Ambulanztag in PANDANAN

Die Vorgeschichte zu diesem Ambulanztag hatte ich schon im Dezemberbericht geschildert. Da ich es von meiner Arbeit bei den „German Doctors“ immer wieder erlebte,sind die Behörden sehr zurückhaltend mit der Erlaubnis,ärztlich tätig zu werden! Es hängt auch sicher damit zusammen, daß sie ihre eigenen Ärzte – auch bezüglich des Verdienstes- schützen wollen.Die Ärzte auf den Philippinen zählen zu den Großverdienern und sind (übrigens unterscheiden sie sich darin nicht von etlichen Kollegen hier in Deutschland!) darauf bedacht,sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Allerdings ist bei den Eingeborenen absolut nichts zu holen,wie ihr später noch sehen werdet..Und der zeitliche Aufwand,und das muß man auch ehrlicher weise sagen,ist ungewöhnlich groß! Der „Barangaycaptain“ so etwas wie Verbandsbürgermeister hatte völlig unkonventionell mir schriftlich eine dankbare Erlaubnis dazu erteilt…weil er genau die mießliche Lage der Eingeborenen dort kannte. Bei der Behörde,welche auch die Reisepässe bearbeite,hatte ich mich Tage später in Calepan nochmals abgesichert und auch dort das „ok“ bekommen,sodaß ich auch in der Folgezeit dort und in den Nachbardörfern arbeiten kann!

Zum Tag selbst: wie gesagt,gibts keine Straße dorthin,und so kam die Schulleiterin mit einem etwas chaotischen aber sehr versiertem Bootsfahrer mit einem kleinen Auslegerboot uns abholen.Direkt vor unsrer Tür landeten sie -es war Flut- und dann gings bei Sonnenschein aber,wie immer,um diese Zeit,bei starkem Wind schon früh morgens ca eine 3/4 Stunde lang bei beträchtlichem Wellengang (dachte ich) zum Dorf.

Nach unsrer Ankunft wurde dann auf der Bühne des Schul-und Dorfplatzes das Warte- und Ambulanzzimmer eingerichtet.Bei jedem wurde vorher von den Lehrern Größe und Gewicht bestimmt.Kitty übersetzte und schrieb meine Befunde und wird jetzt noch von jedem eine Karteikarte damit anlegen,als Nachweis und für spätere Befunde.

Übrigens fand alles in breiter Öffentlichkeit statt,wie auch bei früheren Ambulanzen.Die Philppinos haben bezüglich Krankheiten und körperlichen Gebrechen eine totale Offenheit,tolerieren dies auch vollständig…es ist irgendwie selbstverständlich. MICH hat es schon immer gestört,wenn bei Untersuchungen Kinder und auch Erwachsene neugierig und hemmungslos naherückten und zuhörten! Die Kranken übrigens auch nicht! Hab sie trotzdem immer wieder weggescheucht…ich kanns nicht haben!

Als erstes gings aber ins Büro und gleichzeitig Kleinklassenzimmer der Schulleiterin.Seit dem Taifun vor ca 2 Monaten schlaft sie auch dort,weil ihr kleines Häuschen zerstort wurde. Nur nebenbei: ich habe mehrere Lehrerinnen al Patientinnen. Eine davon war gar nicht abgeneigt mal einenLehreraustausch mitzumachen. Es wäre doch eine tolle Erfahrung,mal sehen…

Schulleiterin,in ihrem derzeitigen Schlaf- und Klassenzimmer für die Vorschulkinder

DIE BILDER ANKLICKEN;DANN WERDEN SIE VERGRÖSSERT!

Die „Wartezimmer“

Zu den Kranken: Wir haben an diesem Tag 106 Patienten behandelt; ca 80% Kinder,20% Erwachsene

Die meisten hatten Atemwegsinfekte, auch Asthma,dann aber auch abdominelle Beschwerden ,meist Wurmerkrankungen;mehrere, chronisch vereiterte eitrige Ohrentzündunge ( nur Kinder.Müssen die gelitten haben,bevor das Trommelfell endlich durchgebrochen war und der Eiter floß-ab diesem Moment mussten die Schmerzen nachgelassen haben!-! Und je nach Dauer bleibt trotz Therapie ein Hörschaden!),Bluthochdruck. Gelegentlich wurde der auch schon vorher festgestellt und Medikamente verordenet. In ein Nachbarort kommt -selten- eine Schwester,welche Blutdruck mißt und therapiert. Aber KEIN PATIENT hatte weiter Medikamente gommen,weils dies zu teuer ist!

Drei Patientinnen hatten ausgeprägte Sehschwächen und brauchen meiner Meinung nach Brillen. Eine 20 jährige Patientin war seid Kindheit fast taub und konnte deshalb auch nicht sprechen.Es wurde nie abgeklärt was die Ursache ist,und ob eine Möglichkeit besteht,ihr zu helfen! Es gibt keinen HNO Arzt und Keinen Augenarzt auf dieser fünftgroßen Insel der Philippinen.Dh die Patienten müßten nach Manila fahren!

Frage: wer würde gern die Kosten eine Behandlung/Abklärung übernehmen?

um die ganzen Bilder zu sen,müß ihr sie anklicken!

Wie ich erst später durch die Schulleiterin erfahren hab,hatte der Barangayschef eine Gruppe von 8 Soldaten angefordert,um einer Entführung von mir durch Rebellen vorzubeugen. War mir gar nicht recht,hatte auch keine Angst.Natürlich sind im völlig unzugänglichen Hinterland der Dörfer sicher Rebellen;aber ich denke,die können es sich nicht leisten,die Bevölkerung gegen uns aufzubringen. Trotzdem ist`s dadurch etwas unangenehm.

Dann noch ein Hausbesuch zu einem schwer Kranken .Vorbei an den ausgebeuteten Stränden (siehe vorherigen Weihnachtsbericht) in den Berg.Die Familie hatte sich in den steilen Berg zurueckziehen muessen!Man sieht unten den Strand,an dem das Haus frueher Stand! Der Strand selbst war wesentlich breiter.

So,jetzt mach erstmal Schluß un werd`s moregen ferigschteiben.Gute Nacht

Gute Nacht!

Wieder an Bord,Sonntagmorgen.

Der Patient hatte eine schwere degenerative und entzuendliche Gelenkerkrankung in allen grossern Gelenken;er konnte sich kaum bewegen! Einzige Hilfemöglichkeit:Schmerzmittel und Beratung der Familienangehörigen wegen Gymnasik und Umschlaegen.

