Gestrandet!….

Hat ja gut angefangen!                                                                                                Schon der Anflug auf Manila war etwas kippelig,sodaß etliche Passagiere applaudierten, obwohl das bei Langstreckenjumbos (wir waren immerhin  auf dieser zweiten Teilstrecke mehr als neun Stunden unterwegs) nicht so üblich ist… na,und dann waren meine Koffer noch bei den allerletzten,die rauskamen;aber sie kamen…

Ich hatte mich schon gefreut,da ich gegen Samstagmittag schon in Manila angekommen war,nach ca 7 Stunden Weiterfahrt mit Bus,Fähre und Jeepney in meinem Dschungeldomizil anzukommen;sehr einfach,aber stinkgemütlich und bei fast 30°C geruhsam den Jetlag auszuschlafen… von wegen:

Kitty begrüßte mich zwar überschwänglich aber doch ziemlich geknickt vor dem Flughafen (rein darf kein Nichtpassagier): Sie hatte die alleletzte Fähre von Calapan auf Mindoro aufs Festland erwischt;danach waren alle Wasserwege gesperrt. Der Taifun URDUJA hatte die Philippinen fest im Griff….. und uns mit!

Wie dem auch sei,wir hatten es auf dem Festland nur mit den Sturmrändern zu tun. Wir mußten aber zwei mal auf dem Festland übernachten, und waren schließlich Montagabend zu Hause; auch gut! Hier in Paytan, der Wahlheimat von Kitty, hatte der Sturm allerdings mehr gewütet,als in Südlucon und viele Bananenbäume,die halbe Lebensgrundlage von vielen Eingeborenen, entwurzelt. Zwar tragen die jungen Bananenbäume schon nach ca 3 Jahren wieder erstmals Früchte;eine momentane,fast existenzielle Einbuße bleibt es allemal. Schon den dritten Dezember hintereinander hat es diese Gegend getroffen! Die,nach außen getragene,Gelassenheit dieser Menschen hat mich schon immer beeindruckt!                                                                                             Wir in Europa hören von diesen Katastrophen fast nie etwas. 42 Tote und viele Verletzte, wie bei diesem Taifun, sind nicht der Rede wert. Diese Nachricht würde sich auch abnutzen,wenn man überlegt,daß im Schnitt etwa 20 mittlere und kleine Taifune im Jahr die Philippinen treffen.

Viel Zeit zum Ausruhen blieb uns alledings nicht,da wir schon gestern früh morgens nach Arigoy aufgebrochen sind. Wie ihr euch vielleicht erinnert ist es ein Nest am A.der Welt,tiefst in den Bergen. Dort habt ihr mit eurem Geld schon das zweite mal ein Jahr lang für eine Zusatznahrung der Schulkinder gesorgt. Dieses Jahr richtet ihr die Weihnachtsfeier (einfach nur Essen satt!!!) aus und jede Schülerfamilie bekommt 5 kg Reis, 1kg Nudeln (eine Delikatesse für sie!) und 4 kleine Büchsen Sardinen,für genügend Essen über die Feiertage.

Davon aber ab übermorgen. Morgen gehts um 5 Uhr morgens mit ca 6 Stunden Anfahrt – Motorrad und Kleinbus,wieder Motorrad und einem Marsch- nach Salay; auch Weihnachtsfeier..ich werd berichten.

Guts Nächtle

 

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