Wieder gestrandet… fast

Ihr Guten!

Hier überschlagen sich ein wenig die Ereignisse. Werd einfach erzählen,was ich grad für interessant halte und die Chronologie hintanstellen,auf jeden Fall aber nachtragen!

Heut ist meinerster „freier“ Tag: Nach Tagen unentwegter Hektik und Schwierigkeiten,auch schönen Erlebnissen ,bin ich in Kittys Hütte endlich mal auch ein wenig allein und kann mich euch widmen.

Zur Zeit wird alles Leben hier bestimmt durch die unendlichen und anhaltenden Wassermasen,die der Himmel freigibt; dh, es schüttet andauernd und das wird wohl

stoische Gelassenheit,nur nicht bei mir…wir haben noch ca 5 Stunden Fahrt vor mir zum Besuch der Schule

auch noch eine Woche mindestens anhalten. Das ganze Land ist überschwemmt,die ausgedehnten Reisfelder stehen teilweise  über einen halben Meter unter Wasser und man fahrt auf den etwas höher gelegenen Schotter- und Schlaglochwegen wie durch einen riesigen See. Diese Wege sind natürlich auch immer wieder überschwemmt und je nach Tiefe ist dann Schluß.Wenn die Strömung aus den Bergen nicht zu stark ist,haben sich die, bewunderswet gelassenen, Philippinos Lösungen gefunden,die bei uns jeden in die Psychiatrie bringen würden,der das versucht (Bilder kommen!)

die praktisch philippinische Lösung: ein kleines Plarikboot und ein zusammengerödeltes Bambusfloß

.Kleine Notboote aus Plastik werden zum Personentransport genutzt,zB für Kranke,die dringend in die Klinik müssen und für so mutige (???,eher schwachsinnige) Typen wie

die ersten -zwangsläufig- Mutigen: dringender Krankentransport…

wir,die dringend zur Hauptstraße müssen ,um an Weihnachtsfeiern in den Bergschulen teilzunehmen;alle warteten (später!). Nur um dann wieder auf dem Heimweg irgendwo in Calapan,der Regionalhauptstadt, zu übernachten,weil auch die einzige Hauptstraße überflutet ist… immer spannend: wo übernachte ich demnächst? komm ich überhaupt an? Um 5 Uhr nachmittags wirds dunkel bei dem Wetter und

Motorradfähre …völlig gelassen…

die Fährschiffer verdienen sich so ein wenig geld

grundsätzlich sind wir immer durchnaß. Denn Autofahren geht nur ab und zu.Meist ist der Rücksitz eines 125 ccm Motorrads ,manchmal wirklich über Stunden unsre Transportheimat (manchmal auch zu zweit hintendrauf). Bewundernswert sind nur unsre ,meist jugendlichen, Harrakirifahrer,die völlig gelassen – und gekonnt!!!- dem Wetter und uns trotzen,um sich so ihr Geld zu verdienen. Richtig haarig wirds in den Bergen,zu den Schulen. Dann mutieren diese Kerle zu Schlammschlacht- und Ralleykünstlern! Ich weiß,daß dann Kitty immer betet und ich bin hauptsächlich davon fasziniert,ob und wie wir es

und dann sind wir dran…schon ein wenig mulmig (später fahren wir die Dinger wie selbstverständlich…)

schaffen, diese glitschigen Aufstiege und Abhänge zu befahren. Immer wieder durch ,jetzt etwas reißende,Bachläufe..:meist eine

endlich am andern Ufer

Erholung,denn die versauten Plastikschlappen und Unterschenkel werden mal wieder gespült, mitsamt den,bis über die Knie gekrempelten ,Hosen…                                         Glücklicherweise findet das alles bei ca 23°C statt,also von der Seite aus erträglich! Und manchmal denk ich an euer heimatliches,kaltes, Sauwetter; und dann gehts mir gleich wieder besser!

Die besondere Situation hier in Kittys Hütte ist,daß wir am Gebirgshang,schon im beginnenden Urwald, wohnen; eigentlich wunderschön. Aber in dem zugehörigen Eingeborenendorf PAYTAN hört die Straße auf,(oder was hier so als Straße bezeichnet wird…) und es gibt nur diese einzige,ca 10km raus zur Hauptstraße,von der aus alles weitergeht.Und wenn die überschwemmt ist ,ist erstmal Feierabend.Dann geht nur noch Plasikboot oder provisorisches Bambusfloos oder umkehren… Aber die eigentliche Gefahr droht jetzt,bei den anhaltenden Regenfällen,durch massive Erdrutsche,die immer mehr zunehmen. Kitty unkt schon und hat Sorge um ihr Häuschen *grins*; ich nicht!

So,der Teil geht erstmal raus,sicherheitshalber.Beim letzten Mal war mir zwei Mal der PC abgestürzt.Gestern hatte ich gar keine Internetverbindung… wir werden sehen.. und ich hoff,daß Kitty wieder gut nach Hause kommt. Aber die ist unverwüstlich….

So, ich mach mir jetzt mal einen Kaffee und versuch dann,ein paar Bilder zusammenzustellen,dann wirds interessanter. Haltet mir die Daumen!Gut gehts mir!

die einzige Nord-Südverbindung auf Mindoro war dann gesperrt und wir mußten also mal wieder auswärts übernachten… es war zum K….

abends auf der Rückfahrt mit dem Jeepney… die Straßen total überspült. Ca eine Stunde nach dieser Aufnahme wurde sie gesperrt,weils ein Auto runtergespült hatte.

das Floß war natürlich noch kippeliger als das Boot

Rückkehr am nächsten Tag;das Wasser war noch mehr gestiegen

und schließlich hats noch angefangen,zu schütten…

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Wieder gestrandet… fast

  1. a.lehmann sagt:

    schöne weihnachten und ein gesundes2018
    gut zu sehen dass sie nicht weggeschwemmt wurden.

  2. Gerhard Feile sagt:

    Hallo Peter,wir wünschen Dir friedliche Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr.Pass gut auf Dich auf und viel Erfolg bei deiner Arbeit. Deine Berichte zeigen immer wieder auf wie gut es uns doch geht und wieviel Armut und Elend es auf der Welt noch gibt.Es ist bewundernswert was Du leistest.
    Gruß von Gerhard und Elke

    • nowotny sagt:

      Grüß euch,ihr beiden!

      Vielen Dank. Auch euch alles nur erdenklich Gute!
      Setzt euch mal mit Gisela zusammen und macht eine Gänse-/Entenfreßschlacht aus!?!

      Würde euch wirklich gern wieder mals sehen,mit euch sprechen!

      Ganz herzlich,euer Peter
      PS schreib grad die Fortsetzung des Blogs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.