So. 19.06.2011

Tja, heut war der erste Tag meiner letzten Woche hier; am Freitag werd ich wieder zurückfliegen.So richtig wirds mir erst grad beim Schreiben bewusst. Dann steht mir vor dem inneren Auge ein schönes kaltes Weizenbier, eine Tafel Schokolade -obwohl ich die zH sehr selten esse (ich vergreif mich schon am Müsli, normalerweise igitt, nur weil ein paar atomisierte Schokoladenstücke drin sind)-und da war noch etwas Wichtiges, das sich aber nur schemenhaft im Hinterkopf und so langsam überhaupt konkretisiert…..*s*.
Werd versuchen, jeden Tag einen kurzen Abschiedsbericht der einzelnen Sprechstunden zu geben; vielleicht noch ein paar Dinge, welche bei mir hängengeblieben sind.
Vor der Abfahrt geh ich immer in unsre „Feedingstation“ (Aufpäppelstation) ,schau mir die Verlaufskarten an und untersuch, wenn z.B. Fieber oder Durchfall aufgetreten sind.

Die nächsten Bilder sind alle von heute:

„Feedingstation“
Die Steine und Zementkarrer,die unglaubliche Gewichte transportieren…

blinder Passagier (alles unsre Mandaroad)

Zu Khorail1:

Sonntag und Mittwoch am Vormittag. Die einzige Nicht-Slum-Sprechstunde. Zwar wohnt hier auch die absolute Unterschicht, aber meist nicht unter den entwürdigenden Umständen,wie in den sonstigen Gebieten.Und es gibt doch etwas häufiger dicke Frauen, welche dann unter Bluthochdruck-zusätzlich-leiden. Es ist die größte Sprechstunde mit morgens zwischen 60 und 90 Patienten, aber auch irgendwie eine sehr angenehme: Der Behandlungsraum ist sehr groß, sodass wir beiden Ärzte uns nicht ins Gehege kommen; dadurch herrscht auch irgendwie eine größere Gelassenheit.

Zuerst-wie an allen Orten-hält eine der Helferinnen einen Vortrag über ein Gesundheitsproblem, z.B. heute über Unterernährung der Kinder.

dann wird gewogen, Temperatur gemessen und Blutruck…

…und dann kommen die Patienten zu uns;
ein Bild von heute Morgen…

Sonntagnachmittag ist Sprechsunde in Manda, unserem „Stammhaus.

…ironische Nachfrage einer „alten“ Freundin: den Berichten nach sei ich nur unterwegs und wann ich überhaupt Sprechstunde halte… hat die eine Ahnung *g*! Aber ich kann-und will-nicht dauernd von meinen Patienten sprechen. Vieles ist natürlich Routine und die „Gruselgeschichten“, deren es genug gibt, bleiben „daheim“!

Natürlich, wenn mal nachmittags der Einsatz früher zu Ende ist, schnappen wir uns ein Rikscha und man fährt dann z.B. zum Hafen von Dhaka und macht eine Rundfahrt, mit einem der Flachboote, und einem Ruderer in den Sonnenuntergang hinein…irre…

Oder man fährt mit dem gleichen Aufwand in die „Hidustraße“, im Zentrum Dhakas;
eigene Düfte, spezielle Hindugeschäfte mit Götterbildern und Räucherstäbchen, kleine Tempel in die man eingeladen wird.
Ich hab noch mehr auf Lager, aber für heut reichts…

Grüßle, wie mein Jüngster zu sagen pflegt.

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