abholen.Direkt vor unsrer Tür landeten sie -es war Flut- und dann gings bei Sonnenschein aber,wie immer,um diese Zeit,bei starkem Wind schon früh morgens ca eine 3/4 Stunde lang bei beträchtlichem Wellengang (dachte ich) zum Dorf.

Nach unsrer Ankunft wurde dann auf der Bühne des Schul-und Dorfplatzes das Warte- und Ambulanzzimmer eingerichtet.Bei jedem wurde vorher von den Lehrern Größe und Gewicht bestimmt.Kitty übersetzte und schrieb meine Befunde und wird jetzt noch von jedem eine Karteikarte damit anlegen,als Nachweis und für spätere Befunde.

Übrigens fand alles in breiter Öffentlichkeit statt,wie auch bei früheren Ambulanzen.Die Philppinos haben bezüglich Krankheiten und körperlichen Gebrechen eine totale Offenheit,tolerieren dies auch vollständig…es ist irgendwie selbstverständlich. MICH hat es schon immer gestört,wenn bei Untersuchungen Kinder und auch Erwachsene neugierig und hemmungslos naherückten und zuhörten! Die Kranken übrigens auch nicht! Hab sie trotzdem immer wieder weggescheucht…ich kanns nicht haben!

Als erstes gings aber ins Büro und gleichzeitig Kleinklassenzimmer der Schulleiterin.Seit dem Taifun vor ca 2 Monaten schlaft sie auch dort,weil ihr kleines Häuschen zerstort wurde. Nur nebenbei: ich habe mehrere Lehrerinnen al Patientinnen. Eine davon war gar nicht abgeneigt mal einenLehreraustausch mitzumachen. Es wäre doch eine tolle Erfahrung,mal sehen…

Schulleiterin,in ihrem derzeitigen Schlaf- und Klassenzimmer für die Vorschulkinder

DIE BILDER ANKLICKEN;DANN WERDEN SIE VERGRÖSSERT!

Die „Wartezimmer“

Zu den Kranken: Wir haben an diesem Tag 106 Patienten behandelt; ca 80% Kinder,20% Erwachsene

Die meisten hatten Atemwegsinfekte, auch Asthma,dann aber auch abdominelle Beschwerden ,meist Wurmerkrankungen;mehrere, chronisch vereiterte eitrige Ohrentzündunge ( nur Kinder.Müssen die gelitten haben,bevor das Trommelfell endlich durchgebrochen war und der Eiter floß-ab diesem Moment mussten die Schmerzen nachgelassen haben!-! Und je nach Dauer bleibt trotz Therapie ein Hörschaden!),Bluthochdruck. Gelegentlich wurde der auch schon vorher festgestellt und Medikamente verordenet. In ein Nachbarort kommt -selten- eine Schwester,welche Blutdruck mißt und therapiert. Aber KEIN PATIENT hatte weiter Medikamente gommen,weils dies zu teuer ist!

Drei Patientinnen hatten ausgeprägte Sehschwächen und brauchen meiner Meinung nach Brillen. Eine 20 jährige Patientin war seid Kindheit fast taub und konnte deshalb auch nicht sprechen.Es wurde nie abgeklärt was die Ursache ist,und ob eine Möglichkeit besteht,ihr zu helfen! Es gibt keinen HNO Arzt und Keinen Augenarzt auf dieser fünftgroßen Insel der Philippinen.Dh die Patienten müßten nach Manila fahren!

Frage: wer würde gern die Kosten eine Behandlung/Abklärung übernehmen?

um die ganzen Bilder zu sen,müß ihr sie anklicken!

Wie ich erst später durch die Schulleiterin erfahren hab,hatte der Barangayschef eine Gruppe von 8 Soldaten angefordert,um einer Entführung von mir durch Rebellen vorzubeugen. War mir gar nicht recht,hatte auch keine Angst.Natürlich sind im völlig unzugänglichen Hinterland der Dörfer sicher Rebellen;aber ich denke,die können es sich nicht leisten,die Bevölkerung gegen uns aufzubringen. Trotzdem ist`s dadurch etwas unangenehm.

