Rolling Clinic bei den eingeborenen Mangyans im Bergland von Mindoro 15.12.14

 

Montag,den 15.Dez.2014 21.30 Uhr (14.30 bei euch)

Aller Anfang ist schwer! Eigentlich nicht schwer,sondern einfach etwas beschwerlich:

Samstag Frankfurt Flughafen: Im Handgepäck hatte ich einen Akkuschraubbohrer mit allem
Drum und Dran,weil mich die Nachricht erreicht hatte,daß es beim kürzlich Taifun ziemlich viel
Holzhütten zusammengeschlagen hatte…na ja,das Gerät macht den Kohl auch nicht fett,ich konnts
-grad noch so- verschmerzen.Im Koffer hätt es mitgekonnt;warum auch immer.Merke:
Küchengeräte gehen im Handgepäck mit,Elektrwerkzeuge nicht!Der Bürokratenschwachsinn treibt
immer wieder wundersame Blüten…

Ich sitz dann endlich im Flieger,wir rollen Richtung Startbahn.Plötzlicher Stopp,Umkehr ans Terminal;2 Stunden Verspätung,weil ein Passagier sich plötzlich krank fühlte,aussteigen wollte und
das Gepäck aus Sicherheitsgründen mitmuß.

Dann 12 Stunden Flug nach Taipeh,früher Formosa.EinzigerLichtblick waren meine 2 jungen Sitznachbarinnen: eine überaus freundliche,hilfsbereite,kleine
Chinesin,welche als Wissenschaftlerin in Deutschland arbeitet und uns aus der Bordküche zwischendurch mit dem versorgte,was nur Chinesen bekommen; und eine Krankenschwester,welche uns durch ihren trockenen Humor und einer „Gosch wie ein Schlachtschwert“ (wie der Schwabe sagt) immer wieder zum Lachen brachte!

In Taipeh war der Anschlußflieger natürlich weg und es ging dann 5 Stunden später nach Manila (immerhin).Dann noch durchgeschlagen zum Busterminal,nach 2 Stunden Busfahrt und 2 Stunden Fähre bei ziemlich schwerem Seegang, wurd ich dann Im Hafen von Calapan,auf der Insel Mindoro, von Leocylin der Teamleiterin des Nordens und einem Fahrer abgeholt und war schließlich nach ca 31 Stunden nach Mitternacht „zu Haus“.

An Schlafen war während der ganzen Herreise so gut wie nicht zu denken und natürlich nicht danach:zu überdreht.
Aber: warm wars! Ich konnte mich nakt unters Moskitonetz ins Bett legen und trotzdem noch schwitzen (hört sich pervers an,ich weiß *s*),das Zirpen der Grillen : und ein eiskaltes Wasser neben dem Bett (Bier war leider keins mehr da!) : ein Hochgefühl,sag ich euch!
Die Krönung: heute Morgen erstmals blauer Himmel seit dem Taifun und 29Grad!!! Zum Frühstück
Gemüse,Reis und gebratene Leber (ich liiiiebe es!) und dazu frische Mangos und die kleinen
Eßbananen…fast paradiesisch!!! Potenziert wurde dieses Gefühl noch durch die Gewißheit,daß bei euch Sch…wetter ist,kalt,regnerisch und die ganze Grippepalette…Einfach nur gut!

Heut Nachmittag kam noch der Zahnarztkollege aus Bremen dazu-ich glaub,der paßt! Und morgen sehr früh fahren wir nach Soccoro,einem Bergnest,richten uns dort alle zusammen in einem großen Raum ein und machen in irgendeinem Nest außerhalb den ganzen Tag Sprechstund: Roland,der Zahnkollege reißt verfaulte Zähne im Akkord und ich mach einen in Würmer,Haut,Tuberkulose und und und.Ich bin richtig gespannt!

So,der Anfang ist gemacht.Vielleicht ein wenig langweilig,aber läfts halt.
Jetzt hoff ich,daß das ganze Geschriebene nicht irgendwo im Netz verschwindet,sondern,daß ichs gespeichert bekomm und irgendwann bei Internetempfang abschicken kann.

So,gute Nacht! Morgen früh um 6 ist Tagwacht und um 7 fahren wir in ein ganz neues Geschehen; ich freu mich!

 

 

 

13.12.2014

 

 

 

 

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