Bericht (endlich,Entschuldigung wegen der Verspätung…) über meinen Aufenthalt auf den Philippinen August 2019

… es war einfach zu viel los in meinem privaten und die Praxis betreffendem Umfeld . Eigentlich wollte ich nächstes Jahr mit meiner Praxisarbeit aufhören. Deshalb war eine – durchaus verständliche- „Absatzbewegung“ meines langjährigen Personals eingetreten,was mich vor erhebliche Schwierigkeiten stellte und einmal beinahe zwangen,von heut auf morgen,die Praxis zu schließen. Nach meinem Entschluß – in Ermangelung eines Nachfolgers… wir werden sehen,ich hoff es klappt noch-,noch weiterzumachen,solange meine Gesundheit und meine geistigen Fähigkeiten mitmachen, hab ich jetzt ein fast vollständig neues Praxisteam. Zwar hakts noch hier und dort,aber im Großen und Ganzen klappts schon sehr gut (ein wenig Nachsicht bitte) und eine neue Ernsthafigkeit,aber auch ein neues Lachen ist in die Praxis eingekehrt.

Fortsetzung folgt heut Nachmittag

Es macht mir einfach noch zu viel Spaß, nicht zuletzt auf Grund meiner großen Erfahrung .Und solange mir meine Patienten nachsehen,daß ich eben öfters Urlaub mache und in die „dritte Welt“ verschwinde,mach ich weiter. Soviel in eigener Sache!

Von der Eingeborenenschule in Salay (siehe frühere Berichte) war die Anfrage gekommen,ob wir nicht etwas Geld übrig hätten.Sie wollten dieses Jahr erstmals ein größeres Sportfest mit den Kindern veranstalten.Normalerweise hätte es eben wie jeden Schultag nur einen Teller Reis gegeben (zusätzlich noch die tägliche Gemüseportion,die ihr durch eure Spenden ermöglicht hattet…siehe frühere Berichte). Abrechnung später: aber wir hatten etwas übrig von dem,was ihr mir diesesmal mitgegeben hattet. Also sagten wir zu, kauften auf der Hinfahrt Fleisch ein für ADOBO ,ein Gulasch mit Knochen, zusätzlichen Reis und Süßigkeiten für Sieger und Nichtsieger für etwas mehr als 360 Kinder! Von den Kindern hatte vorher sicher noch keines ein Stück Fleisch gegessen………… (eine Wurst gibts erst wieder zur Weihnachtsfeier im Dezember -siehe frühere Berichte) Es war einfach ein wunderbar gelungenes Fest für alle!Dank euch allen!………….. Bilder dazu,weiter unten

Eigentlich hatten wir vor,von Saly aus mit einem Teil der Lehrer über Nacht wieder in ein tiefer im Dschungel gelegenes Dorf zu laufen,aus dem einige Kinder kommen. Wir haben es dann sein gelassen,da die Lehrer uns abrieten. Es waren in letzter Zeit öfters Rebellen aufgetaucht und sie konnten nicht für meine Sicherheit garantieren… die „lieben “ Ausländer….

Der Aufenthalt im August war sowieso mehr als Urlaub geplant und so konnten wir früher als angedacht an einen ziemlich gottverlassenen, einsamen Küstenstreifen im Norden von Mindoro fahren. Diesen hatte ich schon früher auf meinen Touren entdeckt (in der Nähe von Abra de Ilo,siehe ältere Berichte) und es war schon immer mein Traum,dort ein kleines Häuschen im typischen Stil zu errichten,als zeitweiligen Alterssitz.; großteils aus Bambushölzern und Grasdach,direkt am Meer.Und ein kleines Grundstück hatte ich Anfang des Jahres gefunden und mit Kittys Hilfe in 3 Monaten hochziehen lassen. Im Übrigen kann ich als Ausländer kein Eigentum auf den Philippinen erwerben; alles läuft über sie. Der Innenausbau stand noch aus,die Einzäunung und das kleine Grundstück.Und nachdem unsre Tour wegen den Rebellen ins Wasser fiel, glaubten wir eine ungestörte Zeit mit dem Besorgen der Einrichtung verbringen zu können… sehr umständlich,weil Einkaufsmöglichkeiten ziemlich entfernt lagen;egal!

Von wegen: Der Staat hatte vor Kurzem begonnen,eine kleine,befestigte Straße, nicht weit vom Grundstück, ins Hinterland zu bauen,Stück um Stück,wie grad Geld vorhanden ist. Aber wie auch in der Gegend von Salay im Süden der Insel,so sind auch hier im Norden seit Kurzem die Rebellen aktiv!!! Wenige Tage vor unserem Eintreffen hatten sie etwa 100m von uns Baumaschinen angezündet! Daraufhin wurden 6 Mann Militär direkt in unsre Nachbarschaft verlegt. Sie hausten auf dem Grundstück direkt neben uns…(siehe Bilder). ….Ich enthalte mich jeden Kommentars…… Inzwischen wird der Bau der Straße einige km von uns weitergeführt.Die Soldaten sind weg und es wird abzuwarten sein,wie sich die Situation weiter entwickelt.

