Fortsetzung 6.Januar

Auf dem Weg in die Berge: *Schulbus*

Auf dem Weg in die Berge: *Schulbus*

 

 

 

 

 

 

 

Gerad noch rechtzeitig rausgekommen;es scheint ziemliche Schwankungen zu geben…

Die Nacht in dem Raum war doch ziemlich unruhig,jedenfalls für mich. Für alle wars aber viel zu warm gewesen und der Ventilator lief natürlich auch nicht.Aber ein wunderschöner Tag belohnte uns! Die Fahrt in die Berge war ein Traum,trotz der Schäden rundum -irgendwann blendet man es aus- und ich hab mich doch wieder gleich heimisch gefühlt und mich auf diesen ersten Ambulanztag gefreut!

PAMUESAN; Dienstag,5.1.  GPS: N 13° 08.487′     E 121° 13.776′

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Auf dem Rundgang ,meine Patienten kommen mir entgegen...

Auf dem Rundgang ,meine Patienten kommen mir entgegen…

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Beim letzten Mal hatte es dort oben stark geregnet und so war es diesmal der pure Genuß: wunderschöne Aussichten und ich konnt mich nicht sattsehen: genau das wars!!!      Nach dem Ankommen baut das Team immer die Anmeldung,die Medikamentenausgabe und den Untersuchungsraum auf und her; während dieser ersten halben Stunde hab ich Zeit für mich. Und wie an jedem Ambulanztag streich ich erstmals durchs Dorf und geh in jede mögliche Richtung,auch auf schmalen Pfaden ein Stück ins Land. Meine Leute wissen das und ich kann mir auch schon mal eine Stunde Zeit lassen….Immer kommen mir dann auf diesen kleinen Ausflügen Patienten entgegen. In solch einer Entlegenen Gegend kann ich,als bunter Vogel, eigentlich nur der Arzt sein und findet dann auch schon oft ein freunliches Einvernehmen über Blicke und Gesten statt.Ich mag das! Und wenn  sie dann später während der Sprechstunde wiedererkenne ist sowieso eine große Nähe vorhanden.

Dieser Tag verlief so,wie er angefangen hatte: einfach schön!Bis auf einen Verdacht auf hochgradige Lungentuberkulose keine Komplikationen von den Fällen her.Die vorhandenen Medikamente waren mir gleich wieder geläufig und der Umgang ,vor allem mit den Kleinen,war sofort ohne Schwierigkeiten;als ob ich letzte Woche erst dort aufgehört hätte. Und da kommt Freude auf!.

Von den etwas über 60 Patienten waren 80% Säuglinge und Kinder mit den üblichen Infekten und Ekzemen,überhaupt nichts Spektakuläres.Als Krönung tauchte dann noch tatsächlich ein Eismann mit Motorrad auf-unfaßbar in dieser Gegend und wie bestellt-. Nachträglich zu Weihnacht gab ich für die Kinder noch ein Eis aus: 42 Kinder warens dann und das Gekreische und Gejohle war riesengroß….. Es war einfach nur gut!!!

Jetzt versuch ich noch,ein paar Bilder rüberzubringen,obs bei dem langsamen Internet klappt,weiß ich nicht,wenn nicht,reich ich sie noch nach und schreibs dann auch!Bis später!

Hat nicht geklappt,aber ich hab die GPS Daten alle nachgetrage,sodaß die,welche es sich auf Google Earth anschauen wollen,wo ich mich so rumtreibe,nachempfinden können.

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AmbulanzHütte und Raquel, meine Übersetzungsschwester

AmbulanzHütte und Raquel, meine Übersetzungsschwester

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Der Eismann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch,6.1.  MANSARING     GPS Daten kommen noch.

