6.Januar 2019 , die letzten Tage auf den Philippinen sind angebrochen

Wir haben die ersten echten 3 Urlaubstage meines Urlaubs auf der Insel Iloilo,am Strand verbracht.Zwar war das Wetter ziemlich durchwachsen: immer wieder etwas Regen und andauernd stürmisch und heute fast den ganzen Tag immer wieder blauer Himmel.Egal! Unsre Arbeit ist gut zu Ende gebracht worden und wir können durchatmen! Wir wohnten in einer ganz einfachen,aber gemütliche „Zelthütte“ direkt am Strand.Bei Flut konnten wir fast vom Bett aus ins Wasser spucken und die Brandung in der Nacht war wie klassische Musik in den Ohren. Heut haben wir uns selbst belohnt und auf dem selben Areal ein sehr schönes Loft gemietet,mit Meerblick vom Bett aus und allem Drum und Dran; wir müssen heut Nacht nicht mehr neben der Hütte mit dem harten Wind pinkeln… *s*; es sind immer die Kleinigkeiten,die das Leben wirklich schön machen…

Aber mal schön der Reihe nach:

Nach den Weihnachtsfeiern,zuletzt der mit den altenLeuten in Paytan, hatten wir noch ein paar Tage die ganze Blase von Kittys Verwandtschaft am Hals (verzeih mir Kitty) dazu hatte mich nach vielen Jahren ein übler Durchfall flachgelegt,was meine Laune natürlich nicht gerade angehoben hatte.Die Philippinos legen im Normalfall keinen Wert auf Äußerlichkeite,auf Weihnachtsgeschenke ( sowieso wenig Geld da) uä,aber ESSEN ist wichtig! also wird an Feiertagen,soweit finanziell möglich,geschlemmt;natürlich nicht in unserem Sinn,sondern einfach viel gegessen,prima zubereitet und mit Pfiff und darauf sparen sie alle! Und grad dann hatte ich Durchfall und hab mich zu strenger Diät gezwungen (also all das,nach zwei Tagen, widerliche Zeug wie gekochte Karotte,Bananen usw…,was ich euch allen verordne…).Ich war bedient! Der Durchfall war weg und der Taifun kam!!!

Wir hatten noch zwei Projekte durchzuführen: Auf der Insel Iloilo die Weihnachtsfeier für die Insassen des dortigen Frauengefängnisses und den Besuch bei Ulway,dem 14jährigen spasischem Kind. Wir hatten schon vorher die Fähre gebucht und Kitty hatte in Manila das Keyboard für Ulway bestellt und wir wollten nach ein paar Ruhetagen am 31.12. nach Manila fahren,um am gleichen Tag mit der Fähre 20 Stunden lang nach Iloilo überzusetzen.

Aber da wir reichlich Erfahrung mit Taifunen um diese Jahreszeit haben und da die Berichte über diesen etwas beängstigend waren und da er mit Sicherheit unsre Insel Mindoro erwischen würde (hat er dann auch,allerdings mit einem Zentrum etwas südlicher von uns,mit etlichen Toten),ergriffen wir -wie schon beschrieben-am 29.12. die Flucht ,um heil nach Manila zu kommen.Ging dann auch wirklich ganz gut… jedenfalls für uns. Allerdings ging dann die Warterei los: durch den Sturm waren wohl etliche Fähren ausgefallen;jeden Tag kamen per SMS neue Verschiebungen rein,sodaß wir dann schließlich am 3.Januar gegen 3 Uhr morgens ablegten… Wir hatten extra die Fähre bucht und waren nicht,wie letztes Jahr,geflogen,weil ich Angst hatte,daß das Keyboard beschädigt würde. Also haben wir das Riesenpaket immer mit uns rumgeschleppt und wie ein rohes Ei behandelt… Ich soll von Kitty ausrichten,daß sie dieses Monsterpaket vom Chinesen in Manila unter Lebensgefahr ins Hotel gebracht hat…,was natürlich total übertrieben ist,da der Sturm schon deutlich abgenommen hatte,sie ein Taxi benutzte und mich quasi gezwungen hatte,im Hotel zu bleiben,da mich inzwischen eine schwere Männerbronchitis aufs Hotelbett niedergestreckt hatte *grins*! Aber auch die folgende Planung war total durcheinander: Wir hatten einesteils für 256 Insassinnen des Gefängnisses zum neuenJahr eine Hühnchen-Reis mahlzeit durch die mitbetreuenden Nonnen in der Nachbarschaft organisiert (eine einmalige Köstlichkeit im Jahr),zum andern eine Tasche voll Pflegeartikel (Seife,Waschmittel,Zahnpasta,Menstruationseilagen usw) für etwa 50 Frauen,welche über die Feiertage oder nie Besuch bekommen hatten.

So,es ist doch ein wenig später geworden und ich möchte noch etwas das tolle Bett und die Atmosphäre dieses Lofts genießen.Wegen des hohen Strohdachs zieht eine zarte Brise durch den ganzen Raum, die Meeresbrandung ist,wie die letzten zwei Nächte schon, vertaut-angenehmes Rumdenkeln- und Einschlummergeräusch und… eben so halt… ein letzter Versuch, die Bilder von der Gefängnisweihnachtsfeier und vom Besuch bei Ukway am gleichen Tag,reinzustellen und dann mal eine gute Nacht!

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