So,jetzt zur Abrechnung vom August:

Mitgenommen hatte ich Spenden und mein eigenes Geld: 2000 € ; ausgegeben:

Salay,Schule (ungefähr 360 Kinder). Es fehlten noch 600 € für die tägliche Gemüsemahlzeit im Jahr 2020. Hiermit ist dort das Essen für das ganze Jahr 2020 gesichert!

Arigoy,Schule (jetzt ungefähr 180 Schüler). Das Essen ist durch vorherige Spenden für das gesamte Jahr 2020 durch vorherige Spenden gesichert

Tugdaan,Eingeboreneninternatsschule/Paytan,alte verarmte Einwohner: Reis/Fischdosen für die Feiertage und Essen an Weihnacht 2019, 500€ zurückgelegt.

Salay,Schule: 300 € für Sportfest (s.o.) ausgegeben zurückgelegt für Weihnacht 2019 für Schulfest und Eltern der Schüler über die Feiertage (Reis/Sardinen): 600€ zurückgelegt

Wir brauchen jetzt für Weihnacht 2019 noch: 350 € fürs Frauengefängnis auf Iloilo ; 300 bis 600 € in Arigoy und ungefähr 300 € für Salay.

Ich denk,das bekommen wir dieses Jahr noch zusammen. Ich halte noch einen Vortrag in Dittelsheim Heßloch,und einige Patienten haben mir schon Geld zugesagt. Außerdem hab ich schon bis heute 300 € bekommen! Es wird!

Meine vorgesehenen Aktivitäten Dezember/Januar 2019/20

… Am Tag meiner Ankunft in Manila,am 8.Dezember, fliegen wir gleich weiter auf die Insel Iloilo. Dort warten schon die Insassen des Frauengefägnisses (siehe früheren Bericht) auf die Weihnachtsfeier mit uns,auf die kleinen Geschenke (Tüte mit Hygieneartikel) und auf ein von uns gesponsertes Stück Hühnchen zu, Abendessen… übrigens das einzige Stück Fleisch im Jahr. Eigentlich ist es ein Wahnsinn wegen einer oder zwei Stunden Aufenthalt solch einen Aufwand zu treiben.Aber die mitbetreuenden Nonnen hatten signalisiert,daß die Insassen uns sehnsüchtig erwarte. Was solls,uns allen gehts so gut und wir können uns nicht im Entfertesten vorstellen,wie es dort -oft lebenslänglich-zugeht.

Bei dieser Gelegenheit sag ich Ihnen nochmals,daß alle Reisekosten (Flugzeug,Schiff,Taxi,Busse und Jeepneys) sowie die Übernachtungen gehen auf meine Kosten.Die Spenden gehen ALLE direkt an die Bedürftigen!

… danach gehts dann Schlag auf Scglag zu den Schulen in Abra de Ilo (im Norden), Salay (im Süden) und Arigoy (wieder Norden); Tugdaan,hab ich noch keine Ahnung,eventuell im Januar.

Ich muß dieses Jahr so früh fahren,weil die Weihnachtsferien an den Schulen dieses Jahr so früh sind!

So, vor dem Schlußwort wart ich noch auf Norbert,meinen „PC Engel“ der mir die vorbereiteten Bilder in diesen Blog stellen hilft; ich hoff ,heut oder morgen! Bis dann

20 kg Fleisch beim Straßenmetzger  gekauft,für Essen Salay
20 kg Fleisch beim Straßenmetzger gekauft,für Essen in Salay
auf der Fahrt nach Salay
über Sock und Stein und durch kleine Flüsse,die jetzt etwas ausgetrocknet sind

Begrüßung durch die Schulleiterin,mit der wir inzwischen ein herzliches Verhältnis haben
…und dann erst beginnt das Sportfest
zum 50m Lauf an der Hauptstraße zum Dorf
Staffellauf
Das Essen für 360 Kinder wird in mehreren Schichten vorbereitet
und endlich gehts mit dem Essen los
…und Abschied
zum Schluß noch ein Spaziergang durch das zugehörige Dorf; hier der Dorfladen
„Schwimmbad“
Jeepneyhaltestelle
vom Dorfladen den Berg hoch, irgendwo eine Stunde lang zu ihrer Hütte (wir hatten sie gefragt)
zurück zum Hafen (1/2 Stunde mit Tricycle,dann ca 4 Stunden mit Jeepneys zum Hafen)
dann mit dem Auslegerboot zum Bauplatz des Häuschens.. Es gibt keine Straße hin…ca 2 Stunden mit dem Seelenverkäufer. Bei schlechtem Wetter kommt man sich vor wie im Mini-uboot; bei gutem Wetter eine Lustfahrt. Bei beiden ist man durchnaß *smile*
alles naß beim Ausstieg
dann wieder eine Sunde mit dem Tricycle
auf unsrem Balkon angekommen,…endlich
Die Soldaten beim Nachbarn
unsere was erwartet uns? Militär! (siehe Text); wirklich nette Kerle, aber…
spektakulär schöne Sonnenuntergänge
und Vollmond über dem Meer
traumhafte Ausblicke
täglich landet ein Fischer bei mir an und bietet einen andren Fisch an!
beim kleinen Einweihungsfest haben wir die Mangyan und Nichtmangyankinder der Umgebung zum Essen eingeladen
…und wieder ein neuer Sonnenaufgang
der unendliche,einsam Strand vor dem Häuschen
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