So angenehm es gestern gewesen war,und harmonisch,wars heute nicht! Zwar hatte es in der Nacht erstmals etwas abgekühlt;und die 1 1/2 Stunden Anfahrt konnt ich wieder genießen,aber dann schockierte uns doch der Anblick des kleinen Dorfs am Ende der Straße: Mehr als die Hälfte der Holzhütten waren  geschädigt oder ganz zerstört!                  Es liegt ungemein schön (eine meiner „Traumambulanzplätze“) am äußersten Ende eines schmalen,langen Höhenrückens; ca 200 Höhenmeter  auf der einen Seite über einem weiten Tal mit meanderndem breiten Fluß; auf der andern Seite tief unten ein schmaler Bach jenseits dessen sich Bergreihen,sich ständig erhöhend bis zum bewaldeten Hochgebirge am Horizont ,verlieren. Dieses schließt auch,weit draußen das Flußtal am Ende des Bergrückens ab. Und Schattierungen jeden Grüns,gleisende Sonne,fast unbewegte Luft..Ich kanns nur sehr unvollständig beschreiben (und die Bilder kommen wirklich,aber später).                                                                                                                      Diese exponierte Lage wahr wohl die Ursache für dieses Ausmaß der Zerstörung. Und jetzt kommen Sie,liebe Spender wieder ins Spiel: Nach Rücksprache mit meinen Mitarbeitern und dem Dorfchef machten wir vor der Sprechstunde eine Bestandsaufnahme der Schäden, und vereinbarten,daß wir  (und ich hab es ausrichten lassen,daß dies nicht über die German Doctors läuft,sondern über meine Patienten und Freunde;das mach ich immer so), die Bezahlung der getrockneten Palmblattdächer übernehmen,sowie die der Nägel.Beides macht wohl die Hauptausgabe aus.Das Holz für das Gerüst holen sich Bewohner aus dem Urwald und das Haus reparieren und bauen sie sowieso selbst. Die Dachblätterherstellerin war zu Ende der Sprechstunde auch schon da,hat ihre Anzahlung bekommen-Rest bei Lieferung…-,die Nägel besorgen meine Mitarbeiter  und und… alles organisiert und es wird wohl nichts irgendwo „kleben bleiben“. Alles zusammen wird wohl unter 500 EUR kosten,die genaue Aufstellung kommt noch;und ihr habt den Bewohnern eines kleinen Bergdorfes eine trockene Bude verschafft und eine Riesenlast von der Seele genommen.       Ich hab alles dokumentiert undmeine Mitarbeiter werden mir berichten und Bilder schicken;und ich werd sie veröffentlichen.

Taifunhäuser... werden mit eurem Geld repariert

Taifunhäuser… werden mit eurem Geld repariert

 

 

 

 

 

 

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„Einfamilienhaus“

 

 

 

 

 

 

 

 

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Als „kleine Ambulanz“ angekündigt,warens dann doch fast 50 Patienten,mehr Erwachsene als Kinder und schon ein paar „heiße“ Fälle dabei: etliche ausgeprägte Hautprobleme wie Krätze und ausgedehnte,schwere Pilzerkrankungen (mich juckts beim Schreiben…);etliche asthmatoide Brochchitiden bei Kindern (der Wind in dieser Höhe,der sonst fast immer weht),zwei schwere Lungenentzündungen bei Säuglingen und auf den letzten Drücker noch eine vieköpfige Familie,die nach einem 4stündigen Marsch ziemlich erschöpft eintrafen: der Vater hatte den 8jährigen Sohn die ganze Strecke getragen.Der hatte einen ausgeprägten Gibbus,eine Spitzrückenveränderung,welche durch eine Knochentuberkulose – meist- hervorgerufen wird,das Kind konnte nur mühsam selbst laufen;ein Erstbefund. Beim ältern Bruder hatte ich auch den Verdacht auf einen Knochenbefund und die sehr abgemagerte Mutte,welche seit Wochen hustete wird wohl eine Lungentuberkulose haben.Irgendwo hats uns,trotz der tollen Umgebung,allen etwas bedrückt gereicht.                                                                                                                                     DieBilder kommen alle nicht und sind beeindruckend.

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Elternschlafzimmer

 

 

 

 

 

 

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Kinderzimmer

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Wohn – Esszimmer

 

 

 

 

 

 

 

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Holzkohle wird hergestellt, hinten der kleine Meiler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So,nach fast 2 Stunden im Internetcafe tut mir auch schon der Rücken weh. Nach diesem Tag hab ich meine Manschaft zum Abendessen eingeladen und wir werden gleich in die nächste Kleinstadt fahren und neben-wahrscheinlich Hühnchen in jeder Form,da sind sie alle ganz scharf drauf- dem Essen auch die künstliche Beleuchtung genießen! So weit sind wir schon *s*!

CiaoCiao!

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