Fuer diesen Patienten,wie auch fuer die der vorherigen Ambulanz notierten wir die notwendigen Medikamente,besorgten diese dann einen Tag spaeter in Calapan und schickte sie dann mit einem Lehrer,welcher sie dann bei uns abholte mit den entsprechenden Anweisungen zur Therapie an die Patiente. Vor allem die älteren Schmerzpatienten bräuchten alledings dauerhaft Medikamente.Wie wir das lösen,muß ich mir noch überlegen.Die finziellen Mittel für dieses Mal sind durch eure Spenden abgedeckt (siehe spätere Abrechnung); wie wir das für später organisiere,wenn mehr dazu kommen ,weiß ich noch nicht.

Ich hatte mir schon überlegt,einen Verein zu gründen,der dann auch diese Projekte mit weiterführt.Man könnte dann auch Spendenbescheinigungen ausstellen und so einen größeren Umfang an Spendern erreichen! Wer Lust hätte,dabei mitzumachen,melde sich bitte bei mir!

Weiter zum Bericht:Gerade,als wir da waren,landete ein Schiff an,welches jede Menge Säcke der „kostbaren“ Steine abholte:

alles eine, einfach mies bezahlte, Knochenarbeit

Damit war unser Ambulanztag zu Ende.Jetzt,gegen Abend zogen häßliche Regen-und Gewitterwolken auf und Wind und Wellen hatten schon erheblich zugenommen.Und wir mußten für 2 Akutpatienten in einem weiter entfernten,kleinen Hafenort mit Apotheke Medikamente dem Fischer,der uns fuhr,nach Hause mitnehmen. Es wurde eine denkwürdige Fahrt,die ich nicht so schnell vergessen werde. Der Bootsfahrer drehte den Heckmotor auf und wir sprangen geradezu über die scho sehr hohen Wellen,von Kamm zu Kamm und immer wieder krachten wir in Wellentäler. wirklich,nach zwei Minuten waren wir durchnaß!Zum Angsthaben hatten wir weder Zeit noch Kraft,weil wir mit kramphaftem Festhalten beschäftigt waren!Ein Horrortripp mi fatalistischem Spaßfaktor… Dem jungen Fischer muß die ganze Sache noch Spaß gemacht haben.Nach der Anlandung wirkte er richtig gutgelaunt und grinste von Ohr zu Ohr,als er uns beide betrachtete;ich fühlte mich wie eine nasse Ratte.Er erklärte uns,daß bei solch hohen Wellen,nur mit hohem Tempo zu fahren sei… wers glaubt… ich hätte ihn würgen können! Aber wir waren eigentlich bald wieder versöhnlicher Simmung.Alles hatte geklappt;auch die Medikamente waren mit jungen Mann auf dem ca 45 Minuten dauernden Heimweg.Und gerade als wir mit dem Tricycle zu Hause angekommen waren,fings noch an zu schütten und es war richtig stürmisch.Bange begleiteten wir ihn in Gedanken auf dem Weg nach Hause ! Aber es war alles glatt gegangen!

das einzige Bild,gleich zu Beginn der Heimfahrt. Später traute ich mich nicht mehr,zu fotografieren

So,das wars mit diesem Bericht.Die nächsten Tage kommen noch die vom Gefängnisbesuch auf Iloilo und zwei Weihnachtsfeiern vun den Schulen Salay und Arigoy.

Bis dann!

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Gut heimgekommen

Erst mal „danke“ für die vielen Nachfragen auf WhatsApp,ob ich gut zu Hause angekommen bin und obs mir gut geht!! Sehr lieb von euch!

2 Tage nach dem Vulkanausbruch war der Flughafen frei. Auf telefonische Anfrage bei der Fluglinie „Air China“ immer die gleiche Auskunft: Falls nichts mehr spektakuläes passiert,findet der Flug statt. Die philippinischen Behörden allerdings warnten jeden Tag aufs Neue und erwarten (auch heut noch!) einen neuen Ausbruch.Die Evakuierungen gehen weiter.Also sicher war gar nichts…..Zumal der einzige Weg nach Manila zum Flughafen nach der zweistündigen Fährfart von uns nach Batangas,dann mit dem Bus nur ca 10 km Luftlinie am Vulkan vorbeiführte. Ich muß dazu bemerken,daß offensichtlich nur ich diese Befürchtungen hatte.Obwohl nahe der Eruptionsstelle und dem Aschefeinstaub überall,trug kein Mensch eine Maske;ich fragte Kitty,die mich zu Flughafen begleitete,ob der Ausbruch irgendwie im Umgebungsgespräch eine Rolle spielte: nein,überhaupt nicht! Wie schon angesprochen,sind die Philippinos ziemlich gelassen bei Katastrophen jegliche Art.Es finden wohl zu viele statt ( im Schnitt 20 Taifune pro Jahr,häufig starke Überschwemmungen,Erdrutsche,Erdbeben…). Obwohl ich auch ziemlich angstfrei bin,muß ich mich immer wieder dran gewöhnen. Wie gesagt ging alles gut! Auch in Manila selbst lief so gut wie niemand mit Masken rum! Ich glaub,bei uns undenkbar!

Mir selbst gings leider die letzten Tage nicht so gut.Ich denke,wohl auf Grund der Aschebelastung hatte es so richtig mit einem üblen Bronchialinfekt erwischt,hatte etwas Temparatur und war mir bis zuletzt aus diesem Grund,nicht sicher,ob ich fliegen sollte.Ich pumpte mich mit Medikamenten voll und flog und alles ging ganz gut! Aber aus diesem Grund,und daß Frau Dr Gajda bereit war,etwas die Vertretung zu verlängern,bin ich erst ab Mittwoch in der Praxis.Es geht mir heut schon besser und nach drei Tage relativer Ruhe wirds sicher klappen,wie ich mich kenne!

Übrigens,wie ihr aus den noch den fogenden Berichten ersehen könnt,war alles sonst prima ,sehr abwechslungsreich und auch gelegentlich spannend.Bin aber auch gern wieder zu Hause …und bei euch;wirklich!

So,und jetzt werd ich auf jeden Fall -zumindest anfangen- den Bericht über meine Ambulanztätigkeit in dem Fischerdorf in der „Nachbarschaft“ abzufassen. Von dort hatte ich schon im Dezember über die Weihnachtsfeier an der Schule berichtet.

