Einsatz für „German Doctors“ Dez.2013/Jan.2014 in Manila/Mindanao

 

Wieder

unterwegs,endlich…*s*…!!!

Die letzten Wochen waren einfach verdammt stressig:

Neue Abrechnungsziffern in der Praxis mit ärgerlicher Umstellung und zu spät erstellter Software:

was für Schwachköpfe in unsrer ärztliche Verwaltung(eingeschlossen die daran beteiligten Kollegen)!Man muß es einfach mal sagen…

Neue Hygienevorschriften-zum Teil sinnvoll-,die aber in endlicher Konsequenz dazu führen werden,den selben keimfreien Schlamassel wie in den Krankenhäusern fortzusetzen, mit immer mehr nicht mehr beherrschbaren Erregern.Wir sind gezwungen, Umbaumaßnahmen durchzuführen

…kostet alles Geld,aber vor allem Zeit.Vor 2 Wochen fällt mir noch ein,daß ich kein Visum habe (und das MIR!…*s*):Paß Konsulat. Berlin,Anrufe,keiner versteht was..auf den letzten Drücker klappts dann doch…

Und schließlich das Sturmtief Xafer mit Horrormeldungen: Fahrkarte verfallen lassen und doch

mit dem Auto sehr früh losfahren(auf die Idee kamen auch viele andere…) und dann:April,April;

ein laues Lüftchen und Bilderbuchstart (Ende gut,alles gut….)!

Es gab aber auch Erfreuliches: ich hab von wildfremden Menschen und vor allem von vielen

meiner Patienten guttuenden Zuspruch erfahren.(Trotzdem nochmals: Ich mache meine Hilfs-

einsätze vielleicht zu nur 20% aus Hilfsbereitschaft,der Rest sind Selbstbestätigung und Abenteuerlust!)

Was mich aber umgehauen hat,war die Spendenbereitschaft!Obwohl ich keinerlei Werbung gemacht hatte waren durch viele kleine Spenden,zwei sehr großen,einem Restgeld von meinem letzten Einsatz vor einem Jahr , dem Geld der Heilfastengruppe,welche ich mit der Pfarrerin Frau Stoo-Rummel

und der Praxis Bender jedes J,ahr durchführe und einem kleinen Draufgeld von mir, schließlich

5 500 EUR (!!!!!) zusammengekommen.Danke vielmals!!!

Meinen Einsatz auf denPhilippinen hatte ich schon vor ca einem Jahr geplant und festgemacht.Die Armutsprobleme sind auch ohne Taifun riesig!Jetzt aber treibt es die Flüchtlinge von den betroffenen Inseln vor allem in die Hauptstadt, in der wir zwei Ambulantien für die Ärmsten der Armen anbieten.Hier werde ich mit meinem Kollegen Dietmar eine Woche arbeiten und dann auf Mindoro,einer größeren Insel, zwei Rundtouren mit einem Team aus zwei Krankenschwestern und einem Fahrer machen.

Wir werde,vollgepackt mit Medikamenten,Wundversorgungsmaterial usw in die Berge,jeden Tag an einen anderen Platz,fahren und die Kranken-ein selbständiger Eingeborenenstamm (später Genaueres)- aus der Umgebung versorgen. Der Taifun hat ihnen „nur“ die Hütten weggeweht und ich denke,wir/Sie können dort vieles bewirken.

Es ist einfach so,daß in den Taifungebieten jetzt jede Menge Hilfsorganisationen sind und sich jetzt auch gegenseitig auf die Füße treten,uneffektiv und effekt und eigendlich überflüssig sind.Die Menschen,welche genauso leiden und nur ein bißchen weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, „fallen die Bettkante runter“;ich denke,die werde ich aber mit Ihrem Geld erreichen!

So,soviel zur Einleitung,zu dem,was mich grad nach einer 26 stündigen Anreise,grad so umtreibt…

Zum Jetzt: Mit Dietmar,meinem Kollegen,der zur gleichen Zeit wie ich angereist ist,haben wir unsere Unterkunft,ein kleines 5-Zimmerhäuschen in einem Vorort von Manila,der Hauptstadt der Philippinen,bezogen.Jeder hat ein kleines Zimmer,zwei sind noch mit den Klamotten der Kollegen,welche grad die Rundtour auf Mindoro machen,belegt.Ich versteh mich mit Dietmar-mein Alter- auf Anhieb prima: Ich sorge fürs Oganisatorische:was müssen wir noch einkaufen und wo fahren wir morgen (Sonntag) hin…Dietmar übernimmt die „niederen“ Arbeiten: wäscht und desinfiziert den etwas versifften Kühlschrank aus …unsre Vorgänger…und schmeißt das ganze vergammelte Zeug raus.Die Haushälterin -so was gibt’s bei uns:kocht einmal,säubert die Bude und wäscht bei uns!-,räumt aus dem weggeworfenen Müll das frisch eingkaufte,verpackte Gemüse wieder ein…*grins*,;Dietmar entschuldigt sich artig,Haushälterin ist versöhnt,wirn leisten innerlich etwas Abbitte bei den Kollegen…Ich hab das Gefühl,unsre WG wird noch ausgesprochen lustig!Wir ergänzen uns hervorragend!

Manila hat uns bei unsrer Ankunft mit 30 Grad (Neid ist erlaubt!),aber auch sehr hoher Luftfeuchtigkeit empfangen.Die grauen,sehr tiefhängenden Wolken drückten den unbeschreiblichen Fahrzeugdreck,den warmen Gestank mit der unendlichen Hektik des Stoßstange an St0ßstange- Verkehrs in unsre doch übermüdetenKörper und Köpfe rein.

Ganz frische Mangofrüchte,kleine süße Bananen und ein kaltes Bier (nicht schlecht!) haben den Abend abgerundet.Vor unrem Häuschen tobt der Bär.Hundegebell,Kinder toben sich aus,die Erwachsenen kühlen sich bei Alkohol draußen am Samstagabend etwas ab;ich gönns ihnen.

Und geh jetzt auch ins Bett.War schön,an euch zu plaudern….Peter

Nachtrag,Sonntag,8.12.   !9.45

Internet hatte ich bisher leider nicht,deshalb hats etwas gedauert.Ich hoff,jetzt klappts!!!

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1 Antwort zu Einsatz für „German Doctors“ Dez.2013/Jan.2014 in Manila/Mindanao

  1. Andrea sagt:

    Hallo!

    ….ich bin’s wieder!!! 20% Hilfsbereitschaft, rest abenteuerlust und selbstbestätigung….bei mir wäre es umgekehrt :D….deshalb wäre ich auch nicht wirklich brauchbar, höchstens als Haushaltshilfe, da bin ich’s nächste Mal dabei 😉
    Ach manno…ich wollte auch noch was an Spende mitgeben. Ich freu mich das alles glatt gegangen ist. Bin bissl neidisch und freue mich auf Bilder und Geschichten, für mich sind Menschen die diese Einsätze machen, egal aus welchen Gründen, HELDEN 🙂
    Gute Nacht, bis die Tage ****wie lange geht die Tour???
    Gruß und Kuss Andrea Meyer

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