Ende April 2019; Hilferuf der Schulleitung in Arigoy

Vor einigen Monaten erreichte uns ein verhaltener Hilferuf der Schulleitung in Arigoy. Arigoy ist eines der Dörfer,welche ich seit einigen Jahren mit Hilfe meiner und eurer Gelder regelmäßig unterstütze. Neben der einmaligen täglichen Reismalzeit bekommen die Kinder von uns noch zusätzliches Essen,wie Gemüse,jeden Schultag. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr eine Weihnachtsfeier, anläßlich der die Kinder,zusammen mit ihren Eltern, Essen satt bekommen und nicgt nur Reis,sondern auch Nudeln (sonst unerschwinglich),und die Kinder jedes eine Wurst am Stecken mit Marshmellows an der Spitze (brrrrrrr!),dazu Reis und Sardinen für die Feiertage.Alles,was sie vor unserem Engagement überhaupt nicht kannten.Dazu kommen d ie Familien über Stunden aus dem gebirgigenDschungel. Seht euch einfach mal frühere Berichte an…

Zum Hilferuf: Zu dem Dorf Arigoy gehort noch ein kleines Dorf,hoch im dschungligen Gebirge,mit ca 90 Bewohnern,ohne Strom und nur zeitweiser Wasserversorgung. Die Schule in Arigoy ist verpflichtet,die Schulbildung zu sichern. Dazu muß eine der Lehrerinnen eine Woche in dem Nest verbringen und in der „Schule“ unterrichte. Sie lebt in einer Extrahütte,abseits vom Dorf,unter primitivsten Umständen (siehe Bilder),ohne Strom.Wasser oben im Dorf,ohne Strom oder Internet,natürlich, und allein,immer etwas Angst…. Muß bei jedem Wetter Sonntagnachmittags hoch und kann Freitagabend wieder runter. Und wenns schüttet,was bei den winterliche Taifunen häufig vorkommt ,sind die Wege Sturzbäche…ich habs schon selbst erlebt….;da marschiert die Angst mit…!

Das soll geändert werden: Die Kinder sollen während der Woche nach Arigoy zur Schule runterkommen und zum Wochenende wieder hochgebracht werden. …….. Nur die Eltern weigern sich bisher!Und gegen den Willen der Eingeborenen läuft gar nichts,auch keine staatlichen Anordnungen!

Da ich und meine Arbeit inzwischen auch in Alukmay (so heißt das Dorf) bekannt sind erhofft sich die Schulleiterin durch meine Anwesenheit und dur die M“Mitbringsel“ eine Umstimmung der Dorfbewohner.

Der Versuch wars wert und im Folgenden seht ihr die Bilder dazu. Ich muß sagen,daß ich Arigoy liebe.Es liegt ,nach einer extremen BergundTalfahrt mit dem Motorrad (vor 2 Jahren zeitweise noch eine extreme Schlammschlacht)malerisch zwischen hohen Bergen an einem Fluß,der nach Regen riesig und reißend das Dorf abschneidet und ein Überqueren unmöglich macht. Und die Menschen dort mag ich sowieso…

Schon die Anfahrt mit Van,Tricycle und schließlich Motorrad (manchmal muß man absteigen,so steil ist der Weg und das Motorrad schaffts nicht) ist neben beklemmenden Gefühlen einfach genial,so schön ists.

An der Schule ankommen ist wie Heimkommen! Mit uns waren noch zwei mit Kitty befreundete Lehrer. Wir übernachteten alle in einem Schulraum und am nächsten Morgen gings denn über dem Fluß auf die ca 400 Höhenmeterwanderung;zum Teil extrem steil,dabei sehr heiß und sehr feucht durch den Urwald… eine Schur! Aber die zeitweisen Ausblicke belohnten immer wieder die Tortouren…

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