Dann bis gleich!

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Dienstag,14.Jan.2020

Zunächst mal Entwarnung! Zwar rinnt,nach hiesigen Angaben,die Lava weiter,aber kein neuer Ausbruch fand mehr statt. Die Gefärdungsstufe liegt aber immer noch bei 4 von 5 möglichen;dh eine Eruption kann jederzeit stattfinden. Auch lag heut Morgen wieder ein feiner Aschefilm auf dem Balkon.

Für mich das Wichtigste aber: Hafen und Flughafen sind wieder geöffnet. Wir haben heut Morgen bei der Fluggesellschaft angerufen,mein Flug am Freitagmorgen gegen 6.20 Uhr findet statt (mal sehen!).

Falls ich morgen Luft haben sollte und nichts Unvorgesehenes stell ich noch den Bericht vom Ambulanztag in einem Fischerdorf ins Netz!

Ciao!

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Aus aktuellem Anlaß: Vulkanausbruch des „Taal“ am 12.01.2020

Gestern befand ich mich gerade kurz vor Calapan (s. nächste Karte) von „zu Haus“ aus, da ich heut wegen meines Visums auf der zuständigen Behörde etwas erledigen mußte und ich mich über die Möglichkeiten erkundigen wollte,wie ich auch ohne die German Doctors -ohne Schwierigkeiten zu bekommen- in den Bergen,bei den Eingeborenen medizinisch tätig werden konnte. Gut,im „Endanflug“ mit dem Tricycle auf Calapan fiel mir diese irre Wolke auf! Ich kenn diese Art vom Paragliden und wußte: Gefahr!Gewitter! und sag noch zu Kitty,“das Bild muß ich haben“. Ich ließ das Tricycle direkt an der Hauptstraße anhalten,stellte mich mitten auf die Fahrban,rundum Verkehr,und machte die Bilder! Auf den Philippinen stört das keinen!!!Die Philippinos sind da völlig schmerzfrei und tolerant! So kam ich wohl zu eine der ersten Fernbilder des Ausbruchs,“wunderschön“,kaum jemand wußte da wohl Bescheid,was los war… erst dann am Abend.Auch in den deutschen Medien war das noch keine Meldung wert,nichts im Internet darüber!

Das alles hatte sich dann bis zum Morgen schlagartig verändert! Schon um 8 Uhr hatte ich meinen Termin bei der Ausländerbehörde hinter mir (übrigens sehr positiv!),und hier überschlugen sich die Nachrichten: Flughafen in Manila dicht gemacht … und ich will am Freitagmorgen gegen 2 Uhr heimfliegen!…., der Hafen von Batangas geschlossen! Das ist der Hafen,über den ich,woher auch immer,aufs Festland muß,um nach Manila,der Hauptstadt,mit seinem internationelen Flughafen,zu kommen! Aber das ist erst in 3 Tagen,ich hatte eigentlich ein paar naheliegendere Sorgen ( Sorgen eigentlich nicht! Ich fand/finde es eigentlich ganz prickelnd mal am Rand -und der Rand reicht mir- einer solchen Ausnahmesituation dabeizusein und nicht nur die Umgebung sondern auch mich selbst zu beobachten,wie ich mit all dem umgehe! ….) Ich häng euch jetzt mal noch zwei Karten dran,damit ihr seht,wie nah sich das ganze abspielt.Außerdem könnt ihr vielleicht auch dann besser die Fernsehberichte zu Haus beurteilen.

Der Vulkan Taal -rotes Signal- liegt ungefähr auf der halben Strecke zwischen meinem Wohnort -blauer Punkt- und Manila.Von meinem Wohnort,in der Nähe von Abra de Ilog (nächste Karte) bis zum Vulkan sind es genau 66km Luftlinie, Manila ist also nur ca 50 km vom Ausbruchsort entfernt. Calapan,der Hauptort des östlichen Anteils der Insel Mindoro,in dem ich heute war,ist hier nicht benannt,liegt aber ca 20 km südöstlich von Puerto Galera direkt an der Küste. BATANGAS City,das hier eingezeichnet ist,ist der Haupthafen von Manila im Süden und für mich zuständig,dh der Engpaß. Der Vulkan Taal gehört zur Provinz Batangas! In dieser Provinz liegt übrigens der Ascheregen bis zu 40 cm hoch!

Auf dieser Karte seht ihr ,wo ich genau wohne,an der Küste,nahe Abra de Ilog. Ihr seht,daß dort keine Straße hinführt,außer um die ganze Insel rum (mit dem Bus über 10 Stunden).Ihr seht aber dafür jetzt,wo Calapan,die Hauptstadt von „Orental Mindoro“ liegt. Manila ist dafür dieses Mal nur mit seinen vielen Stadtteilen bezeichnet,nicht als Ganzes.

Zurück zum Tag: Nach der Behörde ließ ich mir von Kitty die neuesten Meldungen übersetzen: „leichter Nordwind“,also Richtung Manila,nicht runter zu uns! Folgerichtig waren dort schon am Vormittag sämtliche Schulen geschlossen worden und Atemschutz empfohlen. Die Evakuierungen um den Vulkan rum liefen an (Philippinen hat Erfahrung mit Vulkanausbrüchen). Und für mich hieß es: abhauen in den Südwesten,nach Haus,so schnell wie möglich,da ein heftiger Ausbruch für wahrscheinlich gehalten wurde! Es war alles halt ein wenig Spekulation! Ich muß allerdings dazu bemerken,daß die Philippinos mit dieser Situation völlig gelassen umgingen! Bei meinen Einsätzen früher hier hatte ich schon zB mehrmals übelste Überschwemmungen und Erdrutsche miterlebt: die Menschen sind einfach toll,in Ruhe und Gleichmut damit umgegangen und es lief alles prima! Ich hab viel von ihnen gelernt! Eigentlich hab ich an der Reaktion der Menschen überhaupt nicht wahrgenommen,daß sich eine Kathastrophe vor ihrer Nase abspielt! Ich also nix wie weg,mit dem Vanauto -vollgepfropft wie immer- nach Puarto Galera und dann,da das einzige Schiff nach Abra schon weg war ,mit einem „Submarine“ (Uboot) wie Kitty es nennt,dem früher schon beschriebenen ,sehr schmalen und kippeligen Auslegerboot, für 20€ ,vollgepackt mit Einkäufen, eine Stunde übers Meer, Richtung Heimat. Dieses mal gottseidank bei relativ ruhigem Wellengang (naß wird man immer!).