Dann noch ein Hausbesuch zu einem schwer Kranken .Vorbei an den ausgebeuteten Stränden (siehe vorherigen Weihnachtsbericht) in den Berg.Die Familie hatte sich in den steilen Berg zurueckziehen muessen!Man sieht unten den Strand,an dem das Haus frueher Stand! Der Strand selbst war wesentlich breiter.

So,jetzt mach erstmal Schluß un werd`s moregen ferigschteiben.Gute Nacht

Gute Nacht!

Wieder an Bord,Sonntagmorgen.

Der Patient hatte eine schwere degenerative und entzuendliche Gelenkerkrankung in allen grossern Gelenken;er konnte sich kaum bewegen! Einzige Hilfemöglichkeit:Schmerzmittel und Beratung der Familienangehörigen wegen Gymnasik und Umschlaegen.

Fuer diesen Patienten,wie auch fuer die der vorherigen Ambulanz notierten wir die notwendigen Medikamente,besorgten diese dann einen Tag spaeter in Calapan und schickte sie dann mit einem Lehrer,welcher sie dann bei uns abholte mit den entsprechenden Anweisungen zur Therapie an die Patiente. Vor allem die älteren Schmerzpatienten bräuchten alledings dauerhaft Medikamente.Wie wir das lösen,muß ich mir noch überlegen.Die finziellen Mittel für dieses Mal sind durch eure Spenden abgedeckt (siehe spätere Abrechnung); wie wir das für später organisiere,wenn mehr dazu kommen ,weiß ich noch nicht.

Ich hatte mir schon überlegt,einen Verein zu gründen,der dann auch diese Projekte mit weiterführt.Man könnte dann auch Spendenbescheinigungen ausstellen und so einen größeren Umfang an Spendern erreichen! Wer Lust hätte,dabei mitzumachen,melde sich bitte bei mir!

Weiter zum Bericht:Gerade,als wir da waren,landete ein Schiff an,welches jede Menge Säcke der „kostbaren“ Steine abholte:

alles eine, einfach mies bezahlte, Knochenarbeit

Damit war unser Ambulanztag zu Ende.Jetzt,gegen Abend zogen häßliche Regen-und Gewitterwolken auf und Wind und Wellen hatten schon erheblich zugenommen.Und wir mußten für 2 Akutpatienten in einem weiter entfernten,kleinen Hafenort mit Apotheke Medikamente dem Fischer,der uns fuhr,nach Hause mitnehmen. Es wurde eine denkwürdige Fahrt,die ich nicht so schnell vergessen werde. Der Bootsfahrer drehte den Heckmotor auf und wir sprangen geradezu über die scho sehr hohen Wellen,von Kamm zu Kamm und immer wieder krachten wir in Wellentäler. wirklich,nach zwei Minuten waren wir durchnaß!Zum Angsthaben hatten wir weder Zeit noch Kraft,weil wir mit kramphaftem Festhalten beschäftigt waren!Ein Horrortripp mi fatalistischem Spaßfaktor… Dem jungen Fischer muß die ganze Sache noch Spaß gemacht haben.Nach der Anlandung wirkte er richtig gutgelaunt und grinste von Ohr zu Ohr,als er uns beide betrachtete;ich fühlte mich wie eine nasse Ratte.Er erklärte uns,daß bei solch hohen Wellen,nur mit hohem Tempo zu fahren sei… wers glaubt… ich hätte ihn würgen können! Aber wir waren eigentlich bald wieder versöhnlicher Simmung.Alles hatte geklappt;auch die Medikamente waren mit jungen Mann auf dem ca 45 Minuten dauernden Heimweg.Und gerade als wir mit dem Tricycle zu Hause angekommen waren,fings noch an zu schütten und es war richtig stürmisch.Bange begleiteten wir ihn in Gedanken auf dem Weg nach Hause ! Aber es war alles glatt gegangen!

das einzige Bild,gleich zu Beginn der Heimfahrt. Später traute ich mich nicht mehr,zu fotografieren

So,das wars mit diesem Bericht.Die nächsten Tage kommen noch die vom Gefängnisbesuch auf Iloilo und zwei Weihnachtsfeiern vun den Schulen Salay und Arigoy.

Bis dann!

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