Es sieht so ruhig aus.Aber zunehmend hatte sich der Himmel auch hier verfinstert. In Abra de Ilog angekommen (naß aber sehr zufrieden) waren wir noch einkaufen. Ua Medikamente für die Patienten von unserem Ambulanztag am Ende der Welt. Den will ich morgen ins Netz stellen,falls nichts Außergewöhnliches passiert.

Hier,völlig abegeschieden -wo keine Straße,da keine Nachricht,immer noch,trotz Fernsehen (übrigens Fernsehen: hier gibts hauptsächlich Spielshows, und wirklich billigste Serien; wenig Nachrichten,keine kritischen,keine,zB verbraucherkritische Sendungen ich hab mir das mit Übersetzung angesehen-)- ahnte niemand was! Es waren in 4 kleinen Apotheken keine Atemschutzmasken vorhanden. (deutsche Gründlichkeit: ich wollte für alle Fälle einen Großeinkauf für alle eingeborenen Nachbarn machen,da die sowieso keine Informationen kriegen.. nix da!) Von Kittys Kindern hatten wir inzwischen erfahren,daß auch in Calapan ,kurz nachdem wir wegwaren,die Schulen geschlossen wurden und den Menschen empfohlen wurde,in den Häusern zu bleiben. Gottseidank,hatte ich ihnen schon gleich empfohlen,sich Masken zu beschaffen (deutsche Gründlichkeit!“s“),morgen gibts keine mehr! Es war ja auch wirklich nichts zu verspüren hier,vom Ausbruch! Aber als wir zu Hause waren,lag doch auch hier schon auf em Balkon ein feiner Aschefilm drauf,trotz des Windes in die andere Richtung.

Der Himmel verändert sich stündlich und zieht sich zu. Es gab auch schon Tsunamiwarnungen im Radio,auch Fehlmeldungen,daß sich in der Nähe hier einer ausgebreitet hatte. Egal – wirklich ziemlich angstfrei- hab ich einen Notfallrucksack gepackt: Taschenlampen,Moskitozelt,Regenkaps,Wasser,kleine Büchsen zum Essen usw…alles in einem Rucksack und sofort zum Wegschleppen: wie gesagt,es macht auch irgendwie Spaß!Wirklich! Und es hängt einfach davon ab,ob Taal in die Luft fliegt,wie die Experten für möglich halte, oder nicht!

Mindestens 2 freie Tage hab ich noch,dann werden wir (wenn möglich) zum Flughafen fahren,falls das überhaupt möglich ist,mal sehen. Bis dahin versuch ich noch die 2 Tage zu genießen,rauszuschauen aufs Meer,mal reingehen,ins Meer (es ist pißwarm!).Übermorgen sind wir bei Nachbarns,einem deutsch-schweizer-philipp. Ehepaar und weiteren Nachbarn zum Essen eingeladen. Ich werd meinen weltberühmten Fruchtsalat morgen und übermorgen vorbereiten und mitnehmen. Werd euch berichten!?!

Falls es was Neues über Taal zu berichten gibt,werd ich es ab jetzt über den Blog machen.Über WhatsApp ist es einfach zu aufwendig und auch unvollständig. Außerdem betrinke ich mich auch gern mal im „Gespräch“ mit euch (Ausnahme!). Außerdem werd ich-wie gesagt- ab morgen meine restlichen Berichte ins Netz stellen!

Irgendwie hängt die Asche schon in der Luft. Die Haut juckt ein wenig, alles,auch im Haus,weil alles irgendwie offen ist, ist wie leicht gezuckert von feinster Asche,das Taschentuch ist etwas grau beim Schneuzen… alles nicht wild und nicht wirklich beunruhigend,aber ich merk,wie ich ein Teil dieses ganzen Geschens werd.

Und im Hinterkopf: seit 3 Tagen ist es hier relativ windstill. Der sonst übliche Nordostmonsun hat Pause gemacht. Wehe wenn er wiederkommt (was um diese Jahreszeit unweigerlich der Fall sein wird!),dann kriegen wir hier die ganze Sch… ab!

Aber als Halbphilippino versuch ich,mir keine großen Gedanken zu machen!Ich versprechs und ich schreib morgen und übermorgen wieder,falls das Internet mitmacht!

Guts Nächtle ! (hier 23.15,bei euch 16.15)

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Mein erster Einsatz vor Weihnacht 2019

Wie schon in den vorherigen Artikeln „Weihnacht/Silvester 2019/20 und im Sommer beschrieben ,hat Kitty ein kleines Haus an der Nordküste von Mindoro. Es ist eine wunderschöne,aber gottverlassene Gegend.. Hier gibt es hin und wieder einen schmalen Küstenstreifen ,meist Sandstrand,an den sich sofort ein oft dschungelbewachsenes Bergland bis Hochgebirge ins Landesinnere erstreckt. Meist aber fallen die Berge ohne Übergang ins Meer. Westlich von uns gibt es an diesen Sandbänken immer wieder kleine Häuseransammlungen in denen Fischerfamilien wohnen. Mit ihren sehr kleinen,schlanken Auslegerbooten gehen sie ,meist nachts,auf Fischfang un d verkaufen dann ihren Fang auf dem Markt in Abra de Ilog.Dies ist der nächst größere Ort hier,weit und breit;ca 1500 Einwohner. Ein heruntergekommenes Kaff,mit ein paar Geschäftchen und 2 „Supermärkten.Es gibt aber auch ein kleines Krankenhaus,welches ich mir aber noch nicht angeschaut hab.Der Ort lebt vom Fährhafen außerhalb ,mit wichtigen Verbindungen für das ganze westliche Mindoro. In den relativ großen,täglichen Markt werden alles Obst,Gemüse,dieSchweinehäften und natürlich der frische Fisch angeliefert.

An dieser Küste,westlich von uns,gibt es aber auch tatsächlich noch drei kleine Dörfchen mit mehr als hundert Einwohnern und eine Zwergschule .Zu all diesen Orten führt keine Straße oder ein befestigter Weg.Die Ortschaften hat noch kein Arzt besucht! Und alle Bewohner sind Eingeborene vom Mangyanstamm der Iraya. Nach der letzten Ortschaft,die wir dann besuchten,hört die Welt auf: ein sog. Naturschutzgebiet,einfach unerschlossenes zT hochgebirgiges Dschungelgebiet, mit wohl auch einigen Rebellen,ein ideales Rückzugsgebiet…

Wir hatten gehört,daß diese Dörfer mit allem total unterversorgt waren und entschlossen uns ,quasi als Nachbarn; unsere/eure Hilfe anzubieten. Zudem hatten wir uns schon vorher entschlossen die Hilfe für Salay (im Süden von Mindoro…siehe frühere und auch ein folgender Bericht) etwas einzuschränken.Dort arbeiten jetzt schon mehrere Helfer und die Schüler brauchen uns nicht mehr so sehr.Das freiwerdende Geld wollen wir nun den Eingeborenenkindern hier zukommen lassen. Ich denk,ihr seid einverstanden.

Kitty schaute sich mit Freunden (siehe Silvester 2019) die Ortschaft an und besprach,eine Weihnachtsfeier für die Kinder und deren Eltern mit Essen für die Familien (wie in Salay und Abra) auszurichten. Die Freude darüber könnt ihr euch sicher vorstellen… „aus heiterem Himmel“ .Und es wurde dann auch ein tolles Festchen,mit erstmals an Weihnachten :“Essen satt“ und Vorräte für die Familien über die Feiertage.

Dieses Dörfchen „PANDANAN“ hat noch eine Besonderheit: Sein ehemals ziemlich breiter Strand besteht hauptsächlich aus kleinen,rundgewaschenen,sehr dekorativen Kieselsteinchen.Irgendwann hat dies jemand vom Festland geschnallt und daraus ein Geschäft gemacht: für einen Sack dieser Ziersteine (wohl an die 100kg) bekommen die Bewohner umgerechnet 1.80 €. Da die Steine eine bestimmte Größe haben müssen,wird nach dem Abgraben am Strand alles durchgesiebt und dann noch einmal per Hand jedes einzelne Steinchen verlesen und sortiert ( … 1. und 2. Wahl wohl…). Eine Heidenarbeit für einen Hungerlohn! Mittelfristig ist aber das ganze Dorf bedroht: durch das Abgraben des Strandes um ca 1 Meter ist das Meer an vielen Stellen schon bedrohlich nah an die Häuschen gerückt,die jetzt drohen,abzurutschen… bei einer der nächsten Stürme dürfte es um einige schon geschehen sein (siehe Bilder)! Ausweichen mit ihren Hütten können sie auch nicht,da direkt hinter dem Strand der hohe,total felsige Dschungel anfängt… Eine Umweltkatastrophe im Kleinen und die Kinder werden keine Chance haben (und vielleicht IST das ihre Chance!???).

Gleich gibts Abendessen: Angebratenen,frischen Tintenfisch mit Reis… hmmm. Verlasse euch jetzt,bis später!

und dann wurde gefeiert;jede Klasse brachte eine Darbietung dar und auch die Eltern wurden mit einbezogen… es ging vom Sackhüpfen bis Luftballonknallen auf dem Schoß… für alle wars eine Mordsgaudi…. und ich mußte einfach nur durchhalten….grrrrr

Und dann wurde erst mal richtig viel gegessen

und die Festtagsrationen für die Familien verteilt: 3kg Reis,500g Nudeln,2 Büchsen Fisch

So, es ist hier bald 23 Uhr (bei euch 16 Uhr),bin etwas müde und werd die restlichen Bilder dieses Tages demnächst hinzufügen.

Zumal wir morgen Früh gegen 7 Uhr mit solch einem „Submarine“,wie es Kitty zu bezeichnen pflegt, in dieses Dorf wieder fahren,dieses mal zu einem medizinischen Einsatz. Die Lehrer der Schule hatten mich gebeten,die Kinder einmal durchzuchecken,da hier noch nie ein Arzt war. Der Verwaltungschef der Region hatte dazu die Erlaubnis erteilt,da er die Extremsituation des Dorfes natürlich kennt und ich kein Geld verlange und eventuelle Medikamente aus unserem Budget bezahlen würde (soviel Geld ist da,Abrechnung folgt noch). Ich mach das natürlich gern. Wie das allerdings praktisch dann vor Ort vonstatten gehen soll,ist mir noch nicht ganz klar: alle ca hundert Kinder wird grenzwertig… aber auf den Philippinen sind die Menschen viel flexiebler als bei uns,finden immer einen praktikablen ,unbürokratischen Weg (da könnten wir uns was abschneiden…),ich hab eigentlich -eigentlich- keine Bedenken,daß wir das hinkriegen!Ich werde berichten.Spannend wirds allemal!Haltet mir die Daumen,bis dann!

Fortsetzung Donnerstag,9.01.2020

Um es vorwegzunehmen: der Ambulanztag war ein voller Erfolg!Und nur Kranke,jung und alt,praktisch das ganze Dorf, und hatte sich dann bis zum Nachmittag bis zum nächsten Dorf rumgesprochen,sodaß es nicht mehr aufzuhören drohte… Aller dazu im nächsten Bericht,zu dem ich hoffentlich morgen oder übermorgen kommen werde. Die letzten Tage hier werden wohl wieder etwas hektischer…

Zu den nächsten Bildern: Ich hatte schon berichtet,daß ein Raubbau am Strand betrieben wird.Nun einige Bilder dazu:

vor dem Häuschen der Schulleiterin (links außen).Es ist durch den Taifun etwas zerstört,sie schläft deshab seither in ihrem Klassenzimmer

und dann gehts wieder,diesmal bei ruhigerem Wetter, nach Hause.

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Samstag.4.1. hab grad den ersten Beitrag von mir aktualisiert;vielleicht nochmals lesen… Für alle „Neuen“: anfangen mit: auf der rechtenSeite dieses Blogs unter „Neueste Beiträge“ anklicken: „Silvester/Weihnacht 2019… jetzt hier… Bilder kommen noch …5.1.:Bilder sind drin!!! Ha!…. 6.1.: Und die von Silvester auch.Morgen gehts,denk ich, mit den tatsächlichen Einsatzberichten weiter.

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Fortsetzung:Silvester

Ich sitz hier auf dem Balkon,die bunten Lichtgirlanden,welche ich aus Deutschland mitgebracht hatte,treibts über dem Balkonrandimmer höher zu meinem Tisch.Der Wind wird immer Stärker.Ich genieß beim Schreiben meinen GinCola und werd mich wohl so langsam zuziehen (nein,so schlimm wirds wohl nicht,keine Angst!). Währenddessen Kitty drin kocht (Hilfe nicht erwünscht!). Natürlich! Wie schon beschrieben: Feiern heißt:essen!!!

Es mag zwar kulturelle Unterschiede geben,zwischen Deutschland und den Philippinen,aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten:

Bis Mittag hatten wir Gäste,Freunde -Lehrer_ von Kitty.Nachdem sie weg waren hat sie wie eine Wilde angefangen zu putzen -„Neujahr!“- ,säuberlich aufzuräumen,alle Betten zu überziehen,alle Wäsche mußte rein(!),Ordnung in allen Schränken…es hätt mich nicht gewundert,wenn sie noch angefangen hätte,die Fenster zu putzen! Wie in alten Zeiten zu Haus! „Muß so sein an Silvester“! Dazu kommt noch: alle Fenster müssen geöffnet werden ( bei deeem Wind und der Durchzug , grrrr),damit der Geruch des alten Jahres aus dem Haus entfernt wird!!! Der Sohn,wercher noch ein paar Tage länger bleibt, und ich müssen blaue Hosen und Shirts anziehen für heut Abend (dieser Brauch ist von den Chinesen übernommen…die Farbe des nächsten Jahres ist blau!). Unser Nachbar ist eine Mangyanfamilie. Sie hat uns traditionsgemäß einen Teller Reissüßigkeiten geschickt. Wir schicken ihr zwei große Flaschen Sprite und eine Tafel Toblerone… eigentlich nette Sitten.. Ich genieß dies alles mit einem Lächeln in den Augenwinkeln… bin neugierig,was sonst noch so alles Überraschendes kommt…mal sehen!

Vor vier Tagen haben uns vier Freunde und Freundinnen von Kitty besucht (alles Lehrer);seit der Kühlschrank wieder geht(!)…Einladungen und Gastfreundschaft werden hier großgeschrieben! Und es wurde gefeiert bis heute Mittag,natürlich auch viel geruht. Aber was heißt Feiern? ….: Essen!!! Alle gemeinsam eine Stunde in das nächste Bezirksstädtchen fahren – mit dem Tricycle,einem überladenen Motorradtaxi,in und an dem sich vier Erwachsene (ich bin wohlweislich zu Haus geblieben) rumquetschen- fröhlich einkaufen und dann völlig,völlig überladen,zufrieden eine Stunde wieder heimrumpeln… Das heißt aber auch: morgens um halbsieben ca 1 km über den Strand ins nächste Fischerdorf zu gehen,um dort den nächtlichen Fang aus dem Netz zu kaufen: 7 verschiedene Fischsorten,platiktaschenvoll,freudestrahlend für umgerechnet 10 Euro! Dann wird zusammen den ganzen Vormittag fischgesäubert,gekocht und dann ewig gegessen:Fischsuppe,einfach,vom Feinsten; frittierter,gebratener und gekochter Fisch,dazu Reis in Unmengen. Ich schaff höchsens 1/3 von dem,was die verdrücken! Unfaßbar,aber einfach schön! Bilder kommen noch!

So,der Anfang ist gemacht.Ich hoff der Strom bleibtDann komm ich auch zu den Bildern und zu den Berichten meiner Einsätze.

Wir haben heut im Nachbarörtchen,ca 5km von hier,ein paar Kracher und Kleinraketen für den Junior (und mich! *g*) gekauft,die wir leider nicht am Strand loslassen können,sondern hinterm Haus,da der Wind zu srark ist,und ich Angst um mein trockenes Grasdach hab! Vorher wird natürlich gegessen,während ihr noch 7 Stunden warten müßt. Bin auch jetrt schon ein wenig bettschwer.Bis demnächst!

Wünsch euch allen noch einen guten Rutsch ins Neue Jahr und fürs Neue Jahr vor allem Gesundheit und Zufriedenheit im Herzen!

PS der andere Bericht von heute Abend ist an der Seite RECHTS unter „Neueste Beiträge“ Silvester/Weihnacht… anzuklicken.Ich hab übrigens den Bericht heut,den 4.1. etwas erweitert… sicher nicht uninteressant,nochmals zu lesen!

Die Freunde von Kitty haben dann für umgerechnet 10€ siebenerlei Fische eingekauft,bei uns im Hof dann alle gesäubert,die mittelgroßen vorbereitet zum Grillen,die mehreren hundert kleinen Fische gewaschen und dann gleich geröstet,frittiert und natürlich auch nebenher gleich gegessen… dazu ein Bier… die waren die Besten! Die großen Fische wurden ausgenommen,filettiert und zum Teil eingefroren (Silvester hatten wir gottseidank wieder Strom!). Den ganzen Vormittag wurde das Essen gemeinsam vorbereitet.

Zwischendurch kam dann mal eine Frau vorbei,die von Haus zu Haus aus einem Eimer eine süße Reisspeise „Bilo-Bilo“ für umgerechnet 20Cent den Becher verkaufte… So ging das den ganzen Tag weiter.Nach den Fischen wurde das von uns eingekaufte -äußerst fette- Schweinefleisch verarbeitet und wieder gegessen… dazu gabs Unmengen Reis,Früchte und … und am nächsten Tag,als noch zwei weitere Lehrer dazkamen,gings grad so weiter! Nochmals: auf den Philippinen wird gern in großer Runde gefeiert. Feiern heißt: Essen,… soviel der Geldbeutel gibt und dies in Unmengen! Ich konnte da nicht mithalten!!! Die Übernachtung stellt in solchen Fällen überhaupt kein Problem da! Völlig genügsam schlafen mehrere zusammen in einem Raum,wenns sein muß,auf dem Boden,auf dem Balkon usw. Und am nächsten Tag gehts gutgelaunt mit dem Frühstück weiter! Es wurde jede Menge gelacht und kaum Alkohol getrungen ( obwohl ich gut vorgesorgt hatte!)

am nächsten Tag kamen die weiteren 2 Lehrer dazu und ?……. und? Natürlich wurde weiter gekocht und gegessen

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Silvester/Weihnacht 2019 … jetzt hier 19.40 Uhr,bei euch 12.40 Uhr

Hab mir vorgenommen,noch im alten Jahr,wenigstens den Versuch zu unternehmen,den ersten eigenen Bericht zu erstellen. Was ihr bis jetzt gelesen habt,hat Norbert,mein PC Fachman liebenswerterweise in den Blog gesetzt.Ich hatte ihm per WhatsApp Bilder und etwas Text geschickt und er hats dann eingegeben.

Diese Berichte,und andere dazu,werd ich die nächsten Tage durch zusätzliche Bilder und Text aufmöbeln,euch aber immer Bescheid geben,wenn ich das gemacht hab.

Es ist einfach etwas schwierig: Vor ca 5 Wochen ist hier ein schwerer Taifun übers Land gezogen und hatte auch Kittys (und auch ein wenig meines) Haus,direkt am Meer, getroffen. Da ich mich hier auf der Insel ganz gut durch meine Tätigkeit bei den German Doctors auskenne, bin ich vor einigen Jahren auf dieses einsame Stückchen Erde gestoßen,durch Zufall,eine „Robinsongegend“. Gottverlassen,nur ein paar Eingeborene (Mangyans) und drei Schweizer,die schon vor Jahren das meiste Land aufgekauft hatten…. Egal,wir haben hier knapp 300 qm direkt am Strand,einem ewig langem,gekauft,da ein Häuschen halb nach Eingeborenenart (mit Grasdach,ziemlich viel offen…später mehr…) innerhalb von 3 Monaten,ohne Architekt natürlich,alles selbst geplant,hingestellt und ich fühl mich sauwohl hier. Die tolle Lage hat aber den Nachteil,daß Stürme ungebremst auf uns knallen! Den Taifun hier hab ich nicht erlebt und die Bude hat gehalten.Das Wasser war wohl bis zu uns gekommen…allse ok;das Dach ist etwas zerzaust (wir müssen noch ein Netz drüberziehen lassen) und… alles ist gut! Ich kam eine Woche nach dem Taifun hier an ,und der Wind und die Wellen waren immer noch stark…schwere,bis ca 2 m hohe Wellen schoben ihre Ausläufer zT ziemlich nah ran…. es war spannend… Dazu kommt jetzt ein sehr starker Wind,wohl wie immer um diese Jahreszeit, der „Amihan“,ein Nordostmonsun,der ab Mittag bis in die späte Nacht in den Balkon reinbläst,auch mit hohen Wellen.Er weht häufig zwischen November und Februar. Alle hier empfinden ihn als äußerst kalt,ich als zwar heftig aber ganz angenehm bei gerade knapp 24 Grad. Tagsüber brütet die Sonne rein – 38 Grad im nächsten Örtchen-…alles ein wenig extrem. Egal,morgens etwas windig,Sonne,traumhafte Umgebung…manchmal wie ein Paradies. Aber dieses Paradies hatte bis vor 3 Tagen -über die ganzen Weihnachtsfeiertage,seit dem Taifun,keinen Strom! Kühlschrank,Waschmaschine,Laptop usw waren überhaupt nicht oder nur selten- nur Internet und WhatsApp-,verfügbar. Besonders ohne Kühlschrank merkt man erst,wie wir von sonst selbstverständlichen Annehmlichkeiten abhängig sind! Trotzdem wars eine tolle Erfahrung und alles gut machbar: über Weihnachten waren für einige Tage zwei der 3 Kinder von Kitty da (15-Junge- und 18 Jahre-Mädchen-) und wir haben gefeiert! Feiern heißt auf den Philippinen:essen!!!! und nochmals essen! und… Der Gasherd funktionnierte und wir haben gekocht,versucht,erstmals deutsches Weihnachtsgebäck zu backen (Scheißgasherd,der zum ersten Mal ausprobiert wurde und ich zu blöd: die erste Serie war total verkohlt und die zweite bedingt genießbar! Aus meiner Sicht! Die Kinder dagegen waren total begeistert und ich konnte nur wenige, vollständig verbrannte,rechtzeitig wegschmeißen! Und dann haben wir abends bei Solarlampenlicht „Mensch argere dich nicht“ gespielt,welches ich mitgebracht hatte! Sie kannten es nicht,aber die Begeisterung und das Rumgeschreie war wie früher bei uns zu Haus…! Wir hatten auch einen Weihnachts baum… einen stacheligen,aber ausladenden Strauch,mit Lametta,Süßigkeiten und batteriebetriebenen Kerzengirlanden. Eben -fast- wie daheim.

Zu Weihnachten,zum Haus und zu Silvester,werd ich morgen vesuchen,noch einige Bilder reinzustellen!

Das LIcht flackert immer wieder.Auch fiel die letzten Tage immer wieder das Stromnetz für kurze Zeit aus.Besser,ich schick den bisherigen Bericht schnell raus,eh alles weg ist,bis gleich!

Noch kurz zu den Bildern,die ich jetzt doch noch verspätet die nächsten Tage dranhäng: Kitty,die den ganzen Bau unter ziemlich schwierigen Umständen nach unser beiden Plänen beaufsichtigte,hat kurz entschlossen im Garten einen Sitzpool bauen lassen.Wir und die Kinder genießen ihn natürlich ungemein,ein wahrer Luxus;das Wasser-eigentlich immer frisch,durch eine Bergquelle- wird schnell durch die Sonne aufgewärmt! Der Pool war in einem Tag gebaut.Das machte der Zimmermann mit seinem angelernten Bruder und einigen Eingeborenen. Er hat auch das ganze Haus gebaut,ohne Baupläne,ohne Zeichnung,aus Erfahrung,wie eben die Häuser schon immer hier gebaut wurden!Sie haben uns auch die ganzen Küchenschränke,den großen Wohnzimmertisch,die Liegen und das Schlafzimmerbett gebaut. Letzteres wollte ich so hoch haben,daß ich vom Bett aus aufs Meer sehen kann;ich kann nur sagen:gelungen! Alles natürlich nicht edelschreinermäßig,aber so wie`s sein soll,sehr solide und sehr preiswert. Zwei Gemüsebeete stehen in voller Pracht,wie auch viele Blumen.Ein Mangobaum war schon auf dem Grundstück und wir haben nochneben Papaya- Bananen-,Kalamansi und anderen Bäumchen natürlich auch heimatliche Tomaten und Sonnenblumen angepflanzt.Was schließlich angeht bei diesen,doch extremen,Bedingungen,wird spannend!

Das alles heißt aber nicht,daß ich demnächst meine Praxis aufgebe (dazu arbeite ich noch viel zu gerne)! Ich hab Kitty mit meinem eigenen Geld nur unter der Voraussetzung und Abmachung unterstützt, daß ich bei chronischer Krankheit,Altererkrankungen und Behinderungen hier -wenn ich es wünsche- unterkommen kann (unter ganz bestimmten,festgelegten Bedingungen). Daß sie für mich sorgt und für eine eventuelle Pflege (falls ich es nicht packen sollte,mich evtl selbst abzuschaffen…). Also lieber hier als in Deutschland! Als ich noch versichert haben wollte,daß mich im Fall einer erheblichen Behinderung eine junge Eingeborenenpflegerin meiner Wahl versorgen sollte,hat sie dies abegelehnt. Entweder würde sie das selbst machen,oder mir einen kompetenten,jungen,aber homosexuellen Pfleger an die Seite stellen (was ich ihr voll zutraue!)… die Sache muß noch nachverhandelt werden!

So,damit das auch mal geklärt ist!

Für jetzt abschließend (Samstag,21.50 Uhr),nach einem langen Tag zurück aus dem Internat von Kitty,in dem sie zu tun hatte (von heut Morgen um 6 bis heut Nachmittag um 15 Uhr mit verschiedenen,zT kriminellen Fahrzeugen,mit einem praefinalen „Boot“)noch soviel: natürlich kommen noch die Berichte von meinen Einsätzen,die ca 2 Wochen gedauert hatten. Aber ich hatte grad Lust,meine derzeitigen Umstände zu schildern,welche sicher auch ganz interessant sind und einen Einblick in den Alltag hier geben. Normalerweise hätt ich heut Abend die Bilder zu diesem Bericht eingegeben.Da sich dieses , auf Grund meiner Inkompetenz, etwas komplizierter gestalten dürfte,verzicht ich jetzt und schiebs mal auf morgen… es ist schließlich Urlaub,jatzt! Gute Nacht!

auf dem „offenen“ Wochenmarkt in Abra,
Die Ente muß vom Nachbarn geschlachtet werden,da es keiner von uns schafft
das 2. Blech war gar nicht so schlecht…

leider kann ich die Bilder nicht kleiner machen…

dafür war das erste eine Kathastrophe!
Nachbarn kommen,um schöne Feiertage zu wünschen und werden traditionsgemäß zu einem Essen eingeladen; es waren deren einige!
…und endlos kekocht
Weihnachtbaum ein, Strauch aus Nachbars Garten,geschmückt
gegessen,Leibgericht der Familie,meine Spaghetti Bolog…
Bescherung
inzwischen hatte der nächste Taifun wieder zugeschlagen… die Rollos,vor dem Balkon runter…es schüttet wat waagrecht rein und Kitty traut dem Frieden nicht ich auch nicht…) aber es ging alles gut
da ohne Strom,bei Solarlicht und Petroleumlampe „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt

alles in allem wars wirklich ein schöner Tag/Abend. Die Macht des Taifuns hatte bis zum nächsten Abend schon abgenommen. Unsere batteriebetriebenen Beleuchtungen vom Aldi ,dankeschön!, hatten standgehalten.Deshalb noch ein paar Bilder vom nächsten Tag

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25.12.2019

Immer noch kein Strom!!! Dafür ein neuer Sturm.

…heute erstmals regnerisch und richtig „kühl“, stürmisch…

Ein Sturmtief über den Philippinen.

Wir haben gestern Abend „deutsche“ Weihnacht gefeiert. Gasherd und alles batteriebetriebene funktioniert: Spaghetti Bolognese… auf dem Balkon, batteriebetriebene, kitschig-schöne Girlanden zum dunklen Meer… na gut!

Heute ist hier das eigentliche Weihnachtsfest! Und es ist Sitte, dass die Nachbarn und Bekannten, zum Merry X mas wünschen, ins Haus kommen.. Sie werden dann bewirtet und die Kinder bekommen etwas Geld und Süßigkeiten. Und es kommen Horden von Kindern mit dem selben Wunsch!

Unsere Weihnachts“lauf“gäste

Der Sturm hat zugenommen…wir haben die starken, gummierten Rollos vor dem Balkon heruntergelassen, der Regen peitscht sonst ins Haus..

Wenigstens kommen weniger Gäste!

Ich könnte drauf verzichten. Aber Kitty mags.. ich verpiß mich nach der Begrüßung wieder.. und grad eben sind wieder ein paar Unerschrockene aufgetaucht.



Der Tropensturm ist inzwischen auf die Stärke 2 hochgestuft worden. (bei 1 werden die Häfen gesperrt)

Keine Sonne zum aufladen der Lampen… die Powerbanks zum Aufladen der Smartphones müssen wir bei Schweizern, die etwas weiter weg wohnen und einen Generator haben, aufladen. Für die 2 Halbwüchsigen von Kitty ist das wie eine Nabelschnur…

Aber: zu Essen haben wir genug! Muss nun schnell durch gekocht werden, da uns das Eis zum Kühlen des Fleisches wegschmilzt.. und heut sind auch hier alle Läden zu!

Es wird langsam eng, da auch Gin und Bier aus sind!

Alles Unsinn natürlich! Uns geht`s wirklich gut! Und morgen können wir wieder zum Einkaufen fahren!

Heut ist Zwangsfaulenzen angesagt und Essen! Sowieso die Hauptleidenschaft der Philippinos!!!

Und für mich ist das auch eine ganz neue, willkommene Erfahrung; Kenn ich von zu Hause nicht! Außerdem werde ich lesen und den Blog so weit wie möglich vorbereiten!… also euch allen noch schöne Feiertage und herzlichen Dank für die vielen Weihnachtsgrüße!

Gerade ist der Sturm auf Stärke 3 hochgestuft worden!

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Weihnachten 2019

Lasst es euch gut gehen, jetzt und im neuen Jahr; gesund sollt ihr alle bleiben (obwohl das ein geschäftsschädigender Wunsch ist)

Hab seit gestern meine zwei wöchige Sozialarbeit bei den Eingeborenen und Frauengefängnis hinter mir: jetzt Urlaub und Hl Abend nach deutscher Art!

Gleich koch ich, dann gibt’s Geschenke (wir sind 7 Std euch voraus); keine 30° .. windig. Keine Elektrizität seit dem Taifun; aber alles paletti!

Herzlich